Diese Fassung wurde von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus dem Spanischen übersetzt. Im Zweifelsfall ist die Originalfassung maßgeblich.
Red Sistémica · Interview
Interview mit Marcelo Pakman, geführt von Alicia Moreno an der Päpstlichen Universität Comillas in Madrid im Februar 2006, im Anschluss an einen Workshop des Masterstudiengangs Familien- und Paartherapie. Der argentinische Gemeindepsychiater und systemische Familientherapeut, der in den Vereinigten Staaten lebt, beschreibt darin die zwei Seiten therapeutischer Veränderung: die Mikropolitik, die Räume öffnet, und die Poetik, die ihnen einen Inhalt gibt.
„Täuschen Sie sich nicht: Diese Dinge gehören nicht zum Kontext der Therapie, sie gehören zum Text der Therapie.“
Marcelo Pakman
Der Titel Ihres Workshops lautete: „Poetik und Mikropolitik der Veränderung: therapeutische Gespräche gestalten“. Worauf bezieht sich dieser Titel?
Dieser Titel versucht, ein Interesse an zwei Aspekten therapeutischer Veränderung zu fassen. Der erste ist das, was ich die mikropolitischen Aspekte nenne, also jene, die mit all den Dingen zu tun haben, die wir tun, um eine Gelegenheit zu schaffen, Wirklichkeiten auf andere Weise zu definieren – in dem Feld, in dem die Akteure, mit denen wir gerade arbeiten – Patientinnen und Patienten, soziale Netzwerke usw. –, handeln. Oft werden diese Aspekte umgesetzt, indem man Dinge tut, die in der Tradition der Psychotherapie nicht sonderlich gern gesehen werden, weil man meint, sie gehörten zu dem, was eine Fachkraft der Sozialen Arbeit zu tun hat, und nicht eine Person aus der „Psy“-Welt. Traditionell gilt also als legitim für Therapierende, am streng Mentalen zu arbeiten; es zeigt sich aber, dass ein guter Teil dessen, was mental ist, aus sozialen und politischen Fragen besteht, die mit Definitionen der Wirklichkeit zu tun haben, auf die man auf irgendeine Weise einwirken muss. Dieser mikropolitische Aspekt ist daher ein Versuch, als genuinen Teil der therapeutischen Arbeit zu legitimieren, dass all diese Dinge zu tun zu dem gehört, was wir tun müssen; und zugleich eine Mahnung, nicht in etwas zu verfallen, in das man häufig verfällt, nämlich zu sagen: „Nun ja, ich wüsste in dieser Situation vieles zu tun, aber leider kann ich nicht, weil es kontextuelle Probleme gibt, die mich daran hindern, das zu tun, was ich als Psychotherapeut tun müsste.“
Stattdessen sage ich: „Täuschen Sie sich nicht, diese Dinge gehören nicht zum Kontext der Therapie, sie gehören zum Text der Therapie.“ Das ist in vielen Situationen das Mentale: die Art von Handlungen, die einen legitimen Teil der therapeutischen Arbeit ausmachen – die Telefonate führen, die Kontakte mit verschiedenen Systemen erleichtern, inaktive Teile sozialer Netzwerke aktivieren usw. Es ist Mikropolitik in dem Sinne, dass es lokale Politik ist, an dem Ort, an dem man arbeitet. Es ist keine Politik im traditionellen Sinne der Makropolitik oder der Politik in der Gesellschaft im weiteren Sinne. Aber es ist Politik, wenn wir unter Politik die Aktualisierung von Macht als Gelegenheit verstehen, Wirklichkeiten zu definieren.
Zweitens hat das andere Wort, Poetik, mit einem Interesse an jenen Momenten der therapeutischen Arbeit zu tun, in denen sich diskontinuierliche Veränderungen ereignen. Es gibt nämlich Momente im therapeutischen Prozess, in denen eine Arbeit geleistet wird, die eine gewisse Kontinuität hat: Nach und nach vollziehen sich bestimmte Transformationen, man verwendet verschiedene interpretative Linsen, um zu betrachten, was geschieht, während man mikropolitisch arbeitet. Im Gegensatz dazu gibt es andere, diskontinuierliche, generative Momente, die ich poetisch nenne (im etymologischen Sinne von poetisch als hervorbringend oder generativ) und auf die wieder andere interpretative Momente folgen, sodass eine Desartikulation der Kontinuität entsteht, die neue Möglichkeiten eröffnet.
Ich habe mich sehr für die Untersuchung dieser singulären Momente des therapeutischen Prozesses interessiert, die sich sowohl den Deutungen entziehen, die man bis dahin von den Dingen gegeben hatte, als auch dadurch auszeichnen, dass sie nicht von den Modellen bestimmt sind, denen wir uns zugehörig erklären und die unser Tun prägen, sondern von anderen Lernquellen; sie hängen mit etwas zusammen, das wir in der alltäglichen Kommunikation häufig verwenden, den generativen Metaphern, erschöpfen sich aber nicht darin und schließen sie auch nicht notwendigerweise ein. Eine Zeit lang habe ich Begriffe von Donald Schön verwendet, um über dieses Thema nachzudenken, dann aber begonnen, andere Ansätze zu entwickeln, um diese expressiven Aspekte und Momente zu verstehen, die einen vollen Sinn haben, obwohl sie sich nicht in eine klare und deutliche Bedeutung zähmen lassen, die wir identifizieren und artikulieren könnten. Diese Momente theoretisch zu behandeln, hebt sie hervor und konfrontiert uns mit den Paradoxien der Theoretisierung des Singulären, mit denen sich Roland Barthes beschäftigt hat.
Mikropolitik
Die kontinuierliche und kritische Arbeit: Telefonate, Kontakte zwischen Systemen, Aktivierung der Netzwerke. Eine lokale Politik, die dort Räume öffnet, wo soziale Determinierungen das Mögliche blockieren.
Poetik
Die diskontinuierlichen, generativen Momente, die sich den Modellen und den laufenden Deutungen entziehen und den von der Mikropolitik geöffneten Räumen einen Inhalt geben.
Um auf die Mikropolitik zurückzukommen: Ich denke, Ihr Ansatz hängt mit den kulturellen, ideologischen, geschlechterrollenbezogenen usw. Prägungen zusammen, die auf Therapierende einwirken. Viele von ihnen verstehen, dass dies vorhanden ist, wissen aber nicht, wie sie es in die Therapie einbringen sollen, ohne dass diese zu einer Art „Kundgebung“ wird, auf der bestimmte Ideologien propagiert werden.
Ja, in der Tat, das ist die Herausforderung. Sie liegt zwischen dem einen Extrem, das darin besteht anzunehmen, dass dies mit dem Kontext zu tun hat und nicht mental ist und es deshalb nicht legitim ist, sich in der Therapie damit zu befassen, und dem anderen Extrem, das impliziert, dass das Mentale, wie wir es in einem engen Sinne verstehen, nicht existiert: Es gibt nur ideologisch-politische Kräfte, und die Therapie wird damit zu einer ideologischen Basis. Zwischen diesen beiden Polen liegt die Herausforderung, als Therapeut im Lokalen etwas zu tun, zugleich aber die Therapie zu nutzen, um eine gewisse kritische Reflexion darüber anzustellen, wie all diese Kräfte die Entscheidungen formen, die ich in meinem Leben treffe.
Welche Rolle spielt es, in der Therapie ausdrücklich über diese sozialen Phänomene zu sprechen?
Zu erkunden, woher diese Vorstellungen darüber kommen, was man tun oder lassen soll, hat eine Funktion: sich zu fragen, warum es so schwer ist, diesen Vorstellungen nicht zu folgen, und wie weit man eine Wahl hat. All das ist kritische Reflexion, und die Therapie ist ein legitimer Ort dafür.
Wenn die Psychotherapie sich traditionell mit dem Mentalen, dem Inneren befasst und angenommen hat, dass die anderen Aspekte außen vor blieben – glauben Sie nicht, dass heute, als Reaktion darauf, manche Therapiemodelle ins andere Extrem verfallen sein könnten?
In Wahrheit hat es innerhalb des Poststrukturalismus und der Postmoderne eine enorme theoretische Ausarbeitung über die Subjektivität und die sozialen Determinanten gegeben, denen sie unterworfen ist. Foucault zum Beispiel hat sich mit der Komplexität dieser Beziehung befasst, zwischen dem Subjektiven, das vom Sozialen konstituiert wird, aber über es hinausgeht. Es ist eine Beziehung, in der man sich in der Praxis nur schwer bewegen kann, zwischen den beiden Extremen: das Soziale über Bord zu werfen und eine etwas naive und eingeschränkte Sicht der mentalen Phänomene zu haben; und, am anderen Extrem, zu vergessen, dass es die Subjektivität gibt, die sich nicht mit Individualität, Homogenität oder Identität gleichsetzen lässt – darin liegt die Komplexität der Sache. Für mich besteht der Schlüssel darin zu sehen, wie die Therapie ein soziales Format sein kann, das eine Reflexion ermöglicht, die nicht auf einem asozialen Bild von sich selbst beruht (wie Rodins Denker, der sich nach innen gewandt ins Denken versenkt und die Dinge ganz allein entdeckt), sondern eine kritische Reflexion über sich selbst durch die anderen. Eine kritische soziale Praxis durch eine Mikropolitik, die die sozialen Determinanten und die Prozesse der Identitätsbildung, durch die wir uns konstituieren – also die Mechanismen der Unterwerfung –, herausfordert, und eine poetische Praxis, die durch singuläre Ereignisse Gelegenheiten zur Subjektivierung hervorbringt. Mikropolitik und Poetik, die auf die beiden Aspekte des Phänomens einwirken, das wir Subjektivität nennen: Unterwerfung und Subjektivierung.
Wo stoßen diese Ansätze nach Ihrer Arbeitserfahrung auf die meiste Zustimmung oder die meiste Ablehnung?
Diese Ideen können mehr Zustimmung oder Ablehnung finden, je nachdem, wie offen man für die politischen Konzepte ist, die man umsetzt. Oft ist es angemessener, bei diesen Schritten implizit zu bleiben, um Konfrontationen zu vermeiden und die Leute nicht vor den Kopf zu stoßen; denn wenn man konfrontiert, kann das zu einer Grundsatzdiskussion führen, und es ist besser, über konkrete Situationen zu sprechen, da wir in der Praxis miteinander auskommen müssen. Die andere Gefahr ist die Zustimmung, die diese Ideen hervorrufen können. Wenn sie zu sehr akzeptiert werden und zu einer neuen Orthodoxie werden, verlieren sie die kritische Kraft, die sie haben können. Abgelehnt zu werden ist ein Problem, aber zu sehr akzeptiert zu werden ist ebenfalls ein Problem.
Sind Poetik und Mikropolitik derzeit Ihre bevorzugten Arbeitsthemen?
Ja. Mich interessiert es, mithilfe von Begriffen, die in der zeitgenössischen Philosophie und Erkenntnistheorie entwickelt wurden, die ganze Frage der diskontinuierlichen Veränderung und dessen zu untersuchen, was ich die poetisch-generativen Momente nenne, sowie ihre Beziehung zu den anderen Momenten. Vor allem aber interessiert es mich zu sehen, ob sich noch mehr über etwas sagen lässt, das für viele Denkende ein geheimnisvoller Brennpunkt der Aufmerksamkeit gewesen ist. Einerseits, ob es möglich ist, das Singuläre zu theoretisieren; andererseits, ob es möglich ist, Fachleute mit einer sozialen Praxis so auszubilden, dass sich ihre Möglichkeiten erhöhen, in ihrer Praxis solche singulären poetischen Momente diskontinuierlicher Veränderung hervorzubringen – oder ob wir dieses Projekt im Gegenteil als unmögliches Projekt aufgeben, uns nur mit dem befassen müssen, was sich begrifflich fassen lässt, und jenes der Intuition oder dem persönlichen Stil überlassen. Es ist ein Interesse an dem, was das Leben und die Umstände aus uns machen und was wir aus dem Leben und den Umständen machen, zwischen Determinierung und Freiheit, zwischen Unterwerfung und Subjektivierung jenseits der sozialen Identität, und zentriert auf Punkte der Unbestimmtheit. Das Mikropolitische, das kritisch arbeitet, indem es virtuelle Räume schafft, und das Poetische, das ihnen einen Inhalt gibt. All das entwickle ich in einem Buch, dessen Untertitel eben Poetik und Mikropolitik der Veränderung lautet. Darin untersuche ich, wie Worte Menschen in einem physischen Sinne berühren, der traumatisch und auch poetisch sein kann – Worte, die nicht auf das schon Gesagte zielen, sondern auf das Sagen, wie Emmanuel Levinas es wollte. Ich befasse mich auch mit dem Materiellen und Körperlichen der Stimme, des Blicks, mit der Rolle der Bilder und des Visuellen in ihrer Verflechtung mit dem Textuellen, in den therapeutischen Interventionen und in jenen poetischen Ereignissen, die ich erwähnt habe.
Das Wichtigste
Für Pakman ist die Therapie weder ein rein „mentaler“, vom Sozialen abgeschnittener Ort noch eine ideologische Tribüne. Sie ist ein soziales Format kritischer Selbstreflexion durch die anderen: Die Mikropolitik fordert die Mechanismen der Unterwerfung heraus, die Poetik eröffnet Gelegenheiten zur Subjektivierung.
Gewöhnlich denkt man, es gebe Fähigkeiten, die man besitzt oder nicht besitzt, aber Sie vertreten die Auffassung, dass man sie trainieren und erwerben kann.
Es gibt einiges über diese singulären Momente und über jene Elemente zu sagen, die ich als relevant erwähnt habe, wenn wir uns für all das interessieren, was uns in einem körperlichen Sinne berührt, und die es verdienen, als wichtige und genuine Momente der Veränderungsprozesse anerkannt und legitimiert zu werden. Und es ist möglich, einen Ausbildungsprozess zu haben, der die Chancen erhöht, dass solche Situationen entstehen – die nicht außergewöhnlich, sondern alltäglich sind, wenn auch durch unsere eigene berufliche Ausbildung blockiert. In der therapeutischen Ausbildung muss man die Theorien und Fertigkeiten lernen, die die Tradition der Therapie ausmachen. Zugleich muss man genügend kritische Praxis haben, um so weit wie möglich zu verhindern, dass ebendiese Modelle und Theorien die Möglichkeiten hemmen, Momente zu schaffen, die von Dingen jenseits der Theorie bestimmt sind. Es sind systemisch hervorgebrachte Momente, aber auf eine Weise, die man nicht systemisch begrifflich fassen kann.
Das erinnert mich an die letzte Veröffentlichung von Gianfranco Cecchin über die Respektlosigkeit, also die Haltung, das, woran man gewöhnlich glaubt, überprüfen und infrage stellen zu können.
In der Tat hat diese Arbeit von Gianfranco Cecchin viel damit zu tun, sich nicht von der einschränkenden Macht der Theorien gefangen nehmen zu lassen. Die beständig ironische Haltung, die Cecchin in seiner Praxis hatte, hat viel damit zu tun. Ich glaube, dass sowohl die Ironie als auch der Zynismus notwendig sind, um die eigenen Modelle oder Theorien zu überprüfen, die nicht mehr funktionieren; der zynische Aspekt ist etwas unsympathischer, der ironische etwas amüsanter.
In Ihrem Workshop haben Sie die Auffassung vertreten, dass künftige systemische Therapierende nicht nur die Techniken lernen müssen, sondern auch, sich selbst im Kontext zu sehen. Wie können sie das erreichen?
Das Projekt, systemisch zu denken, ist ein wenig unmöglich, und doch lohnt es sich, es zu versuchen. Es ist unmöglich, weil wir letztlich nicht außerhalb der Systeme stehen können, innerhalb derer wir die Systeme denken; dennoch gibt es einen sehr deutlichen Unterschied zwischen Versuchen und Nichtversuchen. Der Unterschied ist, dass wir Fachleute mit systemischer Berufung es versuchen, und genau das ist das Lernen. Aber dieser Versuch muss vermeiden, alles in einem festen Modell zu entfremden, das uns zwingt und blind macht.
Wenn Sie Ihre Ideen über diese Haltung darlegen, dass man sich an keine Idee oder Theorie vollständig klammern sollte – gibt es Leute, die Ihnen widersprechen und argumentieren, dass es Ideen oder Optionen gibt, die an sich besser sind als andere?
Ja, aber tatsächlich glaube ich, dass es stimmt, dass wir alle Entscheidungen treffen und versuchen, uns in Richtungen zu bewegen, die wir aufgrund unserer unterschiedlichen Werte wählen. Aber gerade diese Entscheidungen treffen wir in Momenten, in denen all die Kategorien, die wir verwenden, um Situationen in Situationen zu verwandeln, die sich mathematisch lösen lassen, nicht gut funktionieren; daher die Bedeutung des Gedankens von Heinz von Foerster, dass wir nur in Situationen entscheiden können, die unentscheidbar sind – oder, wie ich sie lieber nenne, dilemmatisch. Die Therapie ist ein sehr interessanter Ort, um zu zeigen, dass sich unentscheidbare Situationen erzeugen lassen, denn genau das versetzt uns Menschen in die Lage, eine Entscheidung zu treffen, das heißt, ethisch zu sein. Wenn etwas bereits festgelegt ist, wenn es eine Lösung hat, hängt es nicht mehr von uns ab; von uns hängt ab, was keine Lösung hat, was nicht durch ein formales Verfahren entscheidbar ist, und in diesen Fällen ist es an uns, ethisch zu sein. Ethisch zu sein heißt, ein Risiko einzugehen; jede Intervention im poetisch-generativen Sinne ist ein Risiko, das man eingeht. Darauf bezog ich mich, als ich sagte, dass die andere Seite des Poetischen das Traumatische ist. Man weiß wirklich nicht, ob es generativ sein wird oder lähmend und traumatisch. Die mikropolitische Arbeit schafft virtuelle Räume dort, wo soziale, politische, diskursive Determinierungen das Feld des Möglichen blockieren. Und sie tut dies als Arbeit der Gesellschaftskritik, die Punkte der Unbestimmtheit sichtbar macht und verstärkt, an denen das Poetische, wenn es sich ereignet, Kerne dessen hervorbringt, was wir – Alain Badiou folgend und zugleich verratend – das Metapolitische nennen können.
Das Wichtigste
Wir entscheiden nur dort, wo kein formales Verfahren für uns entscheidet. Eine Therapie, die unentscheidbare Situationen hervorzubringen weiß, versetzt Menschen wieder in die Lage, ethisch zu handeln – und jede poetische Intervention ist ein Risiko, dessen mögliche Kehrseite das Traumatische ist.
Was finden Sie an den jüngsten Entwicklungen der systemischen Familientherapie am interessantesten?
Ehrlich gesagt habe ich, abgesehen von konkreten Gesprächen mit Therapierenden, die intellektuelle Produktion im Feld der Therapie nicht sonderlich verfolgt. Mir scheint, sie hat sich im Kreis gedreht, ohne zu versuchen, neue oder in Philosophie, Geschichte oder Soziologie entwickelte Begriffe zu nutzen, um alltägliche Dinge zu denken, und sie ist in dieser Hinsicht nicht sehr vorangekommen. Tatsächlich habe ich mich mehr diesem Letzteren gewidmet als der Frage, was in der Therapie vor sich ging. Mein Kontakt besteht darin, dass ich für einige Zeitschriften Artikel begutachte. Ich lese nicht viele Theorien aus dem Feld der Therapie; mich nährt eher die Lektüre von Dingen, die von außerhalb des Therapiefeldes kommen, um das zu tun, was ich „die Klinik denken“ nenne.
Zu den populärsten Modellen der letzten Zeit gehören einerseits die narrativen Ansätze und andererseits die Kurzzeittherapie und die Entwicklung sehr konkreter Handlungsprotokolle, um Symptome in wenigen Sitzungen zu lindern. Erleben diese Modelle nach Ihrer Erfahrung auch in den Vereinigten Staaten, wo Sie arbeiten, einen Aufschwung?
Das hängt vom Bereich ab. In den USA hat im Feld der gemeindenahen psychischen Gesundheitsversorgung die alltägliche Erfahrung von Therapierenden mit dem Einfluss zu tun, den die Politik der Versicherungsgesellschaften auf ihre Arbeit ausübt, zum Beispiel auf die einzuhaltenden Verfahren. Das ist heute eine große Unterwerfung. Die Globalisierung hat das Feld des Möglichen in der Therapie verwüstet, und die Verfahren haben die Theorien in hohem Maße ersetzt, was an sich schon ein Problem ist. Die Protokolle sind wie eine subtile Art, Ideologien einzuschmuggeln; sie sind das Gegenteil der Therapie als Ort des kritischen Denkens, der Reflexion und der Veränderung als einer „Leidenschaft, anders zu sein“, als Subjektivierung, in einem ethischen Verständnis von Veränderung. In diesem Sinne sehe ich darin ein Problem. So wie es Literatur gibt und Bestseller, gibt es die Therapie als einen Ort, um über das Leben nachzudenken, und die protokollgeleitete Therapie ist das Gegenstück zum Bestseller. Ich finde es sehr ehrenwert, dass sich andere beruflich damit befassen, aber es ist nicht das, was mich interessiert.
Wie haben Sie Ihre Arbeit im systemischen Modell begonnen, sowohl in der eher praktischen Ausrichtung als auch in der abstrakteren Dimension der Epistemologie?
Ich habe mich nie vorrangig der universitären Arbeit gewidmet. Das hat mich dazu verurteilt, einige Privilegien der akademischen Welt nicht zu haben, mir aber auch erlaubt, einige ihrer Mängel nicht zu haben, denn es hat mich auf das Schlachtfeld geworfen: komplexen sozialen Situationen von innen heraus, als Beteiligter, zu begegnen. Da ich jedoch zugleich auch ein anderes Interesse hatte, an Ideen, Begriffen, an der Abstraktion, habe ich die klinische Praxis immer auf irgendeine Weise genutzt, um diese abstrakten Begriffe zu denken, und diese abstrakten Begriffe, um über die Klinik nachzudenken. In diesem Sinne habe ich immer versucht, zwischen diesen beiden Wurzeln zu vermitteln.
Wer waren Ihre Lehrer, sei es, weil Sie persönlich mit ihnen gearbeitet haben, sei es, weil ihre Werke Ihr Denken beeinflusst haben?
Ich hatte frühe Lehrer. Als ich in Argentinien Assistenzarzt in der Psychiatrie war, im alten Kinderkrankenhaus von Buenos Aires, hatte ich einen fantastischen Ausbilder, bei dem ich viel gelernt habe; er hieß Alfredo García. Er hat mich Offenheit im Denken und kritisches Denken gelehrt. Später hatte ich Gesprächspartner wie Carlos Sluzki, mit dem ich mich noch immer häufig austausche, und ich hatte das Glück, eine Zeit lang der Arbeit von Gianfranco Cecchin nahe zu sein. Heute stehe ich in ständigem Dialog mit Pietro Barbetta, einem Therapeuten aus Bergamo. Außerdem hatte ich auf theoretischer Ebene, im Feld der Kybernetik, über Jahre hinweg einen recht engen Kontakt zu Heinz von Foerster. Zentral sind auch meine Gespräche zu Hause über die Dinge des Lebens mit meiner Partnerin, Chus Arrojo. All diese Menschen gehören zu den inneren Gesprächspartnern, die ich in all diesen Fragen habe. Aber es ist immer ungerecht, einige Menschen zu nennen, so zahlreich sind die Einflüsse, die man aufnimmt.
Hier in Spanien gibt es einige brennende Themen, etwa die Frage der Arbeit in Situationen geschlechtsspezifischer Gewalt und wie sich Aspekte des systemischen Modells mit feministischen Positionen verbinden lassen. Was ist nach Ihrer Erfahrung der Schlüssel, um dieses Problem anzugehen?
Die Bewegung, die das Problem der geschlechtsspezifischen Gewalt sichtbar gemacht hat, war sehr wichtig. Dieser grundlegende Impuls kam wahrscheinlich nicht aus dem Feld der Therapie, sondern hatte mehr mit dem Vordringen des Menschenrechtsdiskurses zu tun, mit dem Vordringen der feministischen Bewegung, mit der Wechselbeziehung dieser Diskurse mit den Fortschritten der Demokratisierung, mit all den ungelösten Problemen der Frage, was ein demokratischer Staat ist. Die Forschung, die Soziologie, die Sozialwissenschaften und die Kommunikation sind zu dieser ganzen Bewegung hinzugekommen. Die Rolle der Therapie war nicht zentral, aber sie gehört zu den gesellschaftlichen Kräften, die in dieser Hinsicht etwas tun können, und ich glaube nicht, dass es einen privilegierten Ansatz gibt, um in solchen Situationen zu helfen; ich glaube, dass die kritische Praxis auch hier sehr wichtig ist. Es muss eine Praxis sein, die offen dafür ist, zu beobachten und zu reflektieren, wie die gesellschaftlichen Kräfte uns als eine bestimmte Art von Subjekten konstituieren, wie sie das Geschlecht und die Rollenerwartungen konstituieren; sie muss aber auch kritisch gegenüber eben jenen Unterwerfungen sein, die aus der Institutionalisierung etablierter Denkweisen über das Thema hervorgehen.
Glauben Sie, dass familiäre Gewalt heute häufiger vorkommt oder einfach sichtbarer ist?
Wenn man historische Dokumente liest, sieht man, dass dieser Planet immer sehr gewalttätig gewesen ist; was geschieht, ist, dass sich die Sorge um diese Gewalt, als etwas, das Reflexion und Gesetzgebung erfordert, seit der Moderne viel stärker verbreitet hat. Aber mir scheint, dass wir eine wilde Spezies sind, nicht wegen dessen, was an uns am primitivsten ist, sondern wegen dessen, was an uns am weitesten entwickelt ist. Das Typische an menschlicher Gewalt ist, dass sie die Vernunft auf ihrer Seite hat: Ein Löwe ist aggressiv, weil er dafür programmiert ist; wir sind aggressiv aus „Gründen“; ein guter Teil unseres Problems rührt von dem her, was an uns am höchsten entwickelt ist. Ein Literaturnobelpreisträger, Kertész, hat sich der Aufgabe gewidmet, dies zu thematisieren, und gesagt, dass die Logik der Nazis leider in gewissem Sinne gesiegt hat: Es war ein Triumph der schlimmsten Aspekte der Vernunft. Das Schreckliche am Nationalsozialismus war nicht das Unmenschliche an ihm, sondern das Menschliche, das er in sich trug – die Ungeheuer der Vernunft bei Goya. Auch ich glaube, dass das menschliche Problem in dem liegt, was an uns am weitesten entwickelt ist; in gewisser Weise hat die Sprache etwas Maßloses, wir sind eine junge Spezies im Besitz dieses Instruments. Sobald wir die Sprache haben und uns mit ihrer Hilfe vom absolut Materiellen lösen können, können wir Pläne machen, träumen … und als junge Spezies sind wir wie ein Kind mit einer schrecklichen Macht.
Ein weiteres aktuelles Thema ist die Einwanderung, die hier in Spanien viel jünger ist als in den USA, in der psychotherapeutischen Arbeit aber immer präsenter wird. Was hilft nach Ihrer Erfahrung dabei, dass dieser Einwanderungsprozess weniger traumatisch verläuft und es weniger Zusammenstöße zwischen den Eingewanderten und der neuen Kultur gibt?
Ein Thema, das mich interessiert hat, ist, diese ganze Problematik in Begriffen kultureller Grenzen zu denken. Kulturelle Grenzen nenne ich die Kontaktzonen zwischen sozialen Gruppen, Subkulturen oder Ethnien, die aus unterschiedlichen Traditionen stammen; das können Grenzen zwischen den dominanten Gruppen der Gesellschaft und Minderheiten sein, zwischen Menschen von außerhalb und innerhalb der Gemeinschaft oder was auch immer. Eines der Probleme, die sich über diese Grenzen hinweg ergeben, ist, dass eine doppelte Blindheit im Spiel ist. Die eine hängt damit zusammen, dass es schwierig ist, Dinge anderer Kulturen wahrzunehmen, weil uns die Rezeptoren fehlen, um sie wahrzunehmen, und sie fehlen uns, weil wir in einer anderen Tradition sozialisiert wurden. Es gibt also Dinge, die wir nicht sehen, nicht weil wir böse wären, sondern weil wir sie nicht sehen können. Die andere ist die Blindheit gegenüber der eigenen Kultur: Wir bewegen uns innerhalb unserer Kultur, aber das heißt nicht, dass wir unsere Kultur sehen oder fähig sind, über sie nachzudenken. Tatsächlich beginnen wir unsere Kultur erst in dem Moment zu sehen, in dem wir mit einer anderen Kultur in Kontakt kommen. Gewissermaßen entsteht eine paradoxe Situation, in der man ausgehend von dieser doppelten Blindheit etwas zu sehen beginnt. Kulturelle Grenzen sind also Kontaktpunkte zwischen zwei Gruppen, von denen jede doppelt blind ist. Aus dieser doppelten Blindheit ergibt sich recht leicht, dass der andere zum Feind wird, und es gibt viele Studien, die zeigen, wie dieser Prozess abläuft. Interessant daran ist, dass er sich nicht allein durch Wissen lösen lässt. Es gibt die – für meinen Geschmack etwas naive – Vorstellung, dass wir den anderen mehr akzeptieren würden, wenn wir mehr über ihn wüssten. Das ist die Idee der kulturellen Kompetenz: Wenn wir etwas über den anderen lernen, verstehen wir uns besser. Meiner Meinung nach ist der Prozess viel komplexer und lässt sich nicht allein durch kulturelle Kompetenz lösen. Die Grundlage, die meines Erachtens zu einem manchmal langen und schmerzhaften Prozess gegenseitiger Anpassung führt, ist gerade das Zusammenleben und das Missverständnis. Aus dieser Verbindung gehen Erfahrungen hervor, über die man nachdenken muss, und die Therapie ist ein legitimer Ort, um über solche Dinge nachzudenken. Manchmal entsteht zum Beispiel eine „Nachbarschaft Rücken an Rücken“, in der es eine Interaktion gibt, die gerade darin besteht, nicht mit dem anderen zu interagieren. Und es ist wichtig, darüber in der Therapie nachzudenken. Jedenfalls glaube ich nicht, dass es kulturelle und nichtkulturelle Fälle gibt, denn alle Fälle sind kulturell, und in allen muss man über das Kulturelle reflektieren. Wenn man sich daran gewöhnt, in der Therapie mit einer kritischen Reflexion über Kultur zu arbeiten, tut man dies natürlich in den Fällen kultureller Grenzen, aber auch in allen anderen.
Das Wichtigste
An kulturellen Grenzen herrscht eine doppelte Blindheit: Man nimmt nicht wahr, wofür man keine Rezeptoren hat, und man sieht die eigene Kultur nicht, bevor man einer anderen begegnet. „Kulturelle Kompetenz“ reicht nicht aus; erst das Zusammenleben, Missverständnisse eingeschlossen, macht eine gegenseitige Anpassung möglich – und alle Fälle sind kulturell.
Sie haben Erfahrung als Berater und Dozent in vielen verschiedenen Ländern – Europa, Südamerika, China, USA. Sehen Sie bedeutsame Unterschiede in den Problemen, die in der Therapie behandelt werden? Oder globalisieren sich auch die Problemlagen?
Ich nehme an, dass sich aufgrund der Globalisierung manche Dinge wiederholen, wenn auch mit gewissen Unterschieden; zum Beispiel in Kulturen, die sich in Entwicklungsprozessen befinden, wie China, die Adipositas-Epidemie, typisch für Gesellschaften, die rasch wohlhabend werden. Es scheint eine recht deutliche Korrelation zwischen dem wachsenden Wohlstand und der Ernährungsumstellung zu geben, und das führt zu epidemischem Diabetes. Es gibt auch Formen häuslicher Gewalt, die, obwohl es sie schon gab, einen stärker epidemischen Charakter annehmen. Das sieht man an verschiedenen Orten. Man fragt sich, auf welche Weise der interkulturelle Kontakt förderlich ist oder ein Problem darstellt. Wir befinden uns auch in einem Moment, in dem wir mit universellen politischen Fragen konfrontiert sind, wie der Angst vor Pandemien, vor Terrorismus … es gibt bestimmte Ängste, die den Horizont der Möglichkeiten bestimmen, mit dem viele Gesellschaften konfrontiert sind, und die Teil der Szenerie sind, in der sich Familientherapie abspielt. In dem Fenster zur Gesellschaft und zur Kultur, das jede Familie ist, ist all das vorhanden, und es ist folglich auch im Text der Gespräche vorhanden, die in der Therapie geführt werden.
Wer ist Marcelo Pakman
Dr. Marcelo Pakman, Arzt, wurde in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Seit 1989 lebt er im Westen von Massachusetts, in Neuengland (USA). Er ist Direktor der psychiatrischen Dienste von Behavioral Health Network, einem Netzwerk gemeindenaher psychosozialer Dienste, außerordentlicher Professor am Department of Applied Social Sciences der Polytechnischen Universität Hongkong und wissenschaftlicher Kodirektor der Counseling-Schule des Centro Isadora Duncan in Bergamo, Italien (gemeinsam mit Pietro Barbetta). Als Gemeindepsychiater und systemischer Familientherapeut ist er Mitglied des Herausgebergremiums zahlreicher Fachzeitschriften in Nord- und Südamerika und in Europa und hat zahlreiche Artikel und Buchkapitel auf Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch und Portugiesisch veröffentlicht. Er hatte den Vorsitz des Menschenrechtsausschusses inne und war Vizepräsident der American Family Therapy Academy sowie Vizepräsident der American Society for Cybernetics. Als Vortragender und häufiger Gastprofessor hat er in mehr als 80 Städten in Nordamerika, Südamerika, Europa und Asien Kurse, Seminare und Workshops gehalten, zu Themen der Familien- und systemischen Therapie und der Netzwerkinterventionen, der gemeindenahen psychischen Gesundheit, interkultureller Aspekte psychischer Gesundheit, der Kybernetik, der Epistemologie und der Menschenrechte, mit besonderem Augenmerk auf Praktiken in Kontexten von Armut, Gewalt und ethnischer Dissonanz.
Besonders bekannt ist er für seine Verknüpfungen von kritischer Theorie, Philosophie und Epistemologie einerseits und klinischen Praktiken in Psychotherapie und psychischer Gesundheitsversorgung andererseits.
Wer ist Alicia Moreno
Alicia Moreno Fernández ist promovierte Psychologin und Psychotherapeutin. Sie studierte Psychologie in Madrid und absolvierte anschließend ihre postgraduale Ausbildung in den USA, im Masterstudiengang Familien- und Paartherapie der Seton Hall University (New Jersey) und am Kantor Family Institute (Boston). Vor einigen Jahren wurde sie an der Päpstlichen Universität Comillas in Madrid promoviert. Sie war in verschiedenen öffentlichen und privaten Einrichtungen tätig, darunter in einem psychologischen Beratungszentrum für Frauen und in einem öffentlichen Sozialdienstzentrum in Madrid. Sie leitet das Master- und Spezialisierungsprogramm Familien- und Paartherapie am Postgraduierteninstitut der Päpstlichen Universität Comillas, in dem sie auch lehrt und Praktika supervidiert. Außerdem lehrt sie in mehreren Postgraduiertenprogrammen anderer spanischer Universitäten. Mehrere Jahre lang war sie Vorstandsmitglied der Asociación Madrileña de Terapia de Pareja, Familia y Otros Sistemas Humanos. Derzeit gehört sie der Training Division der IFTA (International Family Therapy Association) an. Sie arbeitet in eigener Praxis; ihre beruflichen Interessenschwerpunkte sind Genderfragen, die Integration des systemischen Modells mit anderen Ansätzen in der Einzeltherapie sowie Innovationen in Lehre und Supervision des systemischen Modells.
Siehe auch, bei Red Sistémica (auf Spanisch)
Terapia sistémica: la madurez profesional de una aventura intelectual – von Marcelo Pakman.
Vida, libertad y búsqueda de la felicidad: los derechos humanos y la ética de la vida cotidiana – von Marcelo Pakman.
Dieses Interview ist eine inoffizielle Übersetzung aus dem Spanischen von „Poética y micropolítica del cambio: diseñando conversaciones terapéuticas. Entrevista a Marcelo Pakman“, veröffentlicht von Red Sistémica (Erstveröffentlichung: Red Sistémica). Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz und mit Zustimmung der Zeitschrift neu veröffentlicht. Maßgeblich ist die Originalfassung.
Originalartikel lesenSo zitieren Sie diesen Artikel
Moreno, A. (2023). Poétique et micropolitique du changement : concevoir des conversations thérapeutiques. Entretien avec Marcelo Pakman (Complexe Systémique, Übers.). Complexe Systémique. https://app.complexe-systemique.com/fr_FR/articles/poetique-et-micropolitique-du-changement-concevoir-des-conversations-therapeutiques-entretien-avec-marcelo-pakman (Originalwerk erschienen 2023 in Red Sistémica; 2023 erneut veröffentlicht von Red Sistémica, https://redsistemica.ar/2023/02/10/poetica-y-micropolitica-del-cambio-disenando-conversaciones-terapeuticas-entrevista-a-marcelo-pakman/)
Weiterführende Lektüre
Kommentare 0
Melden Sie sich an, um an der Diskussion teilzunehmen. Anmelden