KI-gestützte Übersetzung

Diese Fassung wurde von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus dem Englischen übersetzt. Im Zweifelsfall ist die Originalfassung maßgeblich.

Journal of Solution Focused Practices · Kommunikation

Kommunikation heute: Haben sich Watzlawick & Co. geirrt?

Das Sender-Empfänger-Modell und die 5 Axiome der Kommunikation prägen seit mehr als 50 Jahren, wie über Kommunikation gesprochen und wie Kommunikation gelehrt wird. Und das, obwohl neuere Forschung einige dieser Vorstellungen in Frage stellt. Haben sich Watzlawick & Co. also geirrt?

Verfassende Dominik Godat und Elfie J. Czerny, Hochschule LuzernErstveröffentlichung auf Deutsch im Blog Leadership Network Lucerne der Hochschule Luzern; auf Englisch nachgedruckt im Journal of Solution Focused Practices, Bd. 5, Nr. 2 (2021)Übersetzung Complexe Systémique, inoffizielle KI-gestützte Übersetzung

Inoffizielle deutsche Übersetzung von Communication Today: Were Watzlawick & Co. Wrong? von Dominik Godat und Elfie J. Czerny, erschienen im Journal of Solution Focused Practices (2021), doi: 10.59874/001c.75050, unter der Lizenz CC BY 4.0. Die Zeitschrift führt den Text als Nachdruck: Die Verfassenden geben an, dass er zuerst auf Deutsch im Blog Leadership Network Lucerne der Hochschule Luzern erschienen ist; die Zeitschrift veröffentlicht unter der offenen Lizenz die englische Fassung, die mit Unterstützung von Heather Fiske redigiert wurde. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der englische Originaltext wurde ins Deutsche übersetzt und für das Lesen im Netz neu gesetzt, was eine Bearbeitung des Werks im Sinne der Lizenz darstellt; die Zwischentitel stammen von den Verfassenden. Diese Übersetzung stammt weder von den Verfassenden noch vom Verlag, die weder für ihren Inhalt noch für etwaige Fehler verantwortlich sind. Maßgeblich ist die Originalfassung.

Was wissen Sie über Kommunikation? Sehr wahrscheinlich wurde Ihnen Kommunikation als Sender-Empfänger-Modell vorgestellt. Und Sie haben fast sicher von den 5 Axiomen der Kommunikation gehört, die Paul Watzlawick et al. (1967) formuliert haben. Selbst wenn Sie sie nicht aus dem Stegreif aufzählen können, sind wir sicher, dass „Man kann nicht nicht kommunizieren“ oder die Vorstellung, dass jede Kommunikation einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt hat, zu Ihrem Allgemeinwissen gehören.

Obwohl sowohl das Sender-Empfänger-Modell aus den 1940er-Jahren als auch einige der darauf aufbauenden 5 Axiome der Kommunikation von 1967 heute wissenschaftlich widerlegt sind (Bavelas et al., 1967), halten sie sich sehr hartnäckig. Kommunikation wird heute oft noch so gelehrt, wie sie vor über 50 Jahren propagiert wurde.

Stellt neuere Forschung diese veralteten Kommunikationstheorien in Frage? Ja. Haben sich Watzlawick & Co. also geirrt? Ja, inhaltlich in einigen Punkten. Und doch auch nicht, denn für Watzlawick, Beavin und Jackson waren die 5 Axiome schon damals nur vorläufige Formulierungen, die weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Endgültigkeit erheben konnten (Watzlawick et al., 1969). Wer hätte gedacht, dass viele sie bis heute für bare Münze nehmen.

Gespräche verwandeln sich von etwas, das abwechselnd geschieht, in etwas, das wir fortlaufend gemeinsam tun.

Dominik Godat und Elfie J. Czerny

Kommunikationstheorien als Technikmetaphern des letzten Jahrhunderts

Das Sender-Empfänger-Modell ist ein klassisches Kommunikationsmodell, auf dem viele bis heute verwendete Kommunikationstheorien beruhen. Es wurde in den 1940er-Jahren von den beiden Telefontechnikern und Mathematikern Claude E. Shannon und Warren Weaver (1949) als Informationstheorie entwickelt.

Und wie so oft prägte die vorhandene Technik die theoretischen Überlegungen. Die bis heute verwendete Metapher beschreibt Kommunikation als Übertragungsvorgang, bei dem eine Person Informationen sendet und eine andere sie empfängt und decodiert. Diese Vorstellung wurde direkt aus der damaligen Telefontechnik abgeleitet.

Watzlawick et al. (1969) interessierten sich besonders für die beobachtbaren Interaktionen menschlicher Beziehungen, die aus einer zwischenmenschlichen Sender-Empfänger-Beziehung hervorgehen. Mit ihren 5 Axiomen der Kommunikation, die sie 1967 als Hypothesen formulierten, untersuchten sie diese Interaktionen. Mit Begriffen wie Information, Rückkopplung, Blackbox, Redundanz und Kybernetik stützten auch sie ihre Vorstellungen auf die damalige Telekommunikations- und Regelungstechnik.

In mehr als 50 Jahren hat sich einiges verändert

In mehr als 50 Jahren hat sich viel verändert. Einerseits leben wir heute in einer technologisch anderen Welt als damals, mit potenziell neuen Metaphern. Andererseits verfügen wir auch über 50 Jahre mehr Erfahrung und Forschung auf dem Gebiet der Kommunikation.

Und wer könnte das besser beurteilen als Janet Beavin Bavelas selbst, die damals Mitautorin war und die Hypothesen in den vergangenen Jahrzehnten als Kommunikationsforscherin untersucht hat? Als wir sie fragten, was sich seit 1967 verändert habe, gab sie folgende Antwort: „Mein Ziel war es, forschende Psychologin zu werden. (...) Und das habe ich vier, fünf Jahrzehnte meines Lebens lang getan. Und das verändert die Dinge. Wenn nicht, müssten wir uns wirklich Sorgen machen. Wenn ich so lange Daten betrachte und genau das gefunden hätte, was wir in Pragmatics als Geschehen beschrieben haben, würde ich schummeln. (...) In fünfzig Jahren ist vieles passiert. (...) Manche [der Axiome] haben sich recht gut bewährt, andere nicht“ (Czerny & Dominik, 2018).

Kommunikation heute: fortlaufende Ko-Konstruktion statt Senden und Empfangen

Wie lässt sich Kommunikation zeitgemäß beschreiben? Bavelas und ihr Forschungsteam liefern die Antworten gleich selbst.

In den letzten Jahren haben sie mit der Mikroanalyse von Face-to-Face-Dialogen (Microanalysis of Face-to-face Dialogue) eine videobasierte Methode der Gesprächsforschung entwickelt, die zeigt, was in Gesprächen Moment für Moment tatsächlich geschieht. Und was sie entdeckten, ist viel schneller und viel stärker gemeinsam hervorgebracht, als wir es mit einer Sender-Empfänger-Vorstellung erwarten würden. Sie zeigen, dass sich Gesprächsbeteiligte alle paar Sekunden [gegenseitig] beeinflussen. Sie beeinflussen einander ständig und ko-konstruieren so gemeinsam das Gespräch (Bavelas et al., 2017).

Gesprächsbeteiligte beeinflussen einander zum Beispiel mit ihren Aussagen und Formulierungen, mit ihren Fragen, mit ihren redebegleitenden Gesten und mit ihren generischen und spezifischen Zuhörreaktionen. Und nicht erst, nachdem etwas gesagt wurde, sondern fortlaufend, während die Person spricht. So konnten sie beispielsweise zeigen, dass die Art, wie wir zuhören, stark beeinflusst, was das Gegenüber sagt (Bavelas & Gerwing, 2011).

Damit verwandeln sich Gespräche von etwas, das abwechselnd geschieht, in etwas, das wir fortlaufend gemeinsam tun.

Gemeinsam gestalten

Dieser Unterschied zwischen Kommunikation als abwechselndem Senden und Empfangen und Kommunikation als etwas, das wir Moment für Moment gemeinsam tun, erscheint auf den ersten Blick gering. Diese Sichtweise hat jedoch potenziell weltverändernde Folgen.

Während die traditionelle Sicht auf Kommunikation das Senden und/oder Empfangen in den Mittelpunkt stellt, wirft diese neue Sicht die Frage auf, wie wir gemeinsam interagieren. Stellen Sie sich vor, welchen Unterschied es machen würde, wenn allen bewusst wäre, dass sie als Gesprächsbeteiligte immer mitverantwortlich für das sind, was geschieht. Wenn allen bewusst wäre, dass sie Gespräche ebenso beeinflussen wie die anderen Beteiligten. Und das selbst dann, wenn sie „nur“ zuhören.

In dieser Sicht auf Kommunikation lässt sich das Ergebnis eines Gesprächs nicht mehr nur einer Person zuschreiben, sondern es wird immer gemeinsam hervorgebracht. Aussagen wie „Meine Mitarbeitenden reden nur über Probleme.“ oder „Er hat die ganze Zeit geredet.“ müssten sich wandeln in „Wie können wir nützlicher miteinander interagieren?“ Wir können unseren Gesprächsbeteiligten weder die Schuld für das inhaltlich Gesagte noch für den Gesprächsverlauf geben, sondern sind immer beteiligt.

Weiterbildung zum Thema

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— Englisch: www.sfontour.com/microanalysis

— Deutsch: www.sfontour.com/mikroanalyse

Complexe Systémique — eine Anmerkung zum Text

Drei Versehen des gedruckten Originals wurden belassen. Das Zitat „(Bavelas et al., 1967)“ im zweiten Absatz bezieht sich offenkundig auf Bavelas, Gerwing und Healing (2017), den einzigen passenden Eintrag im Literaturverzeichnis. Der als „(Czerny & Dominik, 2018)“ zitierte Podcast stammt von Elfie J. Czerny und Dominik Godat: Der Vorname des zweiten Autors ist an die Stelle seines Nachnamens getreten. Und der Satz über Gesprächsbeteiligte, die sich „alle paar Sekunden beeinflussen“, ist im Englischen ohne sein Objekt gedruckt, das wir in eckigen Klammern ergänzt haben.

Literatur

Bavelas, J., & Gerwing, J. (2011). The listener as addressee in face-to-face dialogue. The International Journal of Listening, 25, pp. 178–198.

Bavelas, J., Gerwing, J., & Healing, S. (2017). Doing mutual understanding. Calibrating with micro-sequences in face-to-face dialogue. Journal of Pragmatics, 121, pp. 91-112.

Czerny, E. J. & Dominik, D. (2018). Seeing Interaction: Interview with Janet Beavin Bavelas [Audio podcast]. Simply Focus Podcast. https://www.sfontour.com/project/sfp-10-seeing-interaction-interview-with-janet-beavin-bavelas/

Shannon, C. E., & Weaver, W. (1949). The mathematical theory of communication. University of Illinois Press.

Watzlawick, P., Beavin, J. H., & Jackson, D. D. (1967). Pragmatics of human communication: A study of interactional patterns, pathologies, and paradoxes. W.W. Norton & Company.

Watzlawick, P., Beavin, J. H., & Jackson, D. D. (1969). Menschliche kommunikation. Formen, störungenk, paradoxien. Hogrefe Verlag.

Anmerkung der Verfassenden

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Deutsch im Blog Leadership Network Lucerne der Hochschule Luzern veröffentlicht.

Herzlichen Dank an Heather Fiske für ihre Unterstützung bei der Redaktion der englischen Fassung des Textes.

Dominik Godat — E-Mail: news@sfontour.com

Elfie J. Czerny — E-Mail: news@sfontour.com

Inoffizielle deutsche Übersetzung des Originalartikels Communication Today: Were Watzlawick & Co. Wrong? von Dominik Godat und Elfie J. Czerny, erschienen im Journal of Solution Focused Practices, Bd. 5, Nr. 2 (2021), S. 71-73, doi: 10.59874/001c.75050, unter der Lizenz CC BY 4.0. Die Zeitschrift führt ihn als Nachdruck eines Textes, den dieselben Verfassenden zuerst auf Deutsch im Blog Leadership Network Lucerne veröffentlicht hatten. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der englische Originaltext wurde ins Deutsche übersetzt und für das Lesen im Netz neu gesetzt, was eine Bearbeitung des Werks im Sinne der Lizenz darstellt; die Zwischentitel stammen von den Verfassenden. Diese Übersetzung stammt weder von den Verfassenden noch vom Verlag, die weder für ihren Inhalt noch für etwaige Fehler verantwortlich sind. Maßgeblich ist die Originalfassung.

Inoffizielle deutsche Übersetzung des Originalartikels „Communication Today: Were Watzlawick & Co. Wrong?“, erschienen im Journal of Solution Focused Practices (2021) unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz, wie zu Beginn dieser Seite angegeben. Maßgeblich ist die Originalfassung.

Originalartikel lesen

Wie man diesen Artikel zitiert

Godat, D., & Czerny, E. J. (2021). Communication Today: Were Watzlawick & Co. Wrong?. Complexe Systémique. https://app.complexe-systemique.com/en_GB/articles/communication-today-were-watzlawick-and-co-wrong (Originalwerk 2021 im Blog Leadership Network Lucerne der Hochschule Luzern (auf Deutsch) erschienen, auf Englisch nachgedruckt im Journal of Solution Focused Practices, Bd. 5, Nr. 2 (2021), S. 71-73; 2021 erneut veröffentlicht vom Journal of Solution Focused Practices, https://journalsfp.org/article/75050)

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