Diese Fassung wurde von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus dem Englischen übersetzt. Im Zweifelsfall ist die Originalfassung maßgeblich.
Journal of Solution Focused Practices · Theoretischer Beitrag
Jedes Jahr um Matariki verschenkt Nick Drury an Familie, Freundeskreis und einige Menschen aus seiner Praxis eine Daruma-Puppe: Am Boden beschwert, richtet sie sich wieder auf, wenn man sie umstößt, und ihr fehlt ein Auge, das man aufmalt, wenn das Ziel erreicht ist. Aus diesem kleinen Zen-Gegenstand leitet der neuseeländische Psychologe eine These ab: Die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie hat sich auf die „bevorzugte Zukunft“ verengt und die Welt vergessen. Mit Wittgenstein, für den sich Probleme „wie Zucker im Wasser auflösen“, mit Spinoza, Bohr und Deleuze, mit Tom Andersen und Imelda McCarthy plädiert er für eine lösungsfokussierte Praxis, die den politischen Kontext der Klientel berücksichtigt. Zur Stützung dienen drei Fälle aus seiner eigenen Praxis, darunter eine magersüchtige Jugendliche, deren Problem sich auflöste, als die Waage dem Maßband wich, sowie das Māori-Modell des pōwhiri.
Inoffizielle deutsche Übersetzung von Daruma Dolls and Solution Focused Practice von Nick Drury, erschienen im Journal of Solution Focused Practices (2025), doi: 10.59874/001c.140675, unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der Originaltext wurde ins Deutsche übersetzt und für das Lesen online neu gesetzt, was eine Bearbeitung des Werks im Sinne der Lizenz darstellt; das Foto einer Daruma-Puppe wird beschrieben statt wiedergegeben. Mit „Complexe Systémique“ gekennzeichnete Kästen und Anmerkungen stammen von uns, nicht vom Autor. Diese Übersetzung stammt weder vom Autor noch vom Verlag, die weder für ihren Inhalt noch für etwaige Fehler verantwortlich sind. Maßgeblich ist die Originalfassung.
Schlüsselwörter: Daruma-Puppen, Zen, Neue(r) Materialismus/Materialismen, Probleme
In diesem Beitrag möchte ich ein sehr einfaches Modell einer Art und Weise vorstellen, Therapeut und zugleich Mensch zu sein, für das die Daruma-Puppen stehen. Davon ausgehend möchte ich die These untersuchen und verteidigen, dass die lösungsfokussierte Praxis, insbesondere die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie (SFBT), einen engen Fokus entwickelt hat, der mit dem Modell der Daruma-Puppen nicht vereinbar ist. Ein weiterer Fokus ist möglich, wenn man Teile der Philosophie Wittgensteins berücksichtigt, und er wird dennoch als lösungsfokussiert gelten. Ich biete Beispiele aus meinen eigenen Veröffentlichungen an, und wer diesen Text liest, kann zweifellos eigene beisteuern.
Einmal im Jahr, gegen Matariki (die Wintersonnenwende im Juni hier in Aotearoa/Neuseeland), beginne ich, nach kleinen Geschenken für Familie, Freundeskreis, Kollegium und einige ausgewählte Klientinnen und Klienten zu suchen. Dieses Jahr habe ich Daruma-Puppen verschickt. Daruma-Puppen stammen aus dem Japan des 18. Jahrhunderts und gehören zu jener Gattung von Stehaufmännchen, die am Boden beschwert sind, sodass sie sich wieder aufrichten, wenn man sie umstößt. Offensichtlich symbolisiert dies Resilienz oder Beharrlichkeit. Sie haben außerdem die Besonderheit, dass ihnen ein Auge fehlt; dieses soll man aufmalen, sobald man sein Ziel erreicht oder das Problem überwunden hat, das einen umgeworfen hat. Dann drucke ich die folgende Legende auf Seidenpapier (nachdem ich Herrn Google gefragt habe, wie man auf Seidenpapier druckt).
IN JEDES LEBEN KOMMT EIN WENIG ZEN — Daruma-Puppe als Briefbeschwerer
Die Daruma-Puppe ist Bodhidharma nachgebildet, dem Begründer der Zen-Tradition des Buddhismus, und ein Symbol für Beharrlichkeit oder Resilienz: Da sie am Boden beschwert ist, richtet sie sich wieder auf, wenn man sie umstößt. Ähnlich richtet man im Tai Chi oder Qigong die Aufmerksamkeit auf das Tantien (das bei Männern etwas unterhalb des Nabels liegt, bei Frauen tiefer); dort zentriert zu sein heißt ebenfalls, Resilienz zu besitzen. Deshalb gilt Bodhidharma als Vater vieler Kampfkünste.
[Beschriebenes Foto: eine runde rote Daruma-Puppe mit bemaltem Gesicht, schwarzen Augenbrauen und Schnurrbart und einem einzigen eingezeichneten Auge.] Eine Daruma-Puppe. Die Puppe hat ein leeres Auge, das für ein Problem steht. Ist es überwunden und ist man wieder auf Kurs, wird das andere Auge aufgemalt. Die Puppe soll im Japan des 18. Jahrhunderts entstanden sein.
Wenig ist über Bodhidharma, den „bärtigen Barbaren“, bekannt, außer dass man ihm zuschreibt, die Chan-Schule im 5. oder 6. Jahrhundert aus Nordindien nach China gebracht zu haben (die später über die koreanische Halbinsel weiterwanderte und zum Zen wurde, als sie um das 12. Jahrhundert Japan erreichte). Unter den Legenden über ihn dominiert die Praxis der Meditation, für die diese Schule am bekanntesten ist. Eine der wenigen Geschichten erzählt, wie Bodhidharma um 520 Kaiser Wu besuchte. Kaiser Wu hatte viele buddhistische Tempel errichtet, sie finanziell unterstützt und viele Menschen zu buddhistischen Mönchen und Nonnen ausbilden lassen. „Welches Verdienst liegt darin?“, fragte der Kaiser. Bodhidharma antwortete: „Überhaupt keines.“ Verblüfft und etwas befremdet fragte der Kaiser den Mönch, wer er sei, ihm so etwas zu sagen. Bodhidharma antwortete: „Ich weiß es nicht.“ Diese Geschichte spiegelt vielleicht die unmittelbare Erkenntnis wider, dass man keinen Geist (oder kein Selbst) hat, oder keinen Geist, den man erkennen oder erfassen kann (das Zen nennt dies den Geist des Nicht-Geistes); und als die Nachfolger Bodhidharmas (oder der weitgehend legendäre sechste und letzte Patriarch, Huineng) meinten, dies sei in China nun hinreichend bekannt, legten sie den Hörer auf. Das heißt, Chan ist die einzige Religion, die versucht hat, sich bewusst selbst überflüssig zu machen, indem sie Klöster schloss. Viele führen die Blüte der späten Tang- und der Song-Dynastie (eine Zeit immenser kultureller und künstlerischer Produktion) auf diese weite Verbreitung zurück.
Im Zen gibt es ein Sprichwort, wonach über Zen zu reden bedeutet, den Gestank des Zen an sich zu haben.
Ich drucke sie auf Seidenpapier, weil ich nicht will, dass sie Bestand hat; sonst hätte sie den „Gestank des Zen“. Dann wickle ich sie um die Puppe und verteile die Puppen.
Zen war für die Entwicklung der SFBT von zentraler Bedeutung, wobei das koreanische Erbe von Insoo Kim Berg eine herausragende Rolle spielte.1 Sie mochte das Sprichwort „Hinterlasse keine Fußspuren“, das, wie sie mir einmal sagte, aus dem Zen stamme. Tatsächlich traf der Chan-Buddhismus, als er im 5. Jahrhundert nach China kam, auf den Daoismus, und es entspann sich ein reicher Dialog. Dieses Sprichwort geht auf Aphorismus 17 des Tao te Ching zurück, der besagt, dass die besten Führenden oder Lehrenden kaum bekannt sind, und ähnelt Aphorismus 60, der sagt: „Ein großes Land regieren ist wie einen kleinen Fisch braten: Zu viel Herumstochern verdirbt ihn.“ Die meisten lösungsfokussiert arbeitenden Fachpersonen, die ich kenne, arbeiten lieber mit der bevorzugten Zukunft ihrer Klientel, die oft über die „Wunderfrage“ erfragt wird, und skalieren dann die Fortschritte von diesem Punkt an. Sie zögern, eigene Ideen anzubieten, denn das würde eine Fußspur hinterlassen. Gern berufen sie sich auf Steve de Shazer, der sagte, „Politik ist etwas, das man im Privatleben betreibt, nicht in der Rolle als Therapeut“ (E. George, 2019).
Unsere ‚Geschwister‘ in der sozialkonstruktionistischen Bewegung, der sich die SFBT in gewisser Weise verbunden fühlt (Chang & Nylund, 2013; Chang & Phillips, 1993), sind jedoch anderer Meinung.2 Imelda McCarthy (1995) greift einen bekannten feministischen Slogan auf, wenn sie schreibt: „Das Persönliche ist in der klinischen Arbeit mit Menschen, die in der Gesellschaft an den Rand gedrängt sind, immer politisch“ (S. 163). Wenn man den sozialen Kontext der Dilemmata einer Person bewusst ignoriert, „privatisiert“ man, wie McCarthy (1995) sagt, „Dilemmata“ und lenkt „den Fokus von den größeren gesellschaftlichen Kontexten ab, die für jedes systemische Verständnis der Entstehung von Problemen wichtig sind“ (S. 162). Dennoch behaupten manche SFBT-Fachpersonen, wir müssten nicht wissen, was das Problem verursacht hat, ja nicht einmal, was das Problem ist. Angehenden lösungsfokussierten Fachkräften sagen sie: „Vertrau dem Prozess“ (Iveson, 2021). Auch wenn sie sich von Zeit zu Zeit bei der Klientel vergewissern, dass der „Prozess“ für sie Sinn ergibt (E. George, 2022), ist der „Prozess“ selbst kaum das Ergebnis eines „interaktionellen“ Prozesses, wie de Shazer ihn vor vielen Jahren andeutete (1985).
De Shazer schrieb über das „Interaktionelle“ genau zu der Zeit, als die Kybernetik zweiter Ordnung (oder Kybernetik der Kybernetik) Eingang in den Sozialkonstruktionismus fand (Umpleby, 2016). Damals bewegte sich das Feld von einer gottgleichen Position außerhalb des Universums hin zur Position einer teilnehmenden Beobachtung innerhalb des Universums, was die meisten sozialkonstruktionistisch arbeitenden Therapierenden vor allem über Ansätze wie den des „Nicht-Wissens“ von Anderson und Goolishian (1992) lernten, bei dem idealerweise sogar der Prozess oder die Methode der Therapie aus dem Gespräch hervorging. Das ist recht einfach, wenn man das einnimmt, was Goethe eine „zarte Empirie“ nannte: Sie verlangt, eins zu werden mit der Person, die Hilfe sucht (oder mit der Familie), und sich von ihr bewegen zu lassen (Drury, 2006). John Shotter (2005) nannte dies „withness-knowledge“, ein Wissen von innen (im Gegensatz zum „aboutness knowledge“, einem Wissen über etwas).
Der norwegische Psychiater Tom Andersen (2012) wurde berühmt dafür, dass er das beobachtende Team der sozialkonstruktionistischen Therapie hinter dem Einwegspiegel hervor in den Raum holte, wo es gemeinsam mit der Familie reflektierte; er war fest entschlossen, jede Hierarchie abzuschaffen. Alle diese Stimmen bringen eine bewusste Hinwendung zur Auflösung der Expertenposition der therapeutischen Fachperson zum Ausdruck, sodass sie keine Macht über die Klientel hat. Wer mit dem Enaktivismus vertraut ist, weiß, dass wir die Sprache (und wir unterscheiden dabei nicht zwischen verbal und nonverbal) oft als Sinnesorgan gebrauchen: Wir ertasten, wie die Dinge in der Welt unseres Gegenübers beschaffen sind (Drury & Tudor, 2024). Das tun wir, indem wir im Dialog mit unserer Klientel auf unsere Gefühle achten und nicht nur auf unsere Kognitionen. Andersen hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der narrativen Therapie durch White und Epston (1989/1990), teilte aber zugleich eine Kritik mit Karl Tomm (1993) und sagte, sie seien verschieden, insofern er (Andersen) mehr Gewicht auf gelebte Erfahrung als auf Geschichten lege.
Er war nicht der Einzige, der gewisse Vorbehalte gegenüber der narrativen Therapie hatte. Wie Imelda McCarthy einmal über die narrative Therapie sagte: „Ich liebe die ganze Stoßrichtung dieser Arbeitsweise, aber eines der Dinge, die ich beobachte, ist, dass Studierende, wenn sie zu externalisieren beginnen, sich unter Umständen nur auf die größeren gesellschaftlichen Diskurse konzentrieren und manche Feinheiten auf der eher lokalen Ebene übersehen“ (2001, S. 178). Auch Steve de Shazer kritisierte die narrative Therapie, weil sie insofern sehr traditionell erscheine, als sie Probleme verdingliche; und ihre Lösungen ähnelten den Anonymen Alkoholikern, insofern sie ‚Soldaten‘ für (offenbar lebenslange) Schlachten rekrutiere (Chang & Phillips, 1993). Als Antwort auf diese Kritik entwickelte Johnella Bird (2000) das, was sie „relationales Externalisieren“ nennt. Es ist differenzierter als das von White und Epston, insofern es die Klientel auffordert, die Beziehung zu untersuchen, die sie zum Problem hat, statt sich dem Problem nur entgegenzustellen oder es zu besiegen. Sie sieht im Gebrauch von „besiegen“ einen männlichen Diskurs, der ziemlich einschränkend ist. Mit Birds relationalem Externalisieren ist es möglich, dass Probleme wirklich dekonstruiert werden, statt, wie de Shazer über die narrative Therapie sagt, einer „Destrukion“ zu unterliegen, einer „Zerstörung einer Konstruktion von außen“ (Chang & Phillips, 1993, S. 116). Wie wir sehen werden, kommt dies Wittgensteins Verständnis von „Dekonstruktion“ näher (auch wenn er dieses Wort nie benutzte).
1 Die SFBT ist nicht die Einzige, die vom Zen beeinflusst wurde. Der großartige Jay Haley wurde in den 1950er-Jahren von Gregory Bateson mit dem bedeutendsten Popularisierer des Zen, Alan Watts, bekannt gemacht und nutzte das Zen, um die Techniken Milton Ericksons zu verstehen, woraus die Familientherapie hervorging (Richeport-Haley & Carlson, 2010). 2 Tatsächlich steht die SFBT, wie sie heute praktiziert wird, personzentrierten Ansätzen näher, die auf Carl Rogers zurückgehen (Fitzgerald & Leudar, 2010). In personzentrierten Ansätzen wird hervorgehoben, dass „die Expertise bei der Klientel liegt“; nur die Logik der Person und ihr Weltbild stehen im Zentrum der Praxis. Wie Bøe et al. (2024) beklagen und deutlich machen, gerät in diesem Ansatz die Welt „aus dem Blick“ (S. 537).
Wie ich bereits in dieser Zeitschrift dargelegt habe (Drury, 2022), wurde dieses Dilemma, nicht außerhalb des Universums stehen oder eine gottgleiche Position einnehmen zu können, auch von anderen Wissenschaften und Philosophien bedacht. Baruch Spinoza (im 17. Jahrhundert) war in der Frühaufklärung vielleicht der Erste, der über Immanenz philosophierte: Das Universum hat keinen transzendenten Bereich, sondern besteht aus einer einzigen Substanz, die immanent (im Gegensatz zu transzendent) ist.3 Wie man sich vorstellen kann, war dies damals eine ketzerische Idee, denn sie besagte, dass es keinen Gott und keinen Himmel gibt; und er forderte die Theologie heraus, eine andere Grundlage für die Ethik zu finden. Im Wien des Fin de Siècle (um die Wende zum 20. Jahrhundert), wo Wittgenstein aufwuchs, diskutierte man über Spinoza und über das Werk Arthur Schopenhauers (19. Jahrhundert), der Europa mit dem Buddhismus bekannt gemacht hatte (der natürlich keinen transzendenten Gott kennt) (Janik, 1973). Man diskutierte die von Goethe entwickelte „zarte Empirie“, der uns als „teilnehmende Beobachtende“ verstand, die sich mit der Welt entwickelt haben, sodass unser Verstehen intuitiv war. Neben den Kaffeehäusern versammelte das Palais der Wittgensteins (sein Vater war unermesslich reich) die Crème der Wiener Gesellschaft, wo diese Ideen erörtert wurden. Das Musikgenie Gustav Mahler war häufig zu Gast und unterhielt die Anwesenden nicht nur mit seiner Musik, sondern auch mit seiner Kenntnis Schopenhauers und Nietzsches (bekannt für „Gott ist tot“). Das Wien des Fin de Siècle brachte vieles „verblüffend Neue“ hervor, das sich „weit über die Grenzen des kaiserlichen Österreich und sogar Europas hinaus verbreitete“ (Kann, 1981, S. 169).
Von Wittgenstein stammt die Vorstellung, dass „die Probleme im eigentlichen Sinne aufgelöst werden – wie ein Stück Zucker im Wasser“ (2005, S. 183). Er beschrieb, wie man Probleme auflöst:
„Die Lösung des Problems, das du im Leben siehst, ist eine Art zu leben, die das Problemhafte zum Verschwinden bringt. Daß das Leben problematisch ist, heißt, daß dein Leben nicht in die Form des Lebens paßt. Du mußt dann dein Leben verändern, und paßt es in die Form, dann verschwindet das Problematische“ (1980, S. 27).
Dies, so meine These, ist Wittgensteins Version des Dekonstruktivismus.
Das ist ein weiterer Fokus als der derzeit populäre Fokus der SFBT auf die Entwicklung der bevorzugten Zukunft. Diese Analogie des sich im Wasser auflösenden Zuckers geht auf Wittgensteins apophatische Theologie zurück, ein Erbe des Wiener Fin de Siècle (Fronda, 2010; Mitralexis, 2015). Die apophatische Theologie wurde mit der Bildhauerei verglichen: Sie nimmt weg, um eine „spirituelle“ Dimension freizulegen. Dies war eine verbreitete Antwort auf die Herausforderung, die Spinoza an den Klerus gerichtet hatte. Diese Stelle bei Wittgenstein (1922/1961) bringt es vielleicht auf den Punkt: „Die Lösung des Problems des Lebens merkt man am Verschwinden dieses Problems. (Ist nicht dies der Grund, warum Menschen, denen der Sinn des Lebens nach langen Zweifeln klar wurde, warum diese dann nicht sagen konnten, worin dieser Sinn bestand?)“ (6.521)
Eine noch einfachere Darstellung der Apophasis liefert meines Erachtens Forrest Carter in seinem Buch The Education of Little Tree, in dem das Wort ‚Verstehen‘ als Substantiv gebraucht wird. In Carters Darstellung heißt es von den Cherokee, wenn sie dies erreichen, sie seien erleuchtet, ähnlich wie in manchen buddhistischen und hinduistischen Schilderungen des Einswerdens mit dem All.4 Wie der wittgensteinianische Philosoph Peter Hacker (2009) deutlich macht, ist Verstehen etwas anderes als Wissen, und wenn wir verstehen, tun wir es Wittgenstein (1953/2009) gleich und sagen: „Jetzt kann ich fortsetzen!“ (§151). Und wenn das gelingt, kann man der Daruma-Puppe das andere Auge aufmalen.
Auch die Quantenphysik rang das ganze 20. Jahrhundert hindurch mit dem Problem, nicht außerhalb des Universums stehen zu können. Niels Bohr lieferte minutiös detaillierte Beschreibungen seiner Methode: Wenn er seine Versuchsanordnung auf eine bestimmte Weise aufbaute, zeigte sich das Licht als Welle; war die Anordnung anders aufgebaut, war das Licht Teilchen. Es war nicht möglich, das Licht gleichzeitig als Teilchen und als Welle zu beobachten. Barad (2007), die ihre Ideen aus der Quantenphysik Bohrs und der Philosophie von Deleuze entwickelte, argumentierte, Deleuze habe recht, wenn er sage, wir müssten jede Illusion überwinden, unabhängige Wesen zu sein. Wir sind ein Teil der Welt, nicht von ihr abgetrennt.5 Wenn Bohr also seine Anordnung auf eine bestimmte Weise aufbaut, erzeugt er tatsächlich die Wirklichkeit (z. B. Wellen), die er erhält; die Wirklichkeit existiert nicht jenseits seiner Anordnung. Heisenberg und die meisten anderen in der Physik seiner Zeit deuteten jedoch jede Unschärfe so, dass die Wirklichkeit knapp außer Reichweite liege; sie steckten noch in der ‚linguistischen Wende‘ fest. Aufgrund von Bohrs Deutung der Quantenphysik legt Barad nahe, dass sich das Universum am besten verstehen lässt, indem man ihm auf halbem Weg entgegenkommt, denn was immer wir tun, wir erschaffen es.
3 Es gibt frühere Philosophen wie Demokrit und Epikur, die einen immanenten Standpunkt vertraten. 4 Das Buch hat eine recht umstrittene Geschichte: Oprah Winfrey nahm es von ihrer Liste empfohlener Titel, nachdem bekannt geworden war, dass Carter dem Ku-Klux-Klan angehört und als Redenschreiber für George Wallace gearbeitet hatte. 5 Das ist Bodhidharmas ‚Geist des Nicht-Geistes‘.
Wilhelm Reich und Alexander Lowen waren Schlüsselfiguren in der Entwicklung der Körperpsychotherapie (Coffman, 2023).6 Vereinfacht gesagt, schlugen sie vor, die Muskulatur des Körpers in lange Muskeln für die Bewegung und kurze Muskeln für die Haltung zu unterteilen. Aufgrund von Traumata und Stress benutzen wir jedoch inzwischen einige unserer langen Muskeln für die Haltung, mit der Folge, dass manche kurzen Muskeln verkümmern. Reich, ein Schüler Freuds, prägte den Begriff „Charakterpanzer“ (Coffman, 2023, S. 14), um zu beschreiben, dass manche langen Muskeln dauerhaft angespannt sind, und Lowen entwickelte die Bioenergetik als Methode, emotionale Spannungen zu analysieren und zu lösen. Da für Lowen der „Bauch“ oder das untere Becken das Zentrum des Instinkts ist, gewinnen wir, wenn wir dort „geerdet“ sind, ein Gefühl von Stabilität und Präsenz zurück (Lowen, 2005). Das ähnelt sehr dem chinesischen Begriff des Tantien: dem Schwerpunkt des Körpers und Reservoir der Lebensenergie (Qi), das die Grundlage der Kampfkünste bildet. Bodhidharma ist eng mit dem Shaolin-Tempel verbunden, in dem die Kampfkünste entwickelt wurden. Jemanden zu heilen und nicht nur zu kurieren, heißt also, ihn zur Ganzheit zurückzuführen.7
6 Interessante Tatsache: Reichs Bücher wurden von der US-Arzneimittelbehörde FDA verbrannt! 7 Das ist die These des Buches Cure or Heal? des Psychiaters Eric Graham Howe, „des Druiden der Harley Street“.
1. 1992 half mir Michael Durrant, einen Aufsatz über die fast zehn Jahre zurückliegende Behandlung einer Jugendlichen zu verfassen, bei der ihr Arzt Anorexia nervosa diagnostiziert hatte (Drury, 1992b). Diese junge Frau wollte Model werden und war sehr stolz auf ihr Diäthalten. Mit „einer Mischung aus Humor, Ungläubigkeit und Sachlichkeit“ (S. 29) sagte ich ihr, das Gewicht sei für ein Model relativ unwichtig; was „in diesem Geschäft wirklich zählte, war die Figur“. Sie hatte keine Ahnung, wie ihre Figur war oder was eine ideale Figur sei; das wurde zu ihrer Hausaufgabe und zum Schwerpunkt der folgenden Sitzungen. Ein Psychiater „half“, indem er ihr mit Klinikeinweisung und Verhaltensmodifikation drohte und ihr sagte, sie werde Weihnachten nicht mehr erleben, was in solchen Fällen nicht so ungewöhnlich ist.8 Später räumte sie jedoch ein, dass sie ihn zwar abweisen konnte, ihre Anstrengungen, eine ideale Figur zu erreichen, aber verstärkte. Einige Monate später war ihre Figur fülliger geworden, sehr zu ihrem Stolz, und es war Zeit, dass sich unsere Wege trennten. Sie zog ins Ausland zu ihrer Mutter. Sieben Jahre später rief sie mich an, um mir zu sagen, dass sie inzwischen verheiratet sei, als Model erfolgreich arbeite und gerade auf der Ausklappseite des Playboy erschienen sei. Der Wechsel von der Waage zum Maßband löste das Problem auf, und die Veränderung wurde dann vom schwarzen Mann (als Psychiater verkleidet) befeuert.
2. Ebenfalls 1992 stellte ich auf der neuseeländischen Nationalen Konferenz zu Essstörungen den Fall einer jungen Frau vor, die ich etwa neun Jahre zuvor auf der Intensivstation des örtlichen Krankenhauses kennengelernt hatte (Drury, 1992a). „Eve“ sagte, sie habe sich bei mir sofort wohlgefühlt, weil ich über Philosophie und Geschichte sprach – anders als bei ihren früheren Begegnungen mit Fachleuten der Psychologie und dem Personal der Kliniken, in die ihre Eltern sie gebracht hatten. Da „Eve“ von der ‚Anorexie‘ in der dritten Person sprach, dachten wir, wir könnten einen traditionellen narrativen Ansatz wählen, womit „Eve“ einverstanden war. Er war allerdings insofern untraditionell, als sich das Personal in zwei Teams aufteilte: ein ‚Pro-Leben-Team‘ unter der Leitung des ärztlichen und pflegerischen Personals und ein ‚Anti-Anorexie-Team‘ geleitet von mir und der Person, mit der ich die Therapie gemeinsam führte. Das ‚Pro-Leben-Team‘ war für die körperliche Überwachung zuständig, während sie auf der Intensivstation lag und später, als sie auf die psychiatrische Station verlegt wurde. Es führte keinerlei moralische Diskussionen mit ihr oder mit uns. Es durfte jedoch die Akte lesen. Seine Aufgabe war es, sich so schnell wie möglich, aber sicher, selbst überflüssig zu machen. Wir im ‚Anti-Anorexie-Team‘ schrieben ihr nach unseren Gesprächen häufig Briefe. Als sie ein paar Jahre später heiratete, erlitt sie einen kurzen Rückschlag, aber zu einer aktiven Feministin wurde sie trotz unseres damaligen narrativ-therapeutischen Diskurses kaum.
Erst vor Kurzem begann ich, dies als lösungsfokussiert zu sehen, als ich mich mit Deleuze beschäftigte (Deleuze & Guattari, 1991/1994). Eine der zentralen Ideen seiner Philosophie ist, dass Begriffe erfundene Vorrichtungen sind, um das im Denken Undarstellbare darzustellen (Gane, 2009). Begriffe haben eine Pädagogik, insofern sie nicht feststehen, sondern beweglich und vergänglich sind. Sie verleihen dem Fluss der Welt eine gewisse Stabilität, können der Komplexität der Welt aber nie gerecht werden. „Jeder Begriff verweist auf ein Problem, auf Probleme, ohne die er keinen Sinn hätte“ (Deleuze & Guattari, 1991/1994, S. 16). Sie sind relational, insofern sie sich mit anderen Begriffen verbinden. Wenn sie ihren Zweck erfüllt haben, können wir „den Hörer auflegen“. So können viele Menschen, die wegen Alkohol- und Drogenproblemen behandelt werden, „Abstinenz“ akzeptieren, wenn sie nur für eine festgelegte Zeit gilt (Sanders, 2014). Aus der Perspektive des verkörperten Geistes „packen wir fest zu und lassen leicht los“. Und so löste sich das ‚Pro-Leben-Team‘ auf, als es nicht mehr gebraucht wurde. Und „Eve“ sagte über den Feminismus: „Ich glaube nicht, dass das mein Ding ist, aber meine Unterstützung haben sie auf jeden Fall“ (Drury, 1992a, S. 22).
3. Ich war als kaumātua hinengaro (neuseeländischer Māori-Psychologe) in einer Māori-Einheit für psychische Gesundheit tätig, die einem allgemeinen Krankenhaus angegliedert war. Dort wurde mir klar, dass Paraire Huatas Therapiemodell pōwhiri poutama nie formal in einer wissenschaftlichen Publikation beschrieben worden war, und ich machte mich daran, dies nachzuholen (Drury, 2007). Der Grundgedanke ist, dass die Arbeit des Anthropologen Victor Turner (im Anschluss an Arnold van Gennep) über den rituellen Prozess als Modell für den Veränderungsprozess in der Psychotherapie dienen könnte. Das heißt, Therapie ließe sich als ritueller Prozess betrachten, in dem Menschen von einer sozialen Position in eine andere übergehen. Das bekannteste Ritual im Māoritanga (der Māori-Kultur) ist das pōwhiri, das meist als Willkommenszeremonie auf einem marae (Versammlungsplatz) vollzogen wird. Das pōwhiri ist der Prozess, in dem eine Person von einer Außenstehenden zu einem Mitglied der Gruppe wird. Die poutama sind die Stufen dieses Rituals und werden häufig als Treppe auf den geflochtenen Paneelen im whare (Haus) dargestellt. Die meisten Menschen in Neuseeland und viele, die das Land besuchen, haben irgendwann an einem pōwhiri teilgenommen. Da wir eine Reihe von Menschen beschäftigten, die wenig formale Bildung hatten, aber im ländlichen Neuseeland mit Māori als Erstsprache aufgewachsen waren, erschien es mir sinnvoll, dass dies der Psychotherapie das Geheimnisvolle nehmen könnte, indem es ihnen ermöglichte, sie als einen Prozess zu sehen, mit dem sie bereits bestens vertraut waren. In manchen Fällen ermöglichte es einem Teil dieser Mitarbeitenden, bessere Ergebnisse zu erzielen als das universitär ausgebildete Personal, das Māori als Zweitsprache gelernt und nicht ein ganzes Leben voller pōwhiri erlebt hatte. Daher sehe ich darin eine lösungsfokussierte Auflösung eines betrieblichen Dilemmas.
8 Besonders wenn man im öffentlichen Gesundheitswesen arbeitet, wo manche in der Psychiatrie meinen, sie könnten in jeden Fall eingreifen.
Viele derjenigen, die dafür eintreten, dass sich lösungsfokussiert arbeitende Fachkräfte darauf beschränken sollten, sich ausschließlich auf die ‚bevorzugte Zukunft‘ der Klientel zu konzentrieren, arbeiten nicht in staatlichen oder öffentlich getragenen Gesundheits- oder Sozialdiensten. Die meisten, die von der Universität kommen, treten in solche Dienste ein, was im Bereich der psychischen Gesundheit bedeutet, dass man gegenüber der Ärzteschaft bestenfalls die zweite Geige spielt. Außerdem gibt es in der psychiatrischen Versorgung Pflegefachkräfte, deren Laufbahn sie dazu geführt hat, die Richtlinien der Organisation zu verfassen; und je nach Leitung wird man erwartungsgemäß diese Richtlinien befolgen, die meist eine ausgeprägte Ausrichtung am ‚medizinischen Modell‘ haben. Nimmt man die kleinliche Politik der Berufsverbände und Zulassungsbehörden hinzu – über Letztere sagte der kritische Psychologe Ian Parker einmal, sie liefen Gefahr, zu „einer Maschine zu werden, die genau die Art ungesunder Praxis verkörpert, gegen die sie sich angeblich wendet“ (Haney, 2012, Umschlag) –, dann hat man das Umfeld, in dem zahlreiche Fachkräfte zumindest beginnen. Und diejenigen unter uns mit einer familiären sozialistischen Tradition bleiben (sofern man sie nicht hinausdrängt).
Nicht nur das: Praxen und Einrichtungen befinden sich in einer neoliberalen Welt mit ihrer Identitätspolitik oben an der Klippe, die uns den Großteil der Klientel zutreibt (Wrenn, 2014). In Gesprächen mit mir behaupten manche lösungsfokussiert arbeitende Fachpersonen, unter Chancengleichheit (die sie nicht als Mythos erkennen) sei jeder Mensch für seine eigenen Erfolge und Misserfolge verantwortlich. Geschichte spiele keine Rolle. Im Neoliberalismus aber wird Identität am finanziellen Erfolg gemessen; und wer keinen hat, wird als „Verlierer“, „Wohnwagen-Pack“ usw. abgestempelt (D. George, 2006). Anders als die „Gewinner“, die eine kollektive Identität etwa im Country Club finden, finden die „Verlierer“ ihre kollektive Identität in nichtökonomischen Gruppen. Offenbar gilt: Je größer die Kluft zwischen den „Habenden“ und den „Habenichtsen“, desto größer die Zugehörigkeit oder Loyalität zu diesen nichtökonomischen Gruppen (Wilkinson & Pickett, 2009). Wie Wrenn (2014) jedoch folgert, dient die zunehmende Entfremdung solcher Gruppen der neoliberalen Agenda, denn der Neoliberalismus beruht auf der Idee, dass es, um Margaret Thatcher zu paraphrasieren, „so etwas wie Gesellschaft nicht gibt, nur einzelne Männer und Frauen“. Wir brauchen ein neues Verständnis unserer kollektiven Identität, wenn wir über unsere neoliberalen Identitäten hinausgelangen wollen. Mich reizt der Gedanke, dass dieses in der Sichtweise von Deleuze oder im Neuen Materialismus liegen könnte (Albertini et al., 2025; Deleuze & Guattari, 1972/1984). Wie dem auch sei, ich halte es für die Aufgabe lösungsfokussiert arbeitender Fachkräfte, den politischen Kontext ihrer Klientel im Blick zu behalten und sich nicht an den Körpern zu ergötzen, die über die Klippe gestoßen werden und fallen.
Die Daruma-Puppen bieten uns ein einfaches Modell für eine Art zu sein. Eine Lieferung, die ich bestellt hatte, hatte sehr flache Böden und richtete sich nicht wieder auf, wenn man sie umstieß. Manche Therapierende sehen zwar danach aus, aber … Dieser Beitrag hat, mit einigen unterschiedlichen Beispielen, ein Argument dafür vorgelegt, dass politische Anliegen einen Platz in der lösungsfokussierten Praxis haben.
Complexe Systémique: Das Wichtigste
Drury greift die Kontroverse auf, die Iveson mit Keine Fußspuren hinterlassen eröffnet hat, aber vom anderen Ende her: nicht „Brauchen wir eine Theorie?“, sondern „Wo ist die Welt geblieben?“. Seine Antwort ist systemisch im alten Sinn: Andersen, McCarthy, Kybernetik zweiter Ordnung und eine Wittgenstein-Lektüre, in der das Problem nicht gelöst wird, sondern sich auflöst, wenn sich die Lebensform ändert. Die drei Fälle sind als Umdeutungen des Kontexts zu lesen, nicht der Kognition: Aus der Waage wird ein Maßband, das Team teilt sich in zwei Mandate, die Therapie wird zu einem Willkommensritual. Zu lesen zusammen mit seiner Kostprobe Wittgenstein und dem Interview mit Allan Wade, der dieselbe Aufmerksamkeit für den sozialen Kontext vertritt.
Literatur
Albertini, F. M., Christiansen, J. C. V., Loh, C., & Nijabat, N. (2025). New materialism(s) and systemic psychotherapy: Does it matter? (Part 2). Journal of Family Therapy, 47(1), 12480. https://doi.org/10.1111/1467-6427.12480
Andersen, T. (2012). Words – universes travelling by. In T. Malinen, S. J. Cooper, & F. N. Thomas (Eds.), Masters of narrative and collaborative therapies: The voices of Andersen, Anderson, and White (pp. 17–59). Routledge.
Anderson, H., & Goolishian, H. (1992). The client is the expert: A not-knowing approach to therapy. In S. McNamee & K. J. Gergen (Eds.), Therapy as social construction (pp. 25–39). Sage Publications.
Barad, K. (2007). Meeting the universe halfway: Quantum physics and the entanglement of matter and meaning. Duke University Press. https://doi.org/10.2307/j.ctv12101zq
Bird, J. (2000). The heart’s narrative. Edge Press.
Bøe, T. D., Bertelsen, B., Sundet, R., Hillesund, O. K., & Lidbom, P. A. (2024). Return to reality: What does the world ask of us? Theory & Psychology, 34(4), 531–550. https://doi.org/10.1177/09593543241245071
Chang, J., & Nylund, D. (2013). Narrative and solution-focused therapies: A twenty-year retrospective. Journal of Systemic Therapies, 32(2), 72–88. https://doi.org/10.1521/jsyt.2013.32.2.72
Chang, J., & Phillips, M. (1993). Michael White and Steve de Shazer: New directions in family therapy. In S. G. Gilligan & R. Price (Eds.), Therapeutic conversations (pp. 95–135). W. W. Norton & Co.
Coffman, R. (2023). Brief history of bioenergetic analysis. Bioenergetic Analysis, 32(1), 11–18. https://doi.org/10.30820/0743-4804-2023-33-11
Deleuze, G., & Guattari, F. (1984). Anti-Oedipus: Capitalism and Schizophrenia (R. Hurley, M. Swan, & H. Lane, Trans.). University of Minnesota Press. (Original work published 1972)
Deleuze, G., & Guattari, F. (1994). What is philosophy? (H. Tomlinson & G. Burchill, Trans.). Columbia University Press. (Original work published 1991)
Drury, N. (1992a). Anorexia tattoo [Paper]. National Eating Disorders Meeting 1992, Wellington New Zealand. https://www.researchgate.net/publication/305401964_Anorexia_Tattoo
Drury, N. (1992b). From anorexia to model: Taking seriously a young woman’s own goal. Family Therapy Case Studies, 7(1), 29–31.
Drury, N. (2006). The delicate scientist practitioner. Australian and New Zealand Journal of Family Therapy, 27(4), 177–186. https://doi.org/10.1002/j.1467-8438.2006.tb00720.x
Drury, N. (2007). A pōwhiri Poutama approach to therapy. New Zealand Journal of Counselling, 27(1), 9–20. https://doi.org/10.24135/nzjc.v27i1.68
Drury, N. (2022). No theory solution practices is a way of life: Further steps to an ecology of mind. Journal of Solution Focused Practices, 6(2), Article 10. https://doi.org/10.59874/001c.75022
Drury, N., & Tudor, K. (2024). Radical enactivism: A guide for the perplexed. Journal of Theoretical and Philosophical Psychology, 44(1), 1–16. https://doi.org/10.1037/teo0000225
Fitzgerald, P., & Leudar, I. (2010). On active listening in person-centred, solution-focused psychotherapy. Journal of Pragmatics, 42(12), 3188–3198. https://doi.org/10.1016/j.pragma.2010.07.007
Fronda, E. S. B. (2010). Wittgenstein’s (misunderstood) religious thought. Brill. https://doi.org/10.1163/ej.9789004186095.i-242
Gane, N. (2009). Concepts and the ‘new’ empiricism. European Journal of Social Theory, 12(1), 83–97. https://doi.org/10.1177/1368431008099645
George, D. (2006). Social class and social identity. Review of Social Economy, 64(4), 429–445. https://doi.org/10.1080/00346760601024401
George, E. (2019, September 17). Taking a position in horrible times? Brief. https://www.brief.org.uk/blog/taking-a-position-in-horrible-times.html
George, E. (2022, September 21). Falling in love #2. Brief. https://www.brief.org.uk/blog/falling-in-love-2.html
Hacker, P. M. S. (2009). Philosophy: A contribution not to human knowledge but to human understanding. Royal Institute of Philosophy Supplement, 65, 129–153. https://doi.org/10.1017/s1358246109990087
Haney, J. (2012). Regulation in action: The health professions council fitness to practice hearing of Dr Malcolm Cross – Analysis, history, and comment. Karnac.
Iveson, C. (2021, November 7). Even dogs do it! Brief. https://www.brief.org.uk/blog/even-dogs-do-it!.html
Janik, A. (1973). Wittgenstein’s Vienna revisited. Transaction Publishers.
Kann, R. A. (1981). Carl Schorske’s Fin-de-Siècle Vienna [Review of Fin-de-Siècle Vienna: Politics and Culture, by C. E. Schorske]. Central European History, 14(2), 169–180. https://doi.org/10.1017/S0008938900019622
Lowen, A. (2005). The voice of the body: Selected public lectures 1962-1982. Bioenergetics Press.
McCarthy, I. C. (1995). Women, poverty and systemic therapies. In I. C. McCarthy (Ed.), Irish Family Studies: Selected papers (pp. 159–180). Family Studies Centre.
McCarthy, I. C. (2001). The Fifth Province Approach – a realm of imagination and hopefulness. In D. Denborough (Ed.), Family therapy: the field’s past, present and possible futures (pp. 173–180). Dulwich Centre Publications.
Mitralexis, S. (2015). Ludwig Wittgenstein between analytic philosophy and apophaticism. Cambridge Scholars Pub.
Richeport-Haley, M., & Carlson, J. (Eds.). (2010). Jay Haley Revisited. Routledge. https://doi.org/10.4324/9780203873014
Sanders, C. J. (2014). Narrative poetics of resistance: Towards an aesthetics of engagement [Doctoral Thesis, Tilburg University].
Shotter, J. (2005). Understanding process from within: An argument for ‘withness’ thinking. Organizational Studies, 27(4), 585–604. https://doi.org/10.1177/0170840606062105
Tomm, K. (1993). The courage to protest: A commentary on Michael White’s work. In S. G. Gilligan & R. E. Price (Eds.), Therapeutic conversations (pp. 62–80). Norton.
Umpleby, S. A. (2016). Second order cybernetics as a fundamental revolution in science. Constructivist Foundations, 11(3), 455–465. http://constructivist.info/11/3/455
White, M., & Epston, D. (1990). Narrative means to therapeutic ends. Norton. (Original work published 1989)
Wilkinson, R. K., & Pickett, K. E. (2009). Income inequality and social dysfunction. Annual Review of Sociology, 35, 493–511. https://doi.org/10.1146/annurev-soc-070308-115926
Wittgenstein, L. (1961). Tractatus logico-philosophicus (D. F. Pears & B. F. McGuinness, Trans.). Routledge. (Original work published 1922)
Wittgenstein, L. (1980). Culture and value (G. H. von Wright & H. Nyman, Eds.; P. Winch, Trans.). University of Chicago Press.
Wittgenstein, L. (2005). The big typescript: TS 213. Wiley-Blackwell. https://doi.org/10.1002/9780470752906
Wittgenstein, L. (2009). Philosophical Investigations (P. M. S. Hacker & J. Schulte, Eds.; G. E. M. Anscombe, P. M. S. Hacker, & J. Schulte, Trans.; 4th ed.). Wiley-Blackwell. (Original work published 1953)
Wrenn, M. (2014). Identity, identity politics, and neoliberalism. Panoeconomicus, 61(4), 503–515. https://doi.org/10.2298/PAN1404503W
Kontakt
Nick Drury holds two Masters degrees in Psychology and a Diploma of Clinical Psychology in New Zealand. He has been practicing as a therapist for more than 35 years: nickdrury@knonews.org
Inoffizielle deutsche Übersetzung des Originalartikels Daruma Dolls and Solution Focused Practice von Nick Drury, erschienen im Journal of Solution Focused Practices, Bd. 9, Nr. 1 (2025), S. 20-32, doi: 10.59874/001c.140675, unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der Originaltext wurde ins Deutsche übersetzt und für das Lesen online neu gesetzt, was eine Bearbeitung des Werks im Sinne der Lizenz darstellt; das Foto wird beschrieben statt wiedergegeben. Diese Übersetzung stammt weder vom Autor noch vom Verlag, die weder für ihren Inhalt noch für etwaige Fehler verantwortlich sind. Maßgeblich ist die Originalfassung.
Inoffizielle deutsche Übersetzung des Artikels „Daruma Dolls and Solution Focused Practice“, erschienen im Journal of Solution Focused Practices (2025) unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der Text wurde ins Deutsche übersetzt und seine Darstellung für das Lesen online angepasst, wie zu Beginn dieser Seite angegeben. Maßgeblich ist die Originalfassung.
Originalartikel lesenWie dieser Artikel zitiert wird
Drury, N. (2025). Daruma Dolls and Solution Focused Practice. Complexe Systémique. https://app.complexe-systemique.com/en_GB/articles/daruma-dolls-and-solution-focused-practice (Originalarbeit erschienen 2025 in Journal of Solution Focused Practices, Bd. 9, Nr. 1 (2025), S. 20-32; 2025 wiederveröffentlicht von Journal of Solution Focused Practices, https://journalsfp.org/article/140675)
Weiterführend