Diese Fassung wurde von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus dem Englischen übersetzt. Im Zweifelsfall ist die Originalfassung maßgeblich.
Journal of Solution Focused Practices · Empirische Forschung
In England und Wales trifft die endgültige Entscheidung über eine Zwangseinweisung das Approved Mental Health Professional (AMHP), meist eine Fachkraft der Sozialen Arbeit. Das Gesetz verlangt, die Person „in geeigneter Weise“ zu befragen, und der Code of Practice empfiehlt, Zeit allein mit ihr zu verbringen, ohne zu sagen, wie. Sechzehn AMHPs aus drei Kommunalbehörden wurden in lösungsfokussierter Praxis geschult und vorher wie nachher interviewt. Was sie berichten: eine Frage nach den besten Hoffnungen, die zeigt, dass man zuhört, Informationen, die „ganz natürlich“ zutage kommen, ohne nach dem Risiko zu fragen, Berichte, die sich „viel menschlicher anfühlen“, weil sie die Person wörtlich zitieren, und eine wiedergefundene Rolle: „Es bringt die Hoffnung zurück, selbst wenn sich jemand hoffnungslos fühlt.“
Inoffizielle deutsche Übersetzung von Putting the Hope Back In: Making the Case for Solution Focused Practice in AMHP Interventions von Nick Perry, Kelly Alexander und Jill Hemmington, erschienen im Journal of Solution Focused Practices (2026), doi: 10.59874/001c.161768, unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der Originaltext wurde ins Deutsche übersetzt und für die Online-Lektüre neu gesetzt, wobei die Äußerungen der Teilnehmenden als hervorgehobene Zitate und die Auszüge aus dem Informationsblatt für Teilnehmende in Kästen erscheinen, was eine Bearbeitung des Werks im Sinne der Lizenz darstellt. Die mit „Complexe Systémique“ überschriebenen Kästen stammen von uns, nicht von den Verfassenden. Diese Übersetzung stammt weder von den Verfassenden noch vom Verlag, die weder für ihren Inhalt noch für etwaige Fehler verantwortlich sind. Maßgeblich ist die Originalfassung.
Zusammenfassung
Dieser Artikel erläutert Aufbau, Verlauf und Ergebnisse eines Fortbildungsprojekts, das zugelassene Approved Mental Health Professionals (AMHPs) mit den Grundannahmen und Kerntechniken der lösungsfokussierten Praxis (Solution Focused Practice, SFP) vertraut machen sollte, damit sie das Gelernte auf ihre Rolle als AMHP anzuwenden beginnen. Vor und nach der Fortbildung und der anschließend angebotenen Supervision wurden halbstrukturierte Interviews geführt. Mithilfe einer thematischen Analyse wurden Themen aus den Interviewdaten herausgearbeitet. Zu den zentralen Ergebnissen der Studie gehören die Notwendigkeit einer stärkeren Professionalisierung der AMHP-Rolle, verankert in bestimmten Kompetenzen und Kenntnissen; die Bedeutung einer zielgerichteten Kommunikation durch AMHPs; der Wert der lösungsfokussierten Praxis in der Zeit, die sie allein mit der begutachteten Person verbringen, um deren Stimme in der Begutachtung Vorrang zu geben; und die Auswirkungen auf die Praxis im weiteren Sinne, etwa auf die Arbeitszufriedenheit der AMHPs.
Schlüsselwörter: AMHP, lösungsfokussierte Praxis, Mental Health Act, Kompetenzen.
Aber mir gefällt dieser [Ansatz] einfach, weil er die Hoffnung zurückbringt, selbst wenn sich jemand hoffnungslos fühlt …
Ein teilnehmendes AMHP, als Motto des Artikels zitiert
Mit den Ende 2025 verabschiedeten Änderungen des Mental Health Act für England und Wales (MHA 2025) und der über die nächsten zehn Jahre geplanten Umsetzung stehen Approved Mental Health Professionals vor vielen Veränderungen, auch wenn ihre zentrale Pflicht nach Section 13 dieselbe bleibt. Während dieser Artikel eingereicht wird, entsteht ein neuer Code of Practice, und es ist zu hoffen, dass die Ergebnisse des hier vorgestellten Fortbildungsprojekts zur Evidenzbasis für neue gesetzliche Leitlinien zur Befragung „in geeigneter Weise“ beitragen (s13(2), MHA 1983 in der weiter geänderten Fassung).
Künftig könnte es auch Änderungen an den bisherigen Regulations (2008) geben, die die Kompetenz von AMHPs seit fast 20 Jahren strukturieren. Wir reichen diesen Beitrag zur Veröffentlichung ein, um die Forderungen zu unterstützen, AMHPs neben juristischem Fachwissen auch in kommunikativen Praktiken auszubilden.
Als Nachfolge des Approved Social Worker wurde die Rolle des Approved Mental Health Professional in England und Wales durch die Änderungen des Mental Health Act 1983 im Jahr 2007 eingeführt. Das Gesetz von 1983 hatte seinerseits den Mental Health Act 1959 abgelöst und bildet die Rechtsgrundlage dafür, Menschen zur Begutachtung und anschließenden Behandlung zwangsweise in ein Krankenhaus aufzunehmen. Es legt den Rahmen für Entscheidungen sowohl in zivilrechtlichen (Teil II) als auch in forensischen Situationen (Teil III) fest. Zur AMHP-Ausbildung zugelassen sind Fachkräfte der Sozialen Arbeit, der Ergotherapie, der psychiatrischen Pflege oder der Pflege von Menschen mit Lernbehinderung sowie der Psychologie, wobei 93% der AMHPs nach wie vor aus der Sozialen Arbeit kommen (Skills for Care, 2025).
Obwohl sie (im Sinne des Human Rights Act 1998) als öffentliche Stellen gelten und für ihre Entscheidungen eigenständig haften, üben diese Fachkräfte die Rolle im Auftrag der Kommunalbehörden aus (s13, MHA); sie werden von diesen Kommunalbehörden bestellt und können auch bei anderen Trägern (etwa den Mental Health Trusts) fest angestellt sein. Der Code of Practice zum Mental Health Act (2015) gibt vor, wie AMHPs ihre Arbeit ausführen sollen: Zentrale Elemente sind, eine soziale Perspektive einzubringen und eine ganzheitliche Begutachtung der Person mit psychischem Unterstützungsbedarf vorzunehmen, um das am wenigsten einschränkende und zugleich sichere Ergebnis zu gewährleisten (DH, 2015).
Von AMHPs wird erwartet, dass sie unabhängig von den eigens zugelassenen ärztlichen Fachkräften (s12, MHA) handeln, die ärztliche Empfehlungen für eine Unterbringung im Krankenhaus abgeben können, über die das AMHP die endgültige Entscheidung trifft (DH, 2015, 14.52; s13(5) MHA 1983 in der weiter geänderten Fassung). Im Rahmen seiner Aufgabe, die Verfahren nach dem Mental Health Act zu koordinieren und die relevanten Sichtweisen einzuholen (auch die der Person selbst, ihres Nearest Relative – künftig Nominated Person – und anderer wichtiger Menschen im Netzwerk), muss das AMHP die Person auch „in geeigneter Weise“ befragen (s13(2); COP, 14.49). Gerade beim Einholen dieser Bandbreite relevanter Sichtweisen, insbesondere der Sicht der begutachteten Person, ergibt sich die Gelegenheit, therapeutische Gesprächskompetenzen einzusetzen.
Die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie (SFBT) ist aus „kürzeren“ Ansätzen der systemischen Familientherapie hervorgegangen (Weakland et al., 1974), und die zentralen Ideen und Fragen, die dieser Gesprächsweise ihre Struktur gegeben haben, wurden Mitte der 1980er-Jahre von Steve de Shazer, Insoo Kim Berg und ihrem Team am Brief Family Therapy Centre in Milwaukee (USA) entwickelt (de Shazer et al., 1986).
Im Laufe der Jahre hat die SFBT den Therapieraum verlassen und wird von Fachkräften aller Hintergründe und Berufsbilder genutzt (nicht nur im Gesundheitswesen, sondern auch in Wirtschaft, Management und Coaching) – daher der terminologische Wechsel zu lösungsfokussierter Praxis (Solution Focused Practice, SFP) (Perry & Goldie-McSorley, 2024).
Die Grundannahmen und Kerntechniken des Ansatzes, die in den letzten 40 Jahren in verschiedenen Teilen der Welt verfeinert wurden, umfassen wohl die meisten der folgenden (de Shazer et al., 1986; George et al., 2012; Watzlawick et al., 1974):
Diese Aufgaben lassen sich als Rückgrat eines lösungsfokussierten Gesprächs verstehen, und einige von ihnen weisen offensichtliche Ähnlichkeiten mit anderen therapeutischen Verfahren auf, etwa die Skalen mit der KVT oder die Visualisierung mit dem NLP, doch es gibt auch Eigenständiges (Jerome et al., 2023).
Wer so arbeitet, muss sich nicht starr an eine Reihenfolge von Fragen halten, und lösungsfokussierte Techniken lassen sich ebenso gut ungeplant einsetzen (Shennan, 2025) oder in bestimmten gesetzlich geregelten Situationen anwenden (Turnell & Edwards, 1999) – und genau so eignet sich der Ansatz für die Rolle des Approved Mental Health Professional.
Zwar verlangen der Mental Health Act 1983 (in der weiter geänderten Fassung) und sein Code of Practice von 2015, dass AMHPs „in geeigneter Weise“ befragen (s13(2)), und ermutigen sie, Zeit allein mit den nach dem Gesetz begutachteten Personen zu verbringen (COP, 14.54; COP for Wales, 14.45, DH, 2015), doch gibt es (noch) keine detaillierte Anleitung dazu, wie dies geschehen soll. Infolgedessen hat die postgraduale Ausbildung, obwohl klar ist, dass kompetente kommunikative Praktiken für die AMHP-Rolle entscheidend sind, eine weitgehend juristische Perspektive beibehalten und AMHPs weder vermittelt, wie sie die Zeit allein mit der Person am besten nutzen, noch wie ihre Praxis die Leitprinzipien des Code verkörpern kann. In diesem Raum ließen sich lösungsfokussierte Arbeitsweisen einführen.
Der personzentrierte und stärkenorientierte Charakter der SFP hilft dabei, „neue“ Informationen von der Person zu gewinnen statt der problemfokussierten Informationen aus der Zuweisung und den am medizinischen Modell orientierten Unterlagen. Diese Informationen sind entscheidend, um die Hoffnungen der Person für ihre Genesung und ihre Pläne für die gewünschte Zukunft zu verstehen, und sie helfen den Begutachtenden, zu ausgewogeneren Einschätzungen des Risikos zu gelangen und zu erkennen, welcher Weg der angemessenste und am wenigsten einschränkende sein könnte (Watson & Perry, 2022). In dieser Hinsicht versteht sich der Ansatz auch als Verbündeter antirassistischer Praxis (Lee, 2003; Perry, 2025; Simon, 2026).
Das Fortbildungsprojekt, das von einer Einrichtung des NHS finanziert wurde, konnte eine erfahrene lösungsfokussierte Lehrperson ins Projektteam holen, die die Teilnehmenden gemeinsam mit einer Person schulte, die sowohl als AMHP als auch als Lehrperson für lösungsfokussierte Praxis qualifiziert war. Die Fortbildung fand vollständig online statt und vermittelte die Grundannahmen und Kernkompetenzen (wie im oben genannten „Rückgrat“ beschrieben), sodass die Teilnehmenden beginnen konnten, bei der Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben lösungsfokussierte Gespräche zu führen.
Das Projekt hatte eine Steuerungsgruppe, der die für psychische Gesundheit zuständige Leitung der Sozialen Arbeit (im Department of Health & Social Care), Vertretungen des Geldgebers, die Lehrenden und das Forschungsteam angehörten und die die Planung und Zeitplanung der Arbeit unterstützte.
Ein Forschungsantrag wurde eingereicht, und die Universität erteilte das Ethikvotum. Das Informationsblatt für Teilnehmende erläuterte den Zweck der Studie:
Informationsblatt für Teilnehmende
Diese Studie wird untersuchen, ob und zu welchem Zweck [die vom Code unter 14.54 empfohlene Zeit allein mit der Person] in der Praxis stattfindet. Ausgehend von einer früheren Pilotstudie wird sie prüfen, ob dies ein Ort für SFP ist, und betrachten, wie AMHPs ihre Gesprächskompetenzen gegebenenfalls über ihre gesetzlich vorgeschriebene Befragung erweitern könnten.
Derzeit gibt es kaum Belege dafür, wie AMHPs ihre berufliche Arbeit angehen, und diese Studie wird zur entstehenden Evidenz- und Wissensbasis beitragen. Insgesamt wird diese Studie an der kontinuierlichen beruflichen Weiterentwicklung der AMHPs und ihrer eigenständigen Professionalität bei Zulassung und erneuter Zulassung ansetzen und diese weiterentwickeln.
Die 16 Teilnehmenden, allesamt zugelassene und praktizierende AMHPs (aus drei Kommunalbehörden), erhielten folgende Erläuterung zu ihrer Einladung, sich am Projekt zu beteiligen:
Informationsblatt für Teilnehmende
Sie wurden zur Teilnahme eingeladen, weil Sie als zugelassenes AMHP praktizieren, und wir möchten verstehen, wie oder ob AMHPs sinnvolle Zeit allein mit den Menschen verbringen können, die Dienste nutzen, und darüber hinaus, wie oder ob SFP diese Arbeit unterstützen kann.
Die Fortbildung war für die Teilnehmenden kostenlos, und sie wurden für die Teilnahme von der Arbeit freigestellt. Die Teilnehmenden wurden von den AMHP Leads ihrer jeweiligen Kommunalbehörde ausgewählt, und die Fortbildung dürfte die in den AMHP Regulations vorgeschriebenen 18 Stunden jährlicher Fortbildung abgedeckt haben. Das Informationsdokument für Teilnehmende erläuterte den Ablauf des Projekts. Vor insgesamt 24 Stunden Fortbildung, verteilt auf fünf Sitzungen in aufeinanderfolgenden Wochen, führten die beiden benannten Forschenden (Lehrende der Sozialen Arbeit an der Hochschule mit AMHP-Qualifikation) halbstrukturierte Interviews mit den Teilnehmenden. Die Lehrenden der Fortbildung waren an diesen Interviews nicht beteiligt; die als AMHP und in SFP qualifizierte Lehrperson wirkte jedoch an der Diskussion der Ergebnisse und an der Abfassung dieses Beitrags mit.
Die Fortbildung selbst war erfahrungsorientiert, mit nur wenigen Hausaufgaben. Die Einführung in die lösungsfokussierte Praxis wurde durch Videoausschnitte aus realer Arbeit ergänzt, und die Teilnehmenden konnten lösungsfokussierte Fragen in Kleingruppen und im Plenum üben.
Anonymisierte schriftliche Arbeiten von AMHPs, die lösungsfokussierte Praxis veranschaulichten, wurden geteilt und besprochen. Die Teilnehmenden wurden ermutigt, die Fragen außerhalb der Fortbildung zu üben und darüber zu berichten, und dies wurde zum Inhalt der nach der Fortbildung angebotenen Supervisionssitzungen.
Nach Abschluss der Fortbildung wurde drei Monate lang einmal im Monat Online-Supervision angeboten, und nach Abschluss der Supervision führten die Hochschullehrenden mit AMHP-Qualifikation ein zweites halbstrukturiertes Interview mit den Teilnehmenden.
Zur Herausarbeitung von Themen und Ergebnissen wurde die thematische Analyse (Braun & Clarke, 2024) eingesetzt. Die thematische Analyse dient dazu, Bedeutungsmuster in einem qualitativen Datensatz zu kategorisieren, zu prüfen und zu entschlüsseln (Braun & Clarke, 2024), und eignet sich zur Erkundung von Erfahrung, Wahrnehmung und sozialer Interaktion. Zur Analyse der Daten dieser Studie setzten sich die Hochschullehrenden der Sozialen Arbeit und die SFP-Lehrperson mit AMHP-Qualifikation zunächst mit den Interviewtranskripten auseinander, um erste Codes zu identifizieren, und suchten dann nach Beziehungen zwischen diesen Codes, um Themen zu bilden und zu benennen (Braun & Clarke, 2024). Die Datenanalyse wurde durch einen Triangulationsprozess gestärkt, bei dem die drei Mitverfassenden dieselben Transkripte durchsahen und ihre Codierungen verglichen. Die reflexive Diskussion führte zur Herausbildung der zentralen Themen und sicherte die Stringenz, indem die Konsistenz der Codierung und die Verankerung der Themen in den Daten klar nachgewiesen wurden (Braun and Clarke). Die identifizierten Themen werden im Folgenden unter Zwischenüberschriften aufgeführt:
Die Teilnehmenden dachten über die Notwendigkeit nach, die AMHP-Rolle zu professionalisieren, damit sie eine eigene Evidenzbasis, eigenes Wissen und eigene Kompetenzen erhält. Die Debatte über die Notwendigkeit einer Professionalisierung der AMHP-Rolle wird seit den Änderungen des Mental Health Act 1983 im Jahr 2007 geführt, als Pflege, Ergotherapie und Psychologie neben der Sozialen Arbeit in die Liste der Disziplinen aufgenommen wurden, die zur AMHP-Ausbildung zugelassen sind (Fish, 2022). Fish (2022) hebt hervor, dass eine zentrale Verantwortung von AMHPs darin besteht, die begutachtete Person im Mittelpunkt des Begutachtungsprozesses zu halten und dafür zu sorgen, dass ihre Lebensumstände gemäß 14.52 des MHA Code of Practice (2015) aus einer sozialen Perspektive berücksichtigt werden. Fish (2022) kommt jedoch zu dem Schluss, dass bislang wenig Einigkeit darüber besteht, welche Kompetenzen und Kenntnisse AMHPs zur Erfüllung dieser Aufgabe benötigen. Dies deckt sich mit den Beobachtungen der AMHPs in dieser Studie:
Wir haben nie darüber gesprochen … was man eigentlich tut … Wir können uns tatsächlich professionalisieren … Theorie prägt die Praxis, oder nicht? … Sonst denken wir uns einfach alles aus!
Ein teilnehmendes AMHP
Das Verständnis der Rolle als Beruf (und nicht bloß als Qualifikation) wurde in der Forschung weiter untersucht: 80% einer Stichprobe von 247 AMHPs begriffen die Rolle anders als ihre Herkunftsdisziplin und nannten Kompetenzen, Wissen, Status und Macht als Faktoren, die ihre Wahrnehmung der AMHP-Rolle prägen (Hemmington et al., 2021). AMHPs berichten, dass sie um berufliche Legitimität ringen, da sie an der Seite medizinischer Fachkräfte arbeiten (Fish, 2022). Die Teilnehmenden dieser Studie waren sich einig, dass andere Disziplinen für ihre Rollen ein höheres Maß an Professionalisierung erreicht haben:
[Verwandte Berufe] haben sich wirklich professionalisiert … Während [wir uns schwertun], weil wir immer versucht haben, uns auf die Seite der Klientinnen und Klienten zu stellen … [wir] können professioneller sein … [anfangen,] etwas Schriftliches [zu haben].
Ein teilnehmendes AMHP
Obwohl fortgeschrittene Kompetenzen als wesentlich für eine wirksame AMHP-Praxis gelten (Morriss, 2016), ist das Fehlen einer Evidenzbasis für AMHP-Kompetenzen ein bedeutendes Forschungsthema in diesem Feld (Hemmington, 2024). Hemmington (2024) stellte fest, dass eine zentrale Priorität für AMHPs darin besteht, die Kommunikation zu verbessern, um die beziehungsorientierte Praxis zu stärken. Auch die Teilnehmenden dieser Studie reflektierten über die Kompetenzbasis von AMHPs:
… Es bringt uns zum Nachdenken … wie man es neu macht … etwas, woran wir unsere Kompetenzen festmachen können.
Ein teilnehmendes AMHP
Geplante und zielgerichtete Kommunikationsansätze einzusetzen ist eine zentrale AMHP-Kompetenz (Hemmington, 2024). Ein Bereich, in dem die Teilnehmenden der Umfrage von Hemmington et al. Verbesserungsbedarf in der AMHP-Ausbildung sahen (2021, S. 45), ist, „wie das AMHP die Person in die Begutachtung einbeziehen kann, vielleicht mit etwas Modellierung, wie das aussehen könnte“. Diese Studie trägt zur Evidenzbasis der AMHP-Praxis im Hinblick auf Kommunikation und beziehungsorientierte Ansätze bei, denn die Teilnehmenden beschrieben, wie die Einführung lösungsfokussierter Kompetenzen ihre Fähigkeit verbesserte, Menschen in Verfahren nach dem Mental Health Act einzubeziehen:
Die Praxis hat sich über die Jahre verändert … wir haben die menschliche Seite verloren … [die Fortbildung] hat den Versuch zurückgebracht, wirklich zu verstehen, was die Menschen wollen … auf eine bevorzugte Zukunft für sie zu schauen … das verändert die Dynamik.
Ein teilnehmendes AMHP
Stevens et al. (2019) untersuchen, was Fachkräfte der psychischen Gesundheitsversorgung dazu motiviert, AMHP zu werden, und umgekehrt, was sie davon abhalten könnte. Sie identifizieren eine Reihe intrinsischer und extrinsischer Faktoren, die zu der Entscheidung beitragen. In Übereinstimmung mit dieser Studie sorgten sich ihre Teilnehmenden um den Beziehungsaufbau und um eine mögliche negative intrinsische Wirkung auf die therapeutischen Beziehungen zu den Menschen, die Dienste nutzen. Daneben gab es eine positive extrinsische Wirkung im Zusammenhang mit beruflicher Anerkennung und Karriereentwicklung (Stevens et al., 2019), beides Faktoren, die die Arbeitszufriedenheit erhöhen und Burnout verringern (Evans et al., 2005; Garvey, 2025). Auch die Teilnehmenden dieser Studie sind neugierig, wie die Einführung eines lösungsfokussierten Ansatzes in ihre AMHP-Praxis ihr Erleben der Rolle verändern und die Arbeitszufriedenheit steigern könnte:
Ich steckte in meiner Arbeit ein bisschen in einem Trott fest und vermisste … diese besseren Beziehungen zu Menschen … auch wenn ich die Leute immer noch nur ein- oder zweimal sehe … gibt es mehr Verbindung … das hat … meiner Arbeitszufriedenheit gutgetan.
Ein teilnehmendes AMHP
Die AMHP-Rolle ist komplex und vielschichtig und verlangt, während einer Begutachtung nach dem Mental Health Act ganz unterschiedliche Positionen einzunehmen. Leah (2020) identifizierte acht Rollen (Quasi-Richter, Detektiv, Rechtsdurchsetzer, Hüter sozialer Gerechtigkeit, Fürsprecher, Erzieher, Vermittler und Therapeut), um die Breite der AMHP-Praxis zu konzeptualisieren. Die begutachtete Person erlebt sich jedoch nicht immer als beteiligt. Blakley (2023) stellt fest, dass begutachtete Personen das begutachtende Team als „Dreier-Sperrfeuer“ erleben, was die Möglichkeiten verringert, dass die Stimme der betroffenen Person gehört wird.
Abschnitt 14.54 des Mental Health Act Code of Practice (DH, 2015, S. 122) besagt: „Patientinnen und Patienten sollte in der Regel die Gelegenheit gegeben werden, allein mit dem AMHP zu sprechen.“ Im halbstrukturierten Interview vor der Fortbildung sprachen die Teilnehmenden über ihre derzeitige Praxis, die Person vor der Begutachtung allein zu sehen. Eine teilnehmende Person hielt es für eine Frage der „professionellen Neugier … diese Fragen zu stellen“, die Person allein zu sehen, und äußerte ihre „Sorge, dass unsere AMHPs zu beschäftigt sind und die Fragen nicht stellen werden“, und fuhr fort: „Es wird zu einem Verfahren, statt um den Menschen zu gehen, und mir gefällt nicht, in welche Richtung das geht.“
Eine andere meinte, die Person allein zu sehen ermögliche eine unabhängige Sicht auf ihre Situation: „Ich glaube, es ist für uns von Vorteil, weil wir diese Person für uns allein sehen … Wir sitzen nicht mit dem ärztlichen Personal zusammen, das versucht, die Situation zu beeinflussen.“ Doch obwohl belegt ist, dass begutachtete Personen sich gehört fühlen möchten (Akther et al., 2019; Blakley, 2023; Johansson & Lundman, 2002), berichteten die Teilnehmenden, dass sie nicht routinemäßig versuchten, die Person allein zu sehen, und gaben oft an, dass dies eher dann geschah, wenn es keinen vorherigen Kontakt mit der Person gab, oder dass Risikobedenken dagegen sprachen.
Nach der Fortbildung sprachen die Teilnehmenden erneut darüber, sich vor der Begutachtung Zeit für ein Gespräch allein mit der Person zu nehmen. Eine teilnehmende Person berichtete, sie habe sich stärker auf die begutachtete Person einlassen können und durch die Frage nach ihren besten Hoffnungen mehr über ihre Bedürfnisse und Wünsche erfahren und verstanden, wie sie sich bei früheren Begutachtungen gefühlt hatte:
Ich konnte … von ihr erfahren, was sie sich von den Diensten wünschte, was sie vorher nie geäußert hatte … Sie war frustriert, dass ihr niemand zuhörte.
Ein teilnehmendes AMHP
Dies stützt sowohl Hemmington et al. (2021, S. 48) als auch Blakley (2023), die jeweils nahelegen, dass AMHPs „den begutachteten Personen erlauben sollten, ihre Geschichte zu erzählen, ohne ihnen vorgegebene Fragen aufzuzwingen“, und dass negative Begutachtungserfahrungen und das Gefühl von Zwang gemildert werden können, wenn sich die begutachtete Person gehört fühlt.
Die Konzentration darauf, die Person allein zu sehen, brachte eine teilnehmende Person auch zu der Überlegung, dass der lösungsfokussierte Ansatz es ihr ermöglicht habe, wieder an ihre beruflichen Wurzeln in der Sozialen Arbeit anzuknüpfen, was die Beziehung zur Person und eine Begutachtung aus stärkenorientierter, am sozialen Modell ausgerichteter Perspektive betrifft:
Mir gefällt … dass wir zu der Art zurückkehren, wie wir als AMHPs gearbeitet haben, als ich meine Zulassung bekam.
Ein teilnehmendes AMHP
Diese Studie zeigt: Wenn AMHPs einen Ansatz an die Hand bekommen, der sie befähigt, gemäß CoP 14.54 mit begutachteten Personen in Kontakt zu treten, wird die Person besser in ihre eigene Begutachtung einbezogen, mit der Folge, dass sie sich gehört fühlt (Akther et al., 2019; Johansson & Lundman, 2002).
Die Befunde sind hier unter folgenden Überschriften gegliedert:
Bislang hat sich nur wenig AMHP-Forschung mit der Rolle von AMHPs in der Kommunikation mit den nach dem Mental Health Act begutachteten Personen befasst (Hemmington, 2024). Leah (2020) hebt die vielfältigen Rollen hervor, die AMHPs einnehmen, und nennt darunter die therapeutische Rolle; dabei wird nahegelegt, dass AMHPs therapeutische Kompetenzen nutzen, um sowohl Fürsorge zu zeigen als auch die emotionale Wirkung während der Begutachtungen zu bewältigen. Watson & Perry (2022) untersuchen den Nutzen eines lösungsfokussierten Ansatzes für Begutachtungen und kommen zu dem Schluss, dass er zu einer stärker personzentrierten und stärkenorientierten Art beiträgt, die begutachtete Person einzubeziehen. Indem sie die Rolle der Kommunikation bei der Wahrnehmung der AMHP-Aufgaben und die Wirkung eines lösungsfokussierten Ansatzes auf die Beteiligung in der Begutachtung untersucht, stützt diese Studie die Aussage von Watson & Perry (2022), wie eine teilnehmende Person kommentiert:
Was sind deine besten Hoffnungen an dieses Gespräch … [zeigt,] dass du zuhörst.
Ein teilnehmendes AMHP
Eine andere teilnehmende Person überlegte dagegen:
Mit einem anderen Ansatz … habe ich ziemlich viele verschiedene Dinge über sie erfahren … ohne sie nach ihrem Risiko fragen zu müssen … Es kam ganz natürlich heraus.
Ein teilnehmendes AMHP
Dieser letzte Kommentar legt nahe, dass der lösungsfokussierte Ansatz in der Begutachtung es dem AMHP ermöglichte, authentischer mit der Person in Kontakt zu kommen und Informationen zu gewinnen, ohne dass die Person sich verhört fühlte – was die Überlegung von Hemmington et al. (2021) zum Aufzwingen von Fragen weiter stützt. Das ist bedeutsam im Hinblick auf das, was die Teilnehmenden vor der Fortbildung berichteten: Sie wiesen auf die anhaltend medizinische Ausrichtung der Begutachtungen hin, was dem Befund von Brammer (2020) entspricht, dass Begutachtungen nach dem Mental Health Act auf die Symptomatik fokussiert bleiben, auf Kosten der Berücksichtigung persönlicher Lebensumstände. Die Teilnehmenden hatten den Eindruck, dass ein lösungsfokussierter Ansatz es ihnen ermöglichte, ihre spezifische Rolle im Begutachtungsprozess zu behaupten:
Es geht darum, sich für die Person einzusetzen … ihre Sichtweise einzuholen und in den Begutachtungsprozess einzubringen … all diese reichhaltigen Informationen, die bei den sozialen Perspektiven helfen können.
Ein teilnehmendes AMHP
Ebenfalls im Einklang mit der Arbeit von Watson & Perry (2022) reflektierten die an dieser Studie teilnehmenden AMHPs über die Veränderung ihrer Praxis nach Abschluss der lösungsfokussierten Fortbildung, insbesondere über den Wechsel von einem defizit- zu einem stärkenorientierten Ansatz:
Es war eine andere Haltung … Ich glaube nicht, dass ich damit angefangen hätte. Ich hätte geschaut, was schiefgelaufen ist … wäre eher den Weg über die Defizite gegangen … Und man merkt an den Interaktionen mit den Menschen, dass das die Beziehung tatsächlich wachsen lässt.
Ein teilnehmendes AMHP
Mit Rückbezug auf die Nutzung der „Zeit allein“ nach 14.54 überlegten die Teilnehmenden, welche Bedeutung sie für ihre Pflicht nach Section 13 hat:
Hier sagt mir das gemeindepsychiatrische Team das eine. Die Familie sagt mir etwas anderes. Der einzige Weg, es herauszufinden, ist … die Person allein zu sehen.
Ein teilnehmendes AMHP
Eine weitere teilnehmende Person brachte die Veränderungen in ihrem Ansatz ebenfalls mit ihrer Verantwortung nach s13(2) MHA 1983 (2007 & 2025) in Verbindung, nämlich mit der Frage, was es heißt, „in geeigneter Weise“ zu befragen:
Wenn wir nicht die richtigen Fragen stellen … geben wir ihnen dann die bestmögliche Chance? Und war das in geeigneter Weise?
Ein teilnehmendes AMHP
Neuere Forschung zu Bedeutung und Reichweite von Section 13 des Mental Health Act hat AMHPs im Besonderen und psychiatrische Dienste im Allgemeinen herausgefordert, neu zu überdenken, wie AMHPs bei der Anwendung des Gesetzes von der Zuweisung zur Entscheidung gelangen. Simpson, Lewis & Mitchell (2024, S. 8) sprechen von der Notwendigkeit, den Prozess zu verlangsamen; AMHPs sollten mehr Handlungsspielraum erhalten, um jede Zuweisung für sich zu prüfen und zu entscheiden, ob eine ärztliche Untersuchung angemessen ist, um sich von einer Haltung des „Hauptsache erledigt“ zu lösen. Die Befunde dieser Studie legen nahe, dass AMHPs lösungsfokussierte Praxis nutzen können, um die begutachtete Person wieder in den Mittelpunkt des Prozesses zu stellen und Informationen zu sammeln, die es erlauben, Alternativen zu einer Unterbringung nach dem Gesetz in Betracht zu ziehen.
Lösungsfokussierte Techniken ermöglichten es einigen AMHPs, sich im Gespräch neu als Fürsprache für die Person zu positionieren. Die Teilnehmenden reflektierten über den Nutzen für den Aufbau von Rapport, Beziehung und Verbundenheit.
Man baut einen Rapport auf … Ich glaube, die Menschen haben das Gefühl, dass ihnen viel mehr zugehört wird und dass sie gehört werden … Mir war diese Praxis verloren gegangen … und das ist für mich eine wirklich große Sache.
Ein teilnehmendes AMHP
Hemmington (2024) benennt den Bedarf an Ansätzen, die AMHPs befähigen, sich an die Seite der begutachteten Person zu stellen, und diese Studie liefert Belege dafür, dass es den Teilnehmenden geholfen hat, dies zu erreichen, wenn sie die empfohlene Zeit allein nutzten, um lösungsfokussierte Fragen zu stellen und die Rolle des AMHP zu erklären:
Ganz eindeutig an der Seite [der Person] … wenn jemand sehr ängstlich ist, nicht reden will, und man vorher sagt: Das passiert gerade – dann nimmt man sich tatsächlich die Zeit, sich zu dieser Person zu setzen.
Ein teilnehmendes AMHP
Leah (2020) nennt die Fürsprache („advocate“) als einen Aspekt der AMHP-Rolle. Diese Befunde stützen diese Möglichkeit und knüpfen zugleich an Blakleys (2023) Überlegung an, wer die begutachtete Person im Begutachtungsverfahren nach dem Mental Health Act wirklich vertritt. Blakley (2023) gibt zu bedenken, dass zwar die Rolle des Nearest Relative als Schutzmechanismus besteht, es aber das AMHP ist, dem die zentrale Aufgabe zukommt, dafür zu sorgen, dass die Stimme der Person gehört wird, und das die Macht hat sicherzustellen, dass die Person dabei unterstützt wird, ihre Sichtweise zu äußern.
Über die mündlichen Gesprächskompetenzen hinaus, die AMHPs für ihre Rolle benötigen, unterstreichen die Ergebnisse dieser Studie die Bedeutung eines stärkenorientierten Ansatzes in der schriftlichen Kommunikation von Berichten. Eine teilnehmende Person bemerkt:
Es hat dazu geführt, dass ich darauf achte, dass sich meine Berichte viel menschlicher anfühlen.
Ein teilnehmendes AMHP
Der Einsatz lösungsfokussierter Ansätze reichte eindeutig über die Interaktion mit der begutachteten Person hinaus und stärkte das Selbstvertrauen der Teilnehmenden, die Rolle der Fürsprache (Leah, 2020) zu übernehmen; eine teilnehmende Person kommentierte:
Ich zitiere jetzt viel mehr wörtlich … ich schreibe also … warum sie im Krankenhaus sind. Und dann setze ich Zitate: „Ich habe die Nase voll davon. Ich habe dies getan. Ich habe jenes getan“ … wie sie sich fühlen … und dann schreibe ich immer: „Was die Zukunft angeht, empfinde ich Folgendes.“ Ich habe also gemerkt, dass ich mich darin verändert habe … ist es, weil mich mehr interessiert, was sie sagen, dass ich es tatsächlich aufschreibe.
Ein teilnehmendes AMHP
Simpson, Lewis and Mitchell (2024, S. 10) halten zusammenfassend fest, dass ein Entwicklungsfeld der AMHP-Praxis in der Kommunikation „vertretbarer Entscheidungen“ in MHA-Berichten liegt. Diese Studie erweitert diesen Punkt und legt nahe, dass die Darstellung der Stimme der Person im Bericht von größter Bedeutung ist, um die Entscheidung zur Unterbringung zu begründen, und dass sie mit den neuen gesetzlichen Grundsätzen (abgeleitet aus dem Wessely Report: DHSC, 2018) übereinstimmt.
Die Erfahrung der Betroffenen mit Begutachtungen nach dem Mental Health Act ist wenig erforscht (Akther et al., 2019; Blakley, 2023). Personen, die nach dem Gesetz begutachtet wurden, berichten sowohl von einbeziehenden als auch von ausschließenden Erfahrungen (Blakley, 2023). Der Wessely Report (DHSC, 2018, S. 57) kommt zu dem Schluss: „Patientinnen und Patienten sollten auf eine Weise behandelt werden, die sie im Kontext ihres eigenen Lebens respektiert und ihre Stärken, Bedürfnisse, Werte und Erfahrungen anerkennt.“ Fragen stellen zu können, die Informationen über die „bevorzugte Zukunft“ der Person zutage fördern, sahen die Teilnehmenden als Möglichkeit, besser mit der begutachteten Person in Kontakt zu kommen, sie in den Mittelpunkt der Begutachtung zu stellen und ein tieferes Verständnis ihrer gelebten Erfahrung zu ermöglichen:
Als das Bett frei wurde … habe ich ziemlich viel Zeit mit ihm verbracht, weil … ich nicht ganz überzeugt war, dass die Kriterien für eine Aufnahme noch erfüllt waren … wir hatten ein wirklich gutes Gespräch … wir fingen an, über … eine bevorzugte Zukunft zu sprechen … etwas anderes … und haben wirklich versucht, etwas Hoffnung zu wecken. Er war nicht glücklich, wo er war … fühlte sich in seiner Umgebung nicht sicher … das hat es mir ermöglicht, mir das genauer anzusehen.
Ein teilnehmendes AMHP
Die Teilnehmenden reflektierten auch darüber, wie ein lösungsfokussiertes Gespräch der begutachteten Person ermöglichte, neue Perspektiven in Betracht zu ziehen:
Es behält ganz klar im Blick, dass es um den einzelnen Menschen geht. Wo wir doch oft Menschen sehen, die das Gefühl haben, sich verloren zu haben. Es bietet diesem Menschen … eine einzigartige Art, nach vorn zu schauen … in sich hineinzuschauen … Eigentlich könnte ich eine andere Zukunft haben … dieser Mann sagte zu mir: „Oh mein Gott, einfach durchs Reden ist mir klar geworden, dass der Einzige, der mich zurückhält, ich selbst bin.“ Das habe nicht ich getan. Das hat er getan.
Ein teilnehmendes AMHP
In dieser Studie stützt die Erfahrung der Teilnehmenden, die lösungsfokussierte Techniken in ihrer AMHP-Praxis eingesetzt haben, den Befund von Blakley et al. (2023), dass eine Ausrichtung auf Beziehungsaufbau und personzentrierte Praxis bei Begutachtungen nach dem Mental Health Act die Stimme der Betroffenen ins Zentrum rücken kann. Die Sichtweisen der Teilnehmenden stützen auch das Argument von Watson & Perry (2022), dass AMHPs die vom Code geförderte „Zeit allein“ voll ausschöpfen sollten.
Die Anwendung des Ansatzes durch die Teilnehmenden hat Verbesserungen bei den Gesprächskompetenzen, der Informationsgewinnung, dem Verfassen von Berichten und der beziehungsorientierten Praxis im Allgemeinen unterstützt.
Die Teilnehmenden haben in den Interviews weitere Informationen dazu gegeben, welche Unterstützung nötig ist, um den Ansatz beizubehalten, und wie Hindernisse für seine Anwendung am Arbeitsplatz angegangen werden können; die Verfassenden hoffen, darauf zurückzukommen.
Vorerst sind wir überzeugt, dass diese erste Tranche an Belegen für den Nutzen der SFP in AMHP-Einsätzen spricht und ebenso dafür, SFP in die Fortbildungsangebote für AMHPs aufzunehmen – sowohl bei ihrer Qualifizierung als auch dann, wenn sie ihre personzentrierte, stärkenorientierte Praxis weiterentwickeln und anschließend aufrechterhalten wollen.
Complexe Systémique: Was man mitnehmen sollte
Der Kontext ist englisch, doch die Frage betrifft alle: Wie hält man ein therapeutisches Gespräch im Herzen einer Zwangsmaßnahme lebendig? Hier bietet das Gesetz eine Öffnung, die „Zeit allein“ des Code of Practice, und der lösungsfokussierte Ansatz gibt den Fachkräften etwas an die Hand, um sie zu nutzen: eine Frage nach den besten Hoffnungen, eine bevorzugte Zukunft und Berichte, die die Person wörtlich zitieren. Lesenswert im Zusammenhang mit Suspending Disbelief, wo Nick Perry eine solche Begutachtung in Aktion zeigt, und mit Guy Shennans kritischer Praxis. Die Ergebnisse beruhen auf sechzehn freiwillig Teilnehmenden und ihren eigenen Worten, ohne jede Messung bei den begutachteten Personen: Wie die Verfassenden selbst sagen, handelt es sich um eine „erste Tranche an Belegen“.
Anmerkungen der Verfassenden
Nick Perry: Email nick.perry@eastsussex.gov.uk. Dr Kelly Alexander is Subject Lead Social Work, School of Humanities and Social Science, Care, Health and Emotional Wellbeing and Senior Lecturer, School of Humanities and Social Science at the University of Brighton. Email K.J.Alexander@brighton.ac.uk. Dr Jill Hemmington is senior lecturer, School of Social Work, Care and Community, University of Central Lancashire. Email JHemmington@uclan.ac.uk.
Submitted: March 27, 2026. Accepted: May 06, 2026. Published: May 13, 2026.
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Originalartikel Putting the Hope Back In: Making the Case for Solution Focused Practice in AMHP Interventions von Nick Perry, Kelly Alexander und Jill Hemmington, erschienen im Journal of Solution Focused Practices, Bd. 10, Nr. 1 (2026), S. 26-39, doi: 10.59874/001c.161768, unter der Lizenz CC BY 4.0. Inoffizielle deutsche Übersetzung von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz, mit einer für die Online-Lektüre angepassten Darstellung; maßgeblich ist die Originalfassung.
Dies ist eine inoffizielle deutsche Übersetzung des Originalartikels „Putting the Hope Back In: Making the Case for Solution Focused Practice in AMHP Interventions“, erschienen in Journal of Solution Focused Practices (2026) unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz, wie zu Beginn dieser Seite erläutert; maßgeblich ist die Originalfassung.
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Perry, N., Alexander, K., & Hemmington, J. (2026). Putting the Hope Back In: Making the Case for Solution Focused Practice in AMHP Interventions. Complexe Systémique. https://app.complexe-systemique.com/en_GB/articles/putting-the-hope-back-in-making-the-case-for-solution-focused-practice-in-amhp-interventions (Originalwerk 2026 erschienen in Journal of Solution Focused Practices, Bd. 10, Nr. 1 (2026), S. 26-39; 2026 erneut veröffentlicht von Journal of Solution Focused Practices, https://journalsfp.org/article/161768)
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