Geregelte Gesprächsräume: Supervision, Intervision und Praxisreflexion
Menschliche Systeme bringen Überzeugungen hervor; die Supervision macht sie sichtbar. Indem sie Affekten, Gegenhaltungen, ersten Eindrücken, körperlichen Reaktionen oder spontanen Deutungen Raum gibt, kann die Supervision verhindern, dass diese Elemente stillschweigend zu starren narrativen Rahmen werden.
Supervision ist keine Korrekturmaßnahme: Sie verhindert, dass aus einem Gefühl eine Diagnose, aus einem Zweifel eine Gewissheit, aus einer Hypothese eine Wahrheit wird. Sie begründet eine Kultur, in der das Fragen mehr zählt als die Schlussfolgerung und Reflexivität Vorrang vor Beruhigung hat.
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