Diese Fassung wurde von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus dem Englischen übersetzt. Im Zweifelsfall ist die Originalfassung maßgeblich.
Journal of Solution Focused Practices · Fallstudie
Siebzehn Sitzungen in sechzehn Monaten, online, zwischen Adelaide und Arkansas, mit den Eltern im Raum. Maggie ist 29, autistisch und hat mit 22 Brustkrebs überstanden, dazu Fibromyalgie, chronische Migräne und tägliche Schmerzen. David Hains, Krankenpfleger und Single-Session-Therapeut, hatte noch nie jemanden öfter als dreimal gesehen. Kate Kowalski, die Mutter, wurde 1985 am Brief Family Therapy Center in Milwaukee bei Eve Lipchik ausgebildet. Drei Stimmen erzählen, was gewirkt hat: nicht die Wunderfrage (nie gestellt), eine einzige Skalierungsfrage in siebzehn Sitzungen, sondern Vertrauen, Zuhören, Maggies Tempo, ganz kleine Ziele – aus ihrem Zimmer herauskommen – und ein Therapeut, der als erstes Honorar die Eltern bittet, zum Mittagessen auszugehen.
Inoffizielle deutsche Übersetzung von Beyond Technique: Maggie’s Story of Determination, Resilience and Growth Through SFBT and a Focus on the Therapeutic Relationship von David Hains, Kate Kowalski und Maggie Krogull, erschienen im Journal of Solution Focused Practices (2024), doi: 10.59874/001c.124265, unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der Originaltext wurde ins Deutsche übersetzt und neu gesetzt, was eine Bearbeitung des Werks im Sinne der Lizenz darstellt. Die Darstellung wurde für das Lesen online angepasst: Auszüge aus Sitzungen und E-Mails sind in Kästen gesetzt, und die beiden Anhänge stehen vor dem Literaturverzeichnis. Die Flaggen im Originaltitel verweisen auf chinesische Abstracts auf der Website der Zeitschrift. Mit „Complexe Systémique“ gekennzeichnete Kästen stammen von uns, nicht von den Verfassenden. Diese Übersetzung stammt weder von den Verfassenden noch vom Verlag, die weder für ihren Inhalt noch für etwaige Fehler verantwortlich sind. Maßgeblich ist die Originalfassung.
Bis ich mit dir rede, merke ich nicht, dass ich die Antworten schon habe, oder Teile der Antwort, und du hilfst mir, das zu sehen.
Maggie, Sitzung 14
Abstract
Dieser Artikel bietet Einblicke und Überlegungen zum Einsatz der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie (SFBT) über 16 Monate, um eine Klientin mit einer komplizierten Vorgeschichte und komplexen Bedürfnissen zu unterstützen. Es handelt sich jedoch nicht um eine typische Fallstudie. Ziel dieses Artikels ist es nicht, Einzelheiten über SFBT oder eine detaillierte Analyse der Gespräche in den Sitzungen zu liefern, sondern die Perspektiven aller Beteiligten darzustellen: der Klientin (Maggie), des Klinikers (David) und der Mutter (Kate). Jede dieser Personen verfügt über eigene Expertise, doch Kate bringt eine vierte, ganz besondere Perspektive ein, da sie in den 1980er-Jahren zum frühen Team des Brief Family Therapy Centre in Milwaukee gehörte.
In diesem Artikel beziehen wir uns direkt auf Sitzungen sowie auf E-Mails und Aktivitäten, die zwischen den Sitzungen stattfanden. Wir möchten zeigen, dass SFBT ein Ansatz ist, der auch in Langzeittherapien und in komplexen Situationen eingesetzt werden kann, und betonen, dass ein flexibles und maßgeschneidertes Vorgehen erforderlich ist und dass die therapeutische Beziehung ein integraler Bestandteil der Therapie ist.
Schlüsselwörter: lösungsfokussierte Kurzzeittherapie, therapeutische Beziehung, psychiatrische Pflege
DH: Ich bin examinierter Krankenpfleger in Adelaide, Australien, und habe 2014 begonnen, den lösungsfokussierten Ansatz anzuwenden, als ich in der Notaufnahme eines Krankenhauses der Maximalversorgung arbeitete (siehe Durrant, 2016). Nach einem zweitägigen Workshop mit Michael Durrant hatte es mich gepackt, und heute bin ich einer von vielen Menschen in Australasien, die Michael viel verdanken, weil er sein Wissen und seine Begeisterung mit uns geteilt hat. In den folgenden Jahren gründete ich in Adelaide eine SFBT-Praxisgemeinschaft (Community of Practice) und dann ein kleines Fortbildungsunternehmen (www.leftturnsolutions.com.au). Von 2018 bis 2022 hatte ich das Privileg, Präsident der Australasian Solution Focused Association (ASFA) sowie Chair/Manager des Journal of Solution Focused Practices zu sein. Derzeit arbeite ich in einer Single-Session-Therapie-Ambulanz (SST) einer Organisation für psychische Gesundheit junger Menschen, daher ist es für mich sehr ungewöhnlich, jemanden länger als 3 Sitzungen zu begleiten.
KK: Ich habe in diesem Projekt eine Doppelrolle. Erstens als Maggies Mutter und Teilnehmerin an ihren Therapiesitzungen mit David. Zweitens als lösungsfokussierte Praktikerin, deren Geschichte mit dem Ansatz fast 40 Jahre zurückreicht. 1985–86 nahm ich an dem einjährigen Intensivausbildungsprogramm teil, das das Team des Brief Family Therapy Center (BFTC) in Milwaukee anbot, und hatte das Privileg, Eve Lipchik als Supervisorin und Mentorin zu haben. Ich bin dankbar für die lebensverändernde Verbindung zu Eve, beruflich wie persönlich, denn uns verbindet bis heute eine tiefe Freundschaft. Nach der Ausbildung wurde mir die Ehre zuteil, eingeladen zu werden, dem Team des BFTC beizutreten. Nach einem Besuch in Australien im Jahr 1987 beschloss ich, nach Sydney zu ziehen, um mich der Therapiepraxis von Michael Durrant anzuschließen, wo ich ab 1989 lösungsfokussierte Therapie und Fortbildungen durchführte. Nach meiner Rückkehr nach Milwaukee 1991 arbeitete ich als Therapeutin bei Family Health Plan, einer Health Maintenance Organisation, in dem Team, das von zwei der frühen Mitwirkenden an der Entwicklung der SFBT geleitet wurde: Don Norum und Marilyn La Court. Meine berufliche Laufbahn entwickelte sich schließlich weiter, und ich verlagerte meinen Schwerpunkt auf administrative, programmatische und bildungsbezogene Aufgaben im Sozialwesen und im Hochschulbereich, bis ich 2019 an der University of Wisconsin in den Ruhestand ging. Neununddreißig Jahre nach meiner ersten Ausbildung am BFTC bin ich wieder lösungsfokussiert tätig, diesmal als professioneller Coach, akkreditiert von der International Coaching Federation (ICF) und dem European Mentoring and Coaching Council (EMCC). Als eine der frühen Stimmen der SFBT und als jemand, der an der frühen Verbreitung des Ansatzes in den USA und in Australien beteiligt war, habe ich das Gefühl, dass sich der Kreis meines Lebens geschlossen hat.
MK: Ich bin Maggie und 29 Jahre alt. Ich bin Autistin, was bedeutet, dass ich die Welt anders sehe und erlebe als die meisten Menschen. Eines meiner Hobbys ist Lesen, vor allem Fanfiction. Als ich aufwuchs, merkten meine Eltern immer an meinem Gesichtsausdruck, wenn ich Fanfiction las. Meine Mutter nannte es meinen „entzückten Blick“ oder mein „Fanfiction-Gesicht“, an dem sie sofort erkannte, dass ich las und nicht meine Hausaufgaben machte. Fanfiction zu lesen hat mir über die Jahre geholfen, mit meinen zahlreichen gesundheitlichen Problemen und chronischen Schmerzen umzugehen. Ich bastle und backe auch sehr gern, weil ich gern kreativ bin und weil mir das schrittweise Vorgehen dabei hilft, mich zu beruhigen und zu entspannen. Außerdem mache ich gern Menschen glücklich, und da bei uns zu Hause die Regel gilt, dass alles, was ich backe, das Haus verlassen muss, macht es mir Freude auszuwählen, wer mein Gebäck bekommt.
Ich freue mich, Teil dieses Projekts zu sein. Die Gespräche mit David waren sehr hilfreich, und ich bin froh, dass wir ihn gefunden haben. Ich weiß es wirklich zu schätzen, dass er bereit war, mich als seine erste Langzeitklientin aufzunehmen. Ich bin dankbar dafür, wie weit ich mit seiner Hilfe gekommen bin.
Maggie wünscht sich sehr, dass ihre Geschichte geteilt wird, damit andere, sowohl Fachleute aus der Klinik als auch, was noch wichtiger ist, Menschen in Therapie, von ihren Erfahrungen profitieren können. Deshalb hat sie erlaubt, ihren Namen und Einzelheiten aus ihrem Leben zu verwenden und Sitzungen und E-Mails direkt zu zitieren. Auch Steve (Maggies Vater) hat seine Einwilligung gegeben.
DH: Mir hat die Arbeit mit Maggie und ihrer Familie nicht nur große Freude gemacht, ich war auch völlig verblüfft darüber, was sie erreichen konnte. Als ich über unsere Sitzungen nachdachte, wollte ich herausfinden, wie das alles zustande gekommen war. Ganz im Sinne der SFBT wollte ich also wissen, was funktionierte, damit ich es weiter tun konnte.
Maggies Geschichte hatte einen ganz besonderen Aspekt. Maggie hatte ihre Eltern Kate und Steve gebeten, bei jeder Sitzung dabei zu sein, was sich schon für sich genommen als unschätzbar wertvoll erwies. Kate sah nun aber, wie der Ansatz eingesetzt wurde, um ihrer Tochter zu helfen. Ich war neugierig auf Kates Perspektiven, sowohl als Mutter als auch als Klinikerin und ehemaliges Mitglied des BFTC. Ich wollte wissen, was im realen Leben zwischen den Sitzungen geschah. Ich wollte Kates Gedanken dazu hören, was funktionierte und warum. Ich wollte mehr über die Geschichte der SFBT und die Entwicklung des Ansatzes erfahren. Und ich wollte wissen, was aus Maggies Sicht funktioniert hatte, denn in der SFBT-Literatur fehlt die Stimme der Menschen in Therapie auffallend. Allmählich kam mir der Gedanke, dass dies eine Geschichte war, die erzählt werden musste.
KK: Ich habe über die Jahre viele SFBT-Sitzungen gesehen, angefangen am BFTC, wo ich Steve, Insoo, Eve, Elam, Wally und anderen zuschaute, aber dies war das erste Mal, dass ich dem Ansatz in meiner eigenen Familie begegnete. Es war eine faszinierende Erfahrung – nicht nur Davids Vorgehen zu sehen, sondern auch über meine Perspektive als Mutter und als Praktikerin nachzudenken. Die Erfahrung hat mir ein neues Verständnis der SFBT eröffnet.
Mein Hauptanliegen in diesem Projekt ist es zu zeigen, wie SFBT eingesetzt werden kann, um im Leben von Menschen, die mit lebenslangen chronischen Gesundheits- und Entwicklungsproblemen zu tun haben, und im Leben ihrer Familien einen positiven Unterschied zu machen. Diese Geschichte kann die aktuelle SFBT-Literatur ergänzen, indem sie zeigt, wie der Ansatz Menschen mit komplexen und langjährigen Problemen zugutekommen kann. Darüber hinaus sollte SFBT nicht nur als „Kurzzeittherapie“ gesehen werden, und wir möchten zeigen, wie der Ansatz über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden und anhaltende Ergebnisse bewirken kann.
MK: Seit meiner Geburt, und sogar schon davor, hatte ich viele gesundheitliche Probleme. Ich kam wegen Schwangerschaftskomplikationen 10 Wochen zu früh zur Welt und habe fast jeden Tag meines Lebens Schmerzen, zumindest so lange ich mich erinnern kann. Als ich sehr klein war, hatte ich oft Bauchschmerzen, Ohrenentzündungen und Kopfschmerzen. Mit 10 wurden meine Kopfschmerzen unerträglich, und man sagte mir, ich hätte Migräne. Meine Eltern gingen mit mir zu einer ganzen Reihe von Ärztinnen und Ärzten, aber nichts schien je zu helfen. Mit der Zeit wurde die Migräne chronisch. Ich habe viel Schule verpasst, weil sie so schlimm war. In meinen späten Teenagerjahren bekam ich sehr starke Gelenkschmerzen, die es mir schwer machten, aktiv zu sein. Davor bin ich wahnsinnig gern Fahrrad gefahren und habe draußen gespielt. Aber die Gelenkschmerzen zusammen mit der Migräne machten das schwierig. Schließlich wurde bei mir Fibromyalgie diagnostiziert, und es stellte sich heraus, dass Menschen mit Migräne oft auch Fibromyalgie haben.
Das beängstigendste Gesundheitsproblem begann, als ich 22 war und einen Knoten seitlich an meiner Brust fand. Danach ging alles ziemlich schnell. Ich bekam einen Ultraschall, eine Mammografie, eine Biopsie und dann ein MRT der Brust. Diagnostiziert wurde eine aggressive Form von Krebs. Drei Wochen nach der Diagnose begann ich mit der Chemotherapie, und ich hatte sechs Chemozyklen, bevor eine brusterhaltende Teilmastektomie gemacht wurde. Ich musste ein zweites Mal operiert werden, weil der Sicherheitsabstand nach der ersten Operation nicht groß genug war. Nachdem ich mich von der Operation erholt hatte, begann ich 7 Wochen tägliche Bestrahlung. Danach folgte weitere Chemotherapie. Die Behandlung dauerte 18 Monate.
Seitdem lebe ich mit der Angst vor einem Rückfall. Die Angst war so groß und ich hatte so viele Schreckmomente, dass ich mich vor zwei Jahren für eine doppelte Mastektomie entschied. Ich fühle mich mit der Entscheidung sehr gut und bereue nichts. Ende letzten Jahres habe ich mich außerdem für eine Hysterektomie entschieden, nachdem ich vor etwa 18 Monaten eine sehr schmerzhafte Endometriose entwickelt hatte. Es gibt noch andere gesundheitliche Probleme, über die ich schreiben könnte, wie die starken Knochenschmerzen, die ich nach einer der Covid-Impfungen bekam. Ich bin auch ständig müde, sowohl weil Schmerzen erschöpfend sind als auch weil einige der Medikamente, die ich nehme, Müdigkeit verursachen.
KK: Ende 2022 begann Maggie darüber nachzudenken, wieder eine Therapie zu machen. Sie war im Laufe ihres Lebens bei einigen Therapeutinnen und Therapeuten gewesen, war aber oft entmutigt zurückgeblieben, weil manche offenbar nicht verstanden, in welchem Ausmaß ihre Entwicklungsbesonderheiten, ihre vielfältigen gesundheitlichen Probleme und die chronischen Schmerzen ihr Leben beeinträchtigen. Maggie fühlte sich vor allem mit ihren lebenslangen gesundheitlichen Kämpfen nicht gehört, deshalb war es ihr äußerst wichtig, dass jede künftige therapeutische Fachkraft diese Herausforderungen wirklich anerkennt.
Ich hatte schon lange das Gefühl, dass Maggie von der Arbeit mit einer lösungsfokussierten therapeutischen Fachkraft profitieren würde, aber jemanden mit diesem Hintergrund zu finden war schwierig – selbst in Wisconsin, der Heimat der SFBT. In dieser Zeit nach Covid, in der virtuelle Treffen alltäglich geworden waren, waren wir jedoch nicht mehr an geografische Grenzen gebunden. Ich begann, die verschiedenen lösungsfokussiert arbeitenden Fachpersonen weltweit in Betracht zu ziehen, an die ich mich wenden könnte.
David kannte ich durch seine Funktionen beim Journal of Solution Focused Practices und bei der Australasian Solution Focused Association. Ich hatte seine Biografie gelesen und ein Video gesehen, in dem er zu seiner Arbeit interviewt wurde (Family Based Solutions, 2021). Was ich erfuhr, beeindruckte mich, und besonders fiel mir Davids Ausbildung und Erfahrung als examinierter Krankenpfleger auf, der einen lösungsfokussierten Ansatz anwendet. Mit Maggies Erlaubnis nahm ich also Kontakt auf und fragte David, ob er sich vorstellen könne, mit ihr zu arbeiten.
DH: Als die erste E-Mail von Kate kam, war mein erster Gedanke: „Warum bist du an 10.000 völlig fähigen SF-Fachleuten vorbeigegangen und hast dich an mich gewandt?“ Ich wusste nicht, wer Kate war, außer dass sie eine Mutter war, aber ich wusste, dass sie gewisse Kenntnisse über SFBT hatte. Erst nach der ersten Sitzung erfuhr ich von Kates Geschichte mit dem BFTC, und ich frage mich, ob ich die erste Sitzung anders geführt hätte, wenn ich das gewusst hätte.
Die zweite E-Mail von Kate kam an einem Sonntagmorgen (siehe Anhang 1). In der ersten Sitzung bezeichnete ich diese E-Mail als „das Manifest“. Kate räumte ein, dass die Informationen, die sie gab, „ziemlich problemgesättigt“ sein würden, dass es Maggie aber wichtig sei, dass ich viel über ihre Vorgeschichte wisse. Kate hatte auch Informationen über Maggies Stärken und Resilienz beigefügt, aber ich habe sie eigentlich nicht berücksichtigt, weil ich von der langen Liste an Problemen, die schon im Mutterleib begonnen und sich durch ihr ganzes Leben aufgebaut hatten, völlig überfordert war. Ich verbrachte den ganzen Tag damit, darüber nachzugrübeln, und mit schwerem Herzen und schwirrendem Kopf hatte ich nur einen Gedanken: „Was um Himmels willen kann ich da tun?“ Das trug ich den ganzen Tag mit mir herum.
Ich sollte erwähnen, dass ich in meiner anderen Stelle den Überweisungsinformationen normalerweise wenig Beachtung schenke. Als SFBT-Therapeut habe ich gelernt, dass man das Problem nicht kennen muss, um eine Lösung zu finden. Ich habe früher festgestellt, dass mich die Beschäftigung mit Überweisungsinformationen oft davon ablenkt, Single-Session-Therapie (SST) zu machen. Je mehr ich mich auf die Komplexität einer Situation konzentriere, desto weniger zuversichtlich bin ich, im Rahmen einer einzigen Sitzung helfen zu können, und das wirkt sich auf die Durchführung der Sitzung aus.
Irgendwann zwischen diesem Moment und unserer ersten Sitzung beschloss ich, dass ich nichts anderes tun konnte, als mich an das Modell zu halten. Kate hatte Maggie vorgeschlagen, es mit einer lösungsfokussierten Therapie zu versuchen. Was konnte ich tun, außer ihnen eine lösungsfokussierte Sitzung anzubieten und darauf zu vertrauen, dass das Modell funktioniert?
KK: Mit meinem Hintergrundwissen über SFBT ging ich davon aus, dass David nicht viel über Maggies Vorgeschichte wissen musste, aber Maggie sah das anders. Es war ihr sehr wichtig, dass David die Art der gesundheitlichen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert war, kannte und würdigte.
Die E-Mail zu schreiben erwies sich als schwieriger, als ich erwartet hatte. Nicht, dass ich mich nicht an die Ereignisse oder Einzelheiten erinnern konnte; es war vielmehr emotional schwerer als gedacht, ihre zahlreichen Erfahrungen wieder wachzurufen und zu erklären. Wenn ich jetzt darauf zurückblicke, wird mir klar, dass ich nur Maggies gesundheitliche Schwierigkeiten aufgeführt, ihre Entwicklungs- und Bildungsschwierigkeiten aber vergessen habe. Als ich die Nachricht fertig hatte und sie Maggie zum Durchlesen gab, war ich emotional ausgelaugt. Ich ertappte mich bei dem Gedanken: Wenn es mir schon so geht, wenn ich darüber schreibe, wie muss es sich dann für Maggie anfühlen, es zu leben?
DH: Ich erinnere mich, dass ich mich ausgelaugt fühlte, als ich „das Manifest“ zum ersten Mal las, aber Kates Worte oben (fast ein Jahr nach unserem ersten Termin geschrieben) rücken das ins rechte Licht – ich habe es nur gelesen, sie aber haben es gelebt.
DH: Vor der ersten Sitzung hielt ich es für wichtig, den SST-Rahmen zu besprechen, an dem ich mich orientieren würde. Ich erklärte, dass ich in meiner Laufbahn nur Kurzzeittherapie gemacht und noch nie jemanden länger als drei Sitzungen begleitet hatte. Ich würde die Zahl der Sitzungen nicht unbedingt begrenzen, sondern nach dem Prinzip „eine Sitzung nach der anderen“ vorgehen, und Maggie könne so viele Sitzungen haben, wie sie wolle, solange sie sie hilfreich finde. Ich wusste, dass Maggie wollte, dass ihre Eltern an der Sitzung teilnahmen, wollte aber klären, ob es Maggies Sitzung mit deren Unterstützung oder eine Familiensitzung sein sollte. Schließlich fragte ich Maggie, ob sie über ein paar Fragen vor der Sitzung nachdenken und einige Gedanken in die Sitzung mitbringen würde:
Veränderung vor der Sitzung war eine Idee, die in der frühen Entwicklung der SFBT diskutiert wurde (Weiner-Davis et al., 1987) und die sich sowohl vor unserer ersten Sitzung als auch vor mehreren späteren Sitzungen als nützlich erwies. Manchmal, wenn Maggie mir schrieb, um den nächsten Termin zu vereinbaren, bat ich sie zu überlegen, worüber sie sprechen wolle und inwiefern es nützlich wäre, darüber zu sprechen. Diese Fragen halfen auch, einen Ausgangspunkt oder ein „gemeinsames Projekt“ (Korman, 2017) festzulegen.
Das Letzte, was ich vor der Sitzung fragte, war, ob Maggie (und ihre Familie) einer Aufzeichnung der Sitzung zustimmen würden. Angesichts der Komplexität von Maggies Leben dachte ich, dass ich, selbst wenn ich Maggie nicht helfen könnte, zumindest aus der Erfahrung lernen würde.
KK: Ich habe mich über Davids Nachricht mit seinen Klarstellungen und Fragen gefreut. Ich wusste nicht recht, was ich davon halten sollte, dass David erwähnte, er begleite Menschen normalerweise nur kurz, aber seine Bemerkung, er werde die Zahl der Sitzungen nicht begrenzen, beruhigte mich. Das entsprach der Art, wie ich während meiner therapeutischen Laufbahn und heute in meiner Arbeit als Coach in der Regel mit Menschen gearbeitet habe.
Als ich bei Maggie nachfragte, freute ich mich zu hören, dass sie schon über ihre Antworten auf Davids Fragen nachdachte und ihre Gedanken aufschreiben wollte, um für die erste Sitzung vorbereitet zu sein. Dabei beließ ich es, weil ich darauf achtete, mich nicht einzumischen. Während der Sitzung sah ich dann mit Freude, dass Maggie ihre Gedanken tatsächlich aufgeschrieben hatte und sie gern mit David teilte.
DH: Da ich überwiegend als Single-Session-Therapeut arbeite, bin ich fest davon überzeugt, dass für viele Menschen eine Sitzung oft ausreicht, unabhängig von der scheinbaren Komplexität ihres Problems. Die SST beruht auf einigen wichtigen Annahmen (Talmon, 1990):
Da ich jedoch noch nie jemanden mit dieser Komplexität begleitet hatte, ging ich viel nervöser und viel weniger zuversichtlich in die Sitzung, als ich es normalerweise wäre.
DH: Im Allgemeinen habe ich einen „typischen“ Ansatz für die erste (oder einzige) Sitzung, aber eine einfache Version ließe sich in nur zwei Fragen zusammenfassen:
Im Englischen (for/from) unterscheiden sich diese beiden Sätze nur um einen Buchstaben, aber es sind zwei völlig verschiedene Fragen. Die erste klärt, was die Person in der Sitzung geschehen lassen möchte, während die zweite und die folgenden Fragen die bevorzugte Zukunft betreffen.
Die erste Sitzung mit Maggie entsprach nicht meinem typischen Single-Session-Vorgehen, denn ich verwendete viel mehr Zeit auf den Aufbau von Rapport und Beziehung, verbunden mit einem guten Maß an Validierung, Fragen nach ihrer Bewältigung, dem Herausarbeiten einiger Stärken und Ressourcen und dem Gespräch darüber, was bereits funktionierte. Es gab Maggie auch reichlich Zeit, mir zu sagen, worüber sie sprechen wollte, aber vor allem (wie Maggie später erklärte) hatte Maggie sofort das Gefühl, dass ihr jemand zuhörte. Wie wichtig das für sie war, wurde mir erst viel später klar.
Wir waren schon fast 30 Minuten in der Sitzung, als ich gezielt nach den Fragen fragte, die ich vor der Sitzung geschickt hatte, in der Hoffnung, das Gespräch auf Maggies „größte Hoffnungen AUS DIESER Sitzung“ zu lenken. Maggie holte ein Blatt Papier hervor und begann, ihre Antworten vorzulesen:
Erste Sitzung
M: „Bewältigungsstrategien bei Übelkeit, Benommenheit, Schwindel, Erschöpfung“
M: „Wie man mit Schmerzen funktioniert“
M: „Das Ziel eines besseren Lebens erreichen“
D: „Das gefällt mir“
M: „Rat von jemandem, der Bescheid weiß“
D: „Worüber Bescheid weiß?“
M: „Weiß, was es bedeutet, Schmerzen zu haben“
D: „Ich denke, ich weiß es aus theoretischer Sicht, aber ich habe es nicht so erlebt wie du“
M: „Ich möchte backen können … [und] eine Kochschule besuchen … irgendwann … wenn möglich … aber das ist eher ein langfristiges Ziel“
D: „Also … mit welchem sollen wir heute anfangen?“
M: „Das Gleichgewicht zwischen Behandlung und Lebensqualität … sein Leben leben können … die Lebensqualität ist das, was ich verbessern will … Ich erwarte nicht wirklich Wunder, nur langsame Fortschritte.“
In einer Sitzung notiere ich mir in der Regel schnell Wörter oder Wendungen, die mein Gegenüber benutzt, damit ich genau diese Worte in späteren Fragen aufgreifen kann. Ich versuche, Wörter zu erkennen, die mit Stärken, Bewältigung und bevorzugter Zukunft zu tun haben, statt problemorientierter Wörter. Hier stachen mehrere Wörter hervor:
Daran schloss ich einige Fragen dazu an, was geholfen hatte und wie Maggie bisher zurechtgekommen war. Wieder antwortete Maggie sofort mit Folgendem:
Nach 43 Minuten versuchte ich, konkreter zu erfragen, wie die ersten Schritte aussehen könnten:
Erste Sitzung, Minute 43
D: „Wenn wir ein paar Dinge tun könnten, und vielleicht geht es um Bewältigungsstrategien, und sich etwas verändert … und du beginnst, dich in Richtung einer besseren Lebensqualität zu bewegen, oder etwas ist ein bisschen besser … was wäre deiner Meinung nach das Erste oder wären die ersten paar Dinge, die du bemerken würdest und an denen du erkennen würdest, dass du in diese Richtung gehst? Was wäre anders?“
Maggie antwortete sofort:
Obwohl ich kein Familientherapeut bin, hat meine Leitung immer betont, wie wichtig es ist, die Familie in die Therapie einzubeziehen. Also wandte ich mich an die beiden Elefanten im Raum und bat sie, ihre Gedanken zu Momenten mitzuteilen, in denen sich solche Dinge in der Vergangenheit schon einmal angedeutet hatten, oder dazu, was das erste Zeichen bei Maggie sein könnte, an dem sie erkennen würden, dass Maggie auf einem guten Weg ist. Sie antworteten:
Die Sitzung war fast zu Ende, und mir war bewusst, dass ich noch keine klassische SF-Technikfrage gestellt hatte. Ich dachte, eine Skalierungsfrage zur Zuversicht würde gut passen, aber ich kam nicht weit. Maggie antwortete so schnell, noch bevor ich die Skala überhaupt eingeführt hatte, dass wir gar nicht im klassischen SFBT-Sinn skaliert haben:
Erste Sitzung, Ende
D: „Noch eine kurze Frage, ich möchte dich nach deiner Zuversicht fragen, also wie zuversichtlich du bist, dass du dich auf diesen besseren Ort zubewegen kannst …?“
M (unterbricht mich, bevor ich die Skala überhaupt erwähne): „Ich weiß, dass ich es schaffen kann … ich habe nur nicht immer die Werkzeuge oder das Wissen, um zu wissen, was der nächste Schritt ist.“
Nachdem der Versuch zu skalieren gescheitert war, hielt ich es für Zeit, zum Abschluss zu kommen:
Erste Sitzung, Abschluss
D: „Also, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht“
M: „Ja“
D: „Die schlechte Nachricht: Ich weiß nicht, was der nächste Schritt ist. [Maggie lacht] Ich weiß nicht, wie du es schaffen kannst, und ich werde nicht einmal behaupten, gute Strategien zu kennen, da bin ich ganz ehrlich mit dir. Aber die gute Nachricht ist, dass ich gern versuche, es mit dir gemeinsam herauszufinden.“
M: „Klingt gut“
Zum Schluss sagte ich, dass Maggie die Expertin ist, weil sie „den Weg selbst gegangen“ ist, während ich nur die Geschichte gelesen habe. Ich konnte es mir jedoch nicht verkneifen, Maggie zu sagen, dass sie eine „Aura der Positivität“ umgibt, dass sie immer nach „dem Silberstreif“ sucht, den sie einfach mit anderen teilen muss, und dass sich die Menschen um sie herum dadurch gut fühlen.
Nach einem kurzen Gespräch über Möglichkeiten für die nächsten Termine erzählten Maggie und ich einander von unseren Plänen für die kommende Woche, und wir vereinbarten, uns vor unserem nächsten Treffen Fotos von etwas Schönem zu schicken, das wir unternehmen (im Grunde war das sowohl eine Hausaufgabe als auch eine Möglichkeit, die Beziehung zu stärken). In der frühen lösungsfokussierten Literatur war von „Aufgaben“ die Rede (Durrant, 2024), und obwohl neuere Ansätze auf das Erteilen von Aufgaben verzichten (wie McKergow, 2016, erklärt), finde ich nach wie vor, dass dies im richtigen Kontext ein wirkungsvolles Werkzeug sein kann. Es sei angemerkt, dass die Aufgabe darin bestand, mir per E-Mail von etwas Schönem zu berichten, das sie vor der nächsten Sitzung gemacht hatte, ich aber ansonsten nicht festlegte, was sie tun sollte. Zum Abschluss sagte ich, dass ich mich darauf freue, von der kommenden Woche zu hören, um mein Vertrauen in Maggies Kompetenz und Engagement zu vermitteln.
DH: Nach der ersten Sitzung war ich ziemlich baff. Ich dachte eigentlich nicht, dass ich irgendetwas Besonderes getan hatte; im Gegenteil, ich war von meiner Leistung ziemlich enttäuscht. Auch als ich mir später das Video ansah, änderte sich daran nichts, und ich fragte mich, ob jemand, der es sich ansähe, die Sitzung überhaupt für SFBT halten würde. Ich erinnere mich an die Bewunderung, die ich für Maggie empfand. Nach der Lektüre von Kates „Manifest“ war mir schwer ums Herz gewesen, jetzt aber war ich einfach überwältigt von Maggies Leistungen, ihrer Resilienz und ihrem Optimismus.
Ganz im Stil der SST lasse ich normalerweise mein Gegenüber entscheiden, ob es eine weitere Sitzung möchte. Maggie wollte in einer Woche wieder sprechen. Die SST würde mir raten, dem Prozess zu vertrauen und darauf zu bauen, dass in einer einzigen Sitzung viel geschehen kann, aber ich war trotzdem nervös, was sich ergeben würde.
Im Anschluss an die Sitzung schickte Maggie mir einen Link zu ihrer Lieblingsfernsehsendung, Taskmaster, sowie den Text eines Liedes, das ihr viel bedeutete. Ich schickte Maggie daraufhin ein Foto von ein paar Pizzas, die ich nach unserer Sitzung gebacken hatte.
KK: Als Elternteil empfand ich sowohl während der Sitzung als auch danach Optimismus und Hoffnung. Es war tatsächlich sehr bewegend, die bedingungslose positive Wertschätzung zu erleben, die David Maggie entgegenbrachte, und die Anerkennung, die er dem entgegenbrachte, was unsere Familie im Laufe von Maggies Leben durchgemacht hat.
Wenn Maggie sagte, es sei ihr wichtig, mit jemandem zu sprechen, der ihre medizinischen Probleme „verstand“, meinte sie jemanden, der aufgrund zumindest einer gewissen medizinischen Ausbildung die Tragweite ihrer vielfältigen gesundheitlichen Probleme wirklich ermessen konnte. Nach wenigen Minuten im Gespräch mit David war klar, dass er das konnte. Etwa in der Mitte der Sitzung kam er auf die E-Mail zurück, in der ich ihm Maggies Vorgeschichte erklärt hatte, und erzählte, wie es ihm beim Lesen ergangen war. Er sprach darüber, wie Maggie es schafft, trotz allem, was sie durchgemacht hat, eine positive Haltung zu bewahren. Er fragte, wie es ihr gelungen sei, angesichts der erheblichen Herausforderungen, denen sie gegenüberstand, positiv zu bleiben. Davids Bemerkungen und diese Frage vermittelten eine starke Bestätigung von Maggies Erfahrung, über die sie später mit Steve und mir sprach. Diese Anerkennung zu erhalten, bedeutete ihr sehr viel.
Unmittelbar nach der Sitzung kamen Steve, Maggie und ich in der Küche zusammen, um darüber nachzudenken, wie es gelaufen war. Maggie lächelte und sagte, sie möge David sehr. Sie sagte, sie habe das Gefühl, dass er sie verstehe und dass sie ihm vertrauen könne. Das zu hören, wärmte mir das Herz und gab mir Hoffnung. Worauf hoffte ich? Vielleicht darauf, dass Maggies Erleben ihrer selbst sich allmählich erweitern könnte und Elemente einschließen würde, die über das Autistin-Sein, das Krebsüberleben, das Dasein als Mensch mit vielen gesundheitlichen Problemen und als junge Frau mit täglichen chronischen Schmerzen hinausgingen.
DH: Ich erfuhr es erst viel später, aber direkt nach der Sitzung kam Maggie aus ihrem Zimmer und unterhielt sich mit ihren Eltern in der Küche! Wir ahnten nicht, dass dies ein Vorzeichen dessen war, was kommen sollte.
27. Februar (E-Mail von Kate an David)
Hallo David,
ich hoffe, ich überschreite keine Grenze, wenn ich dir getrennt von Maggie schreibe. Ich wollte dir nur sagen, wie sehr ich die Art geschätzt habe, wie du das Gespräch heute strukturiert hast, und wie dankbar ich dir bin, dass du bereit bist, mit Maggie zu arbeiten. Ich fand deinen Ansatz wunderbar und war von Maggies Antworten wirklich begeistert und berührt. Dass du ihre Erfahrung anerkannt und den Fokus auf kleine Schritte gelegt hast, war genau das, was sie brauchte.
Danke!
KK: Wie Maggie erlebten auch Steve und ich eine Bestätigung. Das geschah sowohl in der ersten Sitzung als auch danach, durch eine Aufgabe und einige Fragen, über die wir auf Davids Bitte hin sprechen sollten (Anhang 2). Für mich als Maggies Hauptbezugsperson in der Pflege war das besonders bedeutsam. Natürlich kümmere ich mich gern um Maggie, aus tiefer Liebe und Dankbarkeit dafür, dass sie in unserem Leben ist. Trotzdem kann es zeitweise geistig und emotional erschöpfend sein. Zwischen dem Vereinbaren von Terminen und dem Hinbringen zu ihnen, der Hilfe beim Umgang mit ihren Medikamenten, dem Zurechtfinden mit unserer Versicherung und dem Lösen der häufigen Probleme, die bei alldem auftreten, verbringe ich jede Woche zahlreiche Stunden mit den vielen praktischen Aspekten ihrer Versorgung. Außerdem suche ich jeden Tag mit Maggie nach Lösungen, während sie mit der jeweiligen Herausforderung des Tages zurechtkommt. Das sind keine Tätigkeiten, die von den Fachleuten, die wir konsultiert haben, üblicherweise anerkannt oder gewürdigt werden. Dass David uns und die Auswirkungen, die Maggies Herausforderungen auf unsere Familie hatten, so klar „sah“, war daher sehr eindrucksvoll. Was diese Anerkennung außerdem so tief gehen ließ, war, dass wir in der Sitzung über nichts davon gesprochen hatten. David hat es einfach gesehen. So wie Maggie sich gesehen, gehört und anerkannt gefühlt hatte, ging es auch Steve und mir.
Welchen Unterschied machte diese Bestätigung also? Zum einen gab sie mir neue Energie weiterzumachen. Sie half auch, die ständigen Fragen oder Schuldgefühle zu verringern, die ich mit mir herumtrage, ob ich genug getan habe oder genug tue, um Maggie zu unterstützen. Diese Fragen lasten zeitweise auf mir, daher war etwas Erleichterung sehr willkommen.
DH: Wäre ich ein cleverer SFBT- & Familientherapeut, hätte ich meinen Vorschlag vielleicht als „Hausaufgabe“ bezeichnet und dann behauptet, ich hätte das bewusst so gemacht. Leider bin ich nicht so clever. Während ich versuchte, ihre Erfahrungen und Erfolge als Familie zu würdigen, war mir damals nicht klar, welch tiefgreifende Wirkung das auf die ganze Familie haben würde.
DH: Ich bin nicht besonders gut in zweiten Sitzungen, vor allem weil ich nicht sehr viele davon mache.
Es heißt allgemein, man eröffne die zweite Sitzung mit etwas wie: „Was ist besser geworden, seit wir uns zuletzt gesehen haben?“ Ich bin sicher, dass mein Mentor Michael Durrant (Durrant, 2024) ziemlich enttäuscht gewesen wäre von meinem kläglichen Einstieg, der so lautete:
Zweite Sitzung, Eröffnung
D: „Also, ich hatte eine gute Woche, ich weiß nicht, wie es bei euch war, was hast du denn so gemacht, Maggie?“
M: „Ähm, nicht viel … nur am Computer rumgehangen … glaube ich, obwohl ich mich an die meisten Wochen nicht erinnere.“
Damals wusste ich nicht, dass „Ähm, nicht viel“ eine gewaltige Untertreibung war, aber die besten Informationen kamen tatsächlich erst heraus, nachdem die zweite Sitzung zu Ende war und ich die Aufnahme beendet hatte. Wie anders wäre die zweite Sitzung wohl verlaufen, wenn ich Maggie zu Beginn eine Version von „Was ist besser geworden?“ gefragt und dann Kate und Steve gefragt hätte, was ihnen aufgefallen war?
Nach einer anfänglichen Unbeholfenheit hatte ich Maggie nach der vereinbarten Hausaufgabe gefragt, aber Maggie sagte, sie könne sich eigentlich nicht erinnern, was es war. Noch mehr Unbeholfenheit.
Ich war mit meiner eigenen Agenda in diese Sitzung gekommen: eine zweite SFBT-Sitzung zu machen. Maggie war in die Sitzung gekommen, weil sie mir von ihren „Schmerztheorien“ erzählen wollte, doch ich hatte sie nicht gefragt, worüber sie sprechen wollte. Es fiel mir schwer, von meinem Plan abzuweichen, aber im Rückblick gab ich Maggie damit eigentlich, was sie wollte: Ihre größten Hoffnungen FÜR DIESE Sitzung bestanden darin, ihrer Schmerzerfahrung einen Sinn zu geben. Dabei konnte ich mir dennoch bestimmte Wörter und Ideen notieren, die sich ausbauen ließen, und das führte zu ihren größten Hoffnungen AUS DIESER Sitzung:
Maggie nannte auch einige mittel- und langfristige Ziele:
Mir war zwar nicht bewusst, dass Maggie bereits deutlich mehr Zeit außerhalb ihres Zimmers verbrachte, aber niemand hätte vorhergesagt, dass Maggie innerhalb von 12 Monaten drei Autoreisen nach Wisconsin unternehmen würde, zwölf Stunden Fahrt entfernt.
KK: Davids einnehmender Gesprächsstil beeindruckte mich weiterhin. Er wirkt aufrichtig interessiert, was es Maggie offenbar leicht macht, auf seine Fragen zu antworten. Als Elternteil fiel mir in dieser Sitzung wieder auf, wie entspannt und wohl Maggie sich bei David fühlte. Es war wunderbar zu sehen, wie offen sie ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Sichtweisen teilte. Ich erinnere mich, dass ich dachte, Davids Vorgehen und Auftreten schienen eine sehr reflektierte, starke und resiliente Seite von Maggie anzusprechen. Wir wissen, dass es diesen Teil von ihr gibt, aber er wird oft von den alltäglichen Herausforderungen verdeckt, mit denen sie konfrontiert ist. Es war wirklich herzerwärmend.
Ich erinnere mich auch, dass ich David äußerst dankbar war, dass er Maggies Fokus auf kleine Ziele annahm und würdigte. Zum Beispiel ihr Ziel, jeden Tag ein paar Stunden außerhalb der Sicherheit und Geborgenheit ihres Bettes zu verbringen. Für Therapierende wäre es leicht, die Bedeutung dessen zu unterschätzen oder herunterzuspielen, aber David erkannte, wie bedeutsam dieses Ziel für Maggie war. Als ihre Mutter war ich begeistert, Maggie sagen zu hören: „Es geht darum, mein Bett nicht mehr als meinen einzigen sicheren Ort zu sehen.“ Das war eine riesige Offenbarung.
Es war leicht zu erkennen, welchen Wert Davids Fokus auf kleine, überschaubare Ziele mit Maggie hatte und wie deutlich das bei ihr Anklang fand. Es schien ihr zu helfen, über die aktuelle Situation hinauszublicken und neue Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Dieser Ansatz deckt sich mit dem, was Valusek (2021) in seiner lösungsfokussierten Arbeit mit Menschen mit chronischen Schmerzen beschreibt. Indem sie sich darauf konzentrieren, Tag für Tag kleine Schritte zu gehen, machen sie trotz chronischer Schmerzen schrittweise Fortschritte auf eine lebenswerte Zukunft hin.
David erwähnte eine gewisse Unbeholfenheit zu Beginn der Sitzung, und ich spürte sie ebenfalls. Es fällt Maggie oft schwer, sich daran zu erinnern, was zwischen den Sitzungen geschehen ist, insbesondere an die täglichen Unterschiede in ihren Aktivitäten oder ihrer Stimmung. Deshalb neigt sie dazu, Fragen danach, wie es ihr geht, aus dem Augenblick heraus zu beantworten. Das kann zu einer Diskrepanz führen. Ich erinnere mich, dass ich unsicher war, wie ich reagieren sollte, weil ich die kleinen, aber bedeutsamen Veränderungen kannte (z. B. mit unserer Familie außerhalb ihres Zimmers interagieren, über andere Dinge als ihre Schmerzen sprechen usw.), die seit ihrem letzten Termin bei David eingetreten waren. Aber da es Maggies Sitzung war und ich als Beobachterin dabei war, beschloss ich abzuwarten, wie sich das Gespräch entwickeln würde.
In dieser wie in anderen Sitzungen ertappte ich mich oft dabei, wie ich meine Perspektive zwischen meiner Rolle als Maggies Mutter und als lösungsfokussierte Praktikerin wechselte. Es war faszinierend, mich zwischen diesen unterschiedlichen Blickwinkeln hin und her zu bewegen, auch wenn beide nicht völlig voneinander getrennt sind. Meine SF-Ausbildung und -Praxis fanden statt, bevor ich Kinder hatte, daher haben SF-Ideen zweifellos mein Muttersein beeinflusst und tun es weiterhin. Für unsere Zwecke hier halte ich es dennoch für hilfreich, die beiden Perspektiven zu trennen.
Ein paarmal während der Sitzung hätte ich, mit dem Hut der SF-Praktikerin, andere Fragen gestellt oder auf einige von Maggies Aussagen anders reagiert. Zum Beispiel, als Maggie von „Trittsteinen“ sprach und David fragte:
Zweite Sitzung
D: „Trittsteine wohin?“
M: „Zum anderen Ufer des Flusses. … Ich habe viele kleine Ziele, und das ist leichter als ein großes Ziel“
Ich hätte vielleicht gefragt: „Was ist auf der anderen Seite des Flusses?“, um zu sehen, ob dabei einige von Maggies größten Hoffnungen oder Elemente ihrer bevorzugten Zukunft deutlicher würden. Allerdings erwies sich Davids Frage „Bist du zuversichtlich, dass du es schaffen kannst?“ als fruchtbar, denn Maggie antwortete: „Ich weiß, dass ich es schaffen kann, es wird nur ein bisschen dauern.“
Daran anknüpfend hätte ich Maggie vielleicht gefragt, was sie über sich selbst weiß, das ihr erlaubt, so zuversichtlich zu sein, dass sie es schaffen kann. Das hätte Raum öffnen können, über frühere Erfolge oder andere mögliche Ausnahmen oder Ressourcen zu sprechen. Allerdings war Davids Nachfrage produktiv, besonders seine Frage, welchen Unterschied es für Maggie machen würde, wenn sie begänne, Zeit außerhalb ihres Zimmers zu verbringen.
Zweite Sitzung
D: „Was ist also das Ziel dabei, ins Wohnzimmer oder in einen anderen Raum zu gehen?“
M: „Einfach nicht im Bett zu sein, ist das Ziel … auch wenn es nur am Schreibtisch ist oder so“
D: „Und was würdest du [wenn du] in einem anderen Raum [bist] machen?“
M: „Ich würde genau dasselbe machen wie immer an meinem Computer. Ich würde nicht ändern, was ich mache, ich würde nur den Ort wechseln. Es geht darum, mein Bett nicht mehr als meinen einzigen sicheren Ort zu sehen.“
D: „Und welchen Unterschied würde es für dich machen, Maggie, wenn du anfängst, dich auf andere Bereiche auszudehnen?“
M: „Ich hoffe, es würde mich glücklicher machen, einfach ein bisschen mehr mit meiner Familie unterwegs zu sein, und meine Stimmung aufhellen und einfach, ich weiß nicht, ich bin eigentlich schon genug in meinem Zimmer“
Während ich dies schreibe, erinnere ich mich an die vielen Male, in denen ich das Team des BFTC betonen hörte, dass ein Teil des Wertes, verschiedenen Therapierenden bei der Anwendung des lösungsfokussierten Ansatzes zuzusehen, darin liegt zu erkennen, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt, lösungsfokussierte Therapie zu machen. Sie kann vielmehr unterschiedlich aussehen und trotzdem lösungsfokussiert sein. Steve de Shazer äußert sich dazu in der Einleitung seines Buches Clues: Investigating Solutions in Brief Therapy (1988) mit Blick auf die damaligen Mitglieder des BFTC-Teams: „Wenn man sich die Gespräche zum ersten Mal ansieht, fallen die Unterschiede ins Auge. Jedes Mitglied des BFTC-Teams hat einen anderen Stil und eine andere Art, das Modell umzusetzen.“ Anschließend kommentiert er die unverwechselbaren Gesprächsstile von Eve Lipchik, Insoo Kim Berg, Elam Nunnally, Wally Gingerich, Ron Kral, mir und sich selbst. Er schließt mit: „Und doch wird jedes Mitglied des Teams sagen, dass wir dasselbe tun!“
Es ist weder beabsichtigt (noch ist der Platz dafür vorhanden), alle 17 Sitzungen zusammenzufassen; wir wollen vielmehr einige zentrale Themen betrachten.
Über weite Strecken der Sitzungen 3–17 folgte das Gespräch ganz natürlich dem Akronym E.A.R.S. – Elicit, Amplify and Reflect, also hervorlocken, verstärken und reflektieren (Turnell & Hopwood, 1994). Manchmal fiel es Maggie schwer, sich daran zu erinnern, was zwischen den Sitzungen geschehen war, was es schwierig machte, Veränderungen hervorzulocken. Kate und Steve sprangen jedoch (wenn sie dazu eingeladen wurden) schnell ein und teilten ihre Sichtweisen. Es war wichtig, mit präsuppositionalen Fragen einzusteigen, damit das Gespräch hervorbrachte, was funktionierte, und nicht, was nicht funktionierte. Sobald eine Veränderung zutage gefördert war, war es ein Einfaches, sie zu klären, zu verstärken und zu reflektieren.
DH: Ich sage es noch einmal: Ich bin kein Familientherapeut und arbeite lieber im Einzelsetting, ohne dass Familienangehörige anwesend sind. Zwar hat mein Gegenüber immer die Möglichkeit, eine Begleitperson zur Unterstützung mitzubringen, doch kläre ich stets deren Rolle (z. B. Beobachtung, emotionale Unterstützung, Teilnahme usw.). Diese Sitzungen machten die wichtige Rolle der Familie deutlich und zeigten, wie wir ihre Anwesenheit sowohl in den Sitzungen als auch zwischen ihnen als Ressource nutzen können. Maggie bestand darauf, dass ihre Eltern anwesend waren, aber alle waren sich einig, dass dies vor allem der Unterstützung der Kommunikation diente, d. h., Maggie sagte, dass sie sich manchmal nicht sehr gut ausdrücken könne. Ich sollte noch feststellen, dass Kate und Steve wertvolle Ressourcen waren, wenn es darum ging, Maggie daran zu erinnern, was zwischen den Sitzungen geschehen war.
Es war zwar praktisch, Kate mit ihren SFBT-Kenntnissen in den Sitzungen zu haben, doch bin ich sicher, dass Maggies natürliche Fähigkeit, das Positive zu sehen, auf ihre Erziehung durch eine lösungsfokussierte Mutter zurückzuführen ist.
KK: Ich war beeindruckt und erfreut, dass David bei der Vorbereitung seiner Arbeit mit Maggie klärte, welche Rolle Steve und ich nach Maggies Wunsch in den Sitzungen spielen sollten. Es war für uns alle wichtig, ein gemeinsames Verständnis darüber zu haben, ob wir uns als vollwertig Beteiligte an den Sitzungen einbringen oder als Beobachtende dabei sein würden, die gelegentlich zu einem Kommentar eingeladen würden. Maggie machte deutlich, dass die Sitzungen ihr gehören sollten, aber mit Steve und mir als Anwesenden, und dass David die Einzelheiten weiter erkundete, zeigte seine Absicht, Maggies Wünsche zu respektieren und zu würdigen. Für Steve und mich war es ebenso wichtig zu wissen, was unsere Rolle sein würde und was nicht.
Ich muss zugeben, dass es manchmal schwierig war, nur Beobachterin zu sein. Es gab Momente, in denen ich als Mutter versucht war einzugreifen, um etwas, das Maggie gesagt hatte, zu ergänzen oder klarzustellen. Zu anderen Zeiten war ich als SFBT-Praktikerin versucht einzugreifen, um Maggie eine Frage zu stellen. Vor allem aber war es faszinierend und eindrucksvoll, mich zurückzulehnen und einem erfahrenen lösungsfokussierten Therapeuten bei der Arbeit zuzusehen und Zeugin der positiven Wirkung zu werden, die das auf Maggie zu haben schien. Wir hörten sie Dinge über sich sagen, die mit ihrem Kompetenzgefühl, ihrer Resilienz, ihrer Entschlossenheit und ihrer inneren Stärke zu tun hatten und die wir im Alltag nicht oft hören. Es war zeitweise sowohl bewegend als auch herzerwärmend.
DH: Gegen Ende der vierten Sitzung sprach Maggie über ihren Weg durch den Brustkrebs und erzählte, dass sie darüber schon in einer früheren Beratung gesprochen, aber den Eindruck gewonnen habe, dass man dort nicht verstanden habe, was sie durchgemacht hatte. Ich hatte mich nach Kräften bemüht, nicht in Probleme einzutauchen, begann aber zu befürchten, dass ich damit ihre Erfahrungen entwerten könnte. Maggie fragte, ob wir die nächste Sitzung nutzen könnten, um mehr über ihren Weg durch den Krebs zu sprechen. Zur Vorbereitung schickte Maggie mir einen Link zu ihrer Seite auf der Website Caring Bridge, einem Online-Tagebuch mit Fotos, das ihren Weg dokumentierte.
In der fünften Sitzung ging es viel darum, Maggies Krebsgeschichte zuzuhören, aber das war es, was Maggie FÜR die Sitzung wollte. Ich stellte der Sitzung die Erkundung von Maggies größten Hoffnungen AUS der Sitzung voran. Sie sagte sehr deutlich, dass sie, wenn sie sich gehört fühlte, weitergehen könne. Ich wusste, dass es ein Gleichgewicht brauchte zwischen dem Zuhören und Anerkennen des Schlimmen einerseits und dem Hervorheben der Stärken und Leistungen andererseits.
17. April, E-Mail von Kate an David
Hallo David,
danke dir für ein weiteres hilfreiches Gespräch. Ich habe etwa eine Stunde nach unserer Sitzung nach Maggie gesehen, und sie sagte, sie fühle sich ausgelaugt, aber gut. Ich fragte, ob es etwas Bestimmtes gebe, das sie aus den Gesprächen über ihren Weg durch den Krebs mitzunehmen hoffte, und Maggies Antwort war „Abschluss“. … sie sagte nur, es sei hilfreich gewesen, darüber zu sprechen und sich gehört zu fühlen.
KK: Ich weiß nicht mehr genau, wie ich es formuliert habe, aber ich erwähnte David gegenüber die emotionale Erschöpfung, die wir mit uns tragen, weil wir wissen, dass Maggies Zukunft wahrscheinlich weiterhin gesundheitliche Herausforderungen und Rückschläge mit sich bringen wird. Ich habe den Eindruck, dass wir alle zwischen Sorge, Akzeptanz, Frustration, Resignation und Entschlossenheit schwanken. Wir leben Tag für Tag mit dem Wissen, und manchmal der Angst, welche weiteren Herausforderungen auftauchen werden.
Ich erinnere mich auch, dass ich David von einer Analogie erzählte, an die ich oft denke, wenn Maggie entmutigt ist. Ich stelle mir einen Boxer vor, der im Laufe eines Kampfes mehrmals zu Boden geht. Jedes Mal steht er wieder auf, anfangs schnell, aber nach einer Weile und mit weiteren Treffern dauert es immer länger. Mit jedem Niederschlag wird die Herausforderung größer. Das haben wir mit Maggie über die Jahre erlebt.
DH: Es dauerte nur wenige Tage bis zum nächsten Rückschlag. In der sechsten Sitzung erfuhr ich, dass Maggie gerade eine Biopsie einer Zyste am Eierstock gehabt hatte und die Sorge bestand, es könnte sich um einen neuen Krebs handeln. Die Ergebnisse sollten erst in zwei Wochen vorliegen. Wieder war es eine schwere Sitzung, diesmal aber gefolgt von einem bangen Warten.
10 Tage später erhielt ich eine E-Mail, in der einfach stand: „Krebsfrei“, aber damit war es nicht vorbei.
KK: Infolge dieses Schreckens und der erheblichen Schmerzen durch die Endometriose entschied Maggie, sich einer Hysterektomie zu unterziehen, damit die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Krebserkrankung geringer würde. Es war eine große Entscheidung und eine schwere Zeit. Seit der ersten Brustkrebsdiagnose 2017 hatte Maggie jedes Gefühl der Unverwundbarkeit verloren, das so viele junge Menschen haben. Für sie war dieses Gefühl ohnehin schon brüchig gewesen, wegen der zahlreichen anderen Entwicklungs- und Gesundheitsprobleme, mit denen sie zuvor zu kämpfen hatte. Die Krebsdiagnose hat es ausgelöscht.
Während also für die meisten jungen Frauen Eierstockzysten ein unangenehmes Ärgernis sein mögen, fühlte es sich für Maggie wie eine schwere Krise an. Ihre Gedanken, und unsere, gingen sofort zu der Frage, ob es sich um ein metastasiertes Rezidiv des Brustkrebses handeln könnte, da die Art von Brustkrebs, die Maggie gehabt hatte, eine höhere Rückfallrate hat als andere. Insofern war die Angst nicht unrealistisch.
DH: Ich wusste, dass Maggie sich früher einer elektiven doppelten Mastektomie unterzogen hatte, deshalb hoffte ich, mich darauf konzentrieren zu können, wie sie das gemeistert hatte, und diese Erfahrung zu nutzen, um ihr durch die nächste Operation zu helfen. Bei einer Hysterektomie gab es jedoch einige zusätzliche Faktoren, darunter die daraus folgende Unfruchtbarkeit, über die Maggie sprechen wollte. Auch wenn sich unser Gespräch wie Trauern anfühlte, entstand dabei für Maggie ein Gefühl der Klarheit. Ihr Fokus verlagerte sich rasch darauf, fit zu werden und die Operation zu überstehen. In den folgenden Sitzungen ging es weniger um „Was wird für dich das erste Zeichen sein, dass du dich vorbereitest?“, sondern überwiegend um Gespräche darüber, was Maggie seit der letzten Sitzung getan hatte. In dieser Zeit habe ich Maggie nicht gesagt, irgendetwas zu tun. Stattdessen setzte Maggie selbst Ziele und Aktivitäten in Gang, darunter Gewicht verlieren, mehr Bewegung, eine Ernährungsumstellung und die Stabilisierung ihres Diabetes. Maggie wurde auch immer selbstverständlicher darin, mir zu erzählen, was sie getan hatte (und warum), statt mich die Informationen aus ihr herausholen zu lassen. Maggie fand sowohl ihre Stimme als auch ihre Autonomie. Ich kann nur rätseln, ob ihr bewusst oder unbewusst klarer war, welche Fragen ich stellen würde.
Maggies Operation verlief erfolgreich, und sie war zu Hause, um Weihnachten mit ihrer Familie zu feiern.
KK: David hat eine von Natur aus entspannte Art, die sehr beruhigend und ermutigend wirkt. Mich beeindruckte, wie er lösungsfokussierte Fragen in die Sitzungen einflocht, auf eine Weise, die ganz authentisch und echt wirkte. Mehrmals stellte er seinen Fragen Aussagen voran, die Mitgefühl und Staunen über das ausdrückten, was er über Maggie erfuhr. Dadurch wurden Fragen nach Maggies Bewältigung, ihrer Fähigkeit, positiv zu bleiben, oder ihrer Entschlossenheit noch wirkungsvoller und bedeutsamer.
Zu den vielen Dingen, die ich an meiner Zeit am BFTC geschätzt habe, gehörte, dass das Team beim Lehren des Ansatzes die grundlegenden Annahmen, die als Fundament der lösungsfokussierten Arbeit dienten, klar benannte. Eve Lipchik tut dies auf wunderbare Weise in ihrem Buch Beyond Technique in Solution-Focused Therapy (2002), in dem sie eine Reihe leitender Annahmen darlegt. Mir fiel auf, dass David viele davon in seiner Arbeit mit Maggie anwandte:
Zu den Dingen, die mir in Davids Interaktion mit Maggie auffielen, gehörte, dass es sich wie ein echtes Gespräch anfühlte. Es war nicht einfach so, dass David eine Reihe von SF-Fragen stellte oder Techniken anwandte, ohne dass dazwischen etwas geschah. Vielmehr waren Davids Fragen von einer umfassenderen SF-Haltung und -Denkweise umgeben und in sie eingebettet, im Einklang mit den von Lipchik formulierten Annahmen. Für mich ist das das Zeichen fachlichen Könnens: Man fühlt sich mit dem Ansatz wohl und kann ihn auf authentische Weise anwenden.
Was ich gelernt habe und immer noch lerne, ist, mich nach Maggies Tempo zu richten. Zwischen ihren chronischen Schmerzen und ihrem Autismus (der für Maggie zahlreiche sensorische Schwierigkeiten, Gedächtnisprobleme und eine verlangsamte Verarbeitungsgeschwindigkeit mit sich bringt) ist ihr Tempo ganz anders als meines. In vieler Hinsicht ähnelt das der Arbeit von Therapierenden oder Coaches mit den Menschen, die sie begleiten, bei der das Pacing (d. h. neben der Person hergehen, statt sie zu führen oder zu drängen) ein so wichtiger, aber oft unterschätzter Teil des Prozesses ist. David schien eine natürliche Fähigkeit zu haben, in Maggies Tempo zu arbeiten, und doch vermute ich, dass das, was ich sah, sich sehr von seiner Arbeit in der Notaufnahme oder in der Single-Session-Therapie unterschied. Insofern war dies ein weiteres Beispiel dafür, wie der Ansatz auf das zugeschnitten wurde, was Maggie brauchte.
DH: Für Maggie war es wichtig, sich gehört zu fühlen, vor allem angesichts ihrer früheren Beratungserfahrung, bei der sie sich nicht gehört gefühlt hatte. Vertrauen, Empathie und Validierung erwiesen sich für Maggie allesamt als wichtig, ebenso wie ein Vorgehen in einem Tempo, mit dem sie sich wohlfühlte. Wie Kate also festgestellt hat, ging es in diesen Gesprächen weniger darum, „SFBT zu machen“, als vielmehr darum, nützliche Gespräche auf der Grundlage der Prinzipien der SFBT zu führen. Nach 17 Sitzungen haben wir es auf genau eine vollständige Skalierungsfrage gebracht, und es ist mir nicht einmal in den Sinn gekommen, irgendetwas zu tun, das der Wunderfrage ähnelt.
DH: Mich hat schon immer interessiert, wie ein lösungsfokussierter Ansatz mit den Grundprinzipien der Pflege übereinstimmt (McAllister, 2007; Smith, 2021; Wand, 2010; Webster et al., 1995). Die pflegerische Beziehung beruht auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt, auf der Förderung von Selbstwirksamkeit und Autonomie der gepflegten Menschen, auf dem Fokus auf Stärken und auf einem pragmatischen Vorgehen. Michael Durrant sagte mir einmal, Pflegefachkräfte seien die pragmatischsten Fachleute, die er kenne.
Hildegard Peplau war die erste Pflegende, die in ihrer Theory of Interpersonal Relations (Peplau, 1952) über die therapeutische Beziehung schrieb, gefolgt von anderen, darunter Joyce Travelbee (1969). Meine erste Beschäftigung mit der therapeutischen Beziehung begann 1993 in meinem ersten Jahr der Pflegeausbildung, als ich ein Lehrbuch von Arnold und Boggs (1989) las. Dieses Buch hebt nicht nur die Bedeutung der therapeutischen Beziehung hervor, sondern ich entdeckte später auch, wie sehr es mit einem lösungsfokussierten Ansatz übereinstimmt, unter anderem in folgenden Punkten:
Durrant (2024) stellt zu Recht fest, dass die therapeutische Beziehung ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Therapieergebnisse ist, die lösungsfokussierte Literatur deren Bedeutung jedoch nicht hervorgehoben hat. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist hier Eve Lipchik, eine der wenigen, die ausführlich über die Bedeutung der Beziehung zwischen therapeutischer Fachkraft und Klientin oder Klient geschrieben haben (Lipchik, 2002, 2017). Lipchik erklärte, dass das frühe Team in Milwaukee nicht ausdrücklich über die therapeutische Beziehung sprach, weil es aus interaktioneller/systemischer Sicht als selbstverständlich galt, dass die Verbindung zwischen den Menschen in Therapie und den Therapierenden wichtig ist. Es war Lipchik selbst, die beschloss, ausdrücklich über die therapeutische Beziehung zu schreiben, weil sie nicht wollte, dass SF-Therapierende glaubten, sie sei unwichtig (persönliche Mitteilung an KK, 6. September 2024).
Kürzlich hat das Australian Institute of Family Studies mit Unterstützung von Will Dobud (aus der SFBT-Praxis) eine knappe Zusammenfassung zur Bedeutung der therapeutischen Beziehung veröffentlicht (MacDonald & Dobud, 2024). Im hier beschriebenen therapeutischen Prozess wurde der Beziehung viel Zeit und Gewicht beigemessen. Maggie hat geäußert, dass sie dadurch:
Maggie stellte fest, dass ihr diese Dinge halfen, das Gefühl zu entwickeln, Probleme „durchstehen“ und sich in die gewünschte Richtung bewegen zu können (d. h. Kompetenz und Fähigkeit). Doch ganz gleich, was ich darüber denke: Für Maggie war eine auf Vertrauen und Verbundenheit gegründete Beziehung eines der wichtigsten Dinge.
KK: Davids Fokus auf die therapeutische Beziehung war besonders bedeutsam, weil Maggie schon früh deutlich machte, dass es ihr wichtig war, sich gehört und respektiert zu fühlen. Von Anfang an äußerte sie, dass es für sie entscheidend sei, das Gefühl zu haben, dass David sie „verstand“, ihre Sichtweise wertschätzte, sie ernst nahm und ihre Kämpfe würdigte. Hätte David einfach eine Reihe von SF-Fragen gestellt, ohne eine Beziehung aufzubauen oder Wertschätzung für Maggies Lebenserfahrung zu vermitteln, wären die Ergebnisse sicher nicht so positiv gewesen.
Maggie hat David etwa einmal im Monat gesehen, denkt aber offensichtlich auch zwischen den Sitzungen über ihre Gespräche nach. Sie hat zwischen den Sitzungen oft kommuniziert, indem sie David E-Mails mit Fotos oder Beschreibungen von Aktivitäten schickte, denen sie nachging, oder sogar Liedtexte, die sie bedeutsam fand. Es ist klar, dass Maggie sich mit David verbunden fühlt und ihm vertraut, was auf eine starke therapeutische Beziehung hinzudeuten scheint. Eve Lipchik schrieb, dass „die Grundlage therapeutischer Beziehungen, unabhängig von der Ausrichtung, Vertrauen ist.“ (2002, S. 25–26). Vertrauen ist für Maggie besonders wichtig, gerade im Licht einiger früherer unbefriedigender Therapieerfahrungen. Wenn sich Fachleute aus der Klinik fragen, ob es möglich und wichtig ist, sich um die therapeutische Beziehung zu kümmern und dennoch lösungsfokussiert zu arbeiten, wäre meine Antwort ein klares „Ja“.
de Shazer (1991) beschrieb die therapeutische Beziehung als ein „ausgehandeltes, einvernehmliches und kooperatives Unterfangen“, das sich auf das Erkennen von Ausnahmen, Zielen und Lösungen richtet. Weiter heißt es, dass „all dies ausgehandelt und hervorgebracht wird, während Therapierende und Menschen in Therapie gemeinsam missverstehen, sich einen Reim auf ansonsten mehrdeutige Ereignisse, Gefühle und Beziehungen machen und ihnen Bedeutung geben.“ (1991, S. 74) Auch wenn er die Frage des Vertrauens nicht so offen anspricht wie Lipchik, ließe sich argumentieren, dass das, was de Shazer beschrieb, ein gewisses Maß an Vertrauen auf Seiten der Person in Therapie erfordert, damit die Therapie nützlich ist. In jüngerer Zeit erklärt Burns (2024), dass Empathie und Vertrauen entscheidende Bestandteile jedes helfenden Gesprächs sind: „Nach meiner Erfahrung in der Arbeit mit marginalisierten Gruppen und mit Menschen, die von der Gesellschaft insgesamt ausgegrenzt werden, sind Empathie und Beziehungsaufbau … unverzichtbare Bestandteile. … Empathie war die magische Zutat, die Barrieren abbaute, Vertrauen schuf und tiefe und heilige Gespräche eröffnete.“ (2024, S. 149)
DH: Dieser Abschnitt wurde in einem Auswertungstreffen mit Maggie, Kate und Steve zwei Monate nach unserer 17. Sitzung erarbeitet. Ich wollte Erfolge nicht einfach annehmen und aus meiner Sicht beschreiben, so wie ich auch keine Hoffnungen, Richtungen und Anweisungen vorgeben möchte.
Maggie bezeichnet als ihren größten Erfolg die Entscheidung für eine elektive Hysterektomie. Das war offensichtlich eine gut durchdachte Entscheidung, bei der sie ihre Möglichkeiten abwog, vor allem ihren Traum, eines Tages Mutter zu werden. Zweitens ist Maggie stolz auf ihre gewachsene Fähigkeit, mit chronischen Schmerzen so umzugehen, dass deren Auswirkungen auf ihr Leben möglichst gering bleiben. Dazu gehörten ein neues Verständnis ihrer Grenzen, ein größeres Wissen über die Ursachen von Schmerzen und das Experimentieren mit Schmerzmitteln, um die Schmerzen besser zu kontrollieren und Nebenwirkungen wie Sedierung zu begrenzen.
Maggie fasste ihre Erfolge zusammen, indem sie darüber nachdachte, auf welche Weise sie „mein Leben wieder aufbauen“ konnte. In praktischer und sichtbarer Hinsicht habe ich mit Blick auf Maggies frühe Ziele vieles bemerkt: mehr Zeit außerhalb ihres Zimmers zu verbringen, aktiver zu sein und weiter von zu Hause weg zu reisen. Maggie hat außerdem neue Hobbys aufgenommen und ihre Kochkünste erweitert.
Steve beschreibt die Dinge auf einer tieferen Ebene und teilt Maggies Erfolge im Grunde in zwei getrennte, aber miteinander verbundene Bereiche ein. Während viele der Verhaltensänderungen offensichtlich sind, bemerkt er Veränderungen auf einer tieferen persönlichen Ebene. Maggie hat ein stärkeres Bedürfnis, eine Diagnose zu verstehen, doch dieses gewachsene Verständnis führt tatsächlich dazu, dass sie sich weniger auf die Diagnose konzentriert und stärker für sich selbst eintritt. Sie kann besser über das Problem hinausdenken und hat einen stärkeren Wunsch, sich in die Richtung zu bewegen, in die sie gehen möchte. Steve bemerkt außerdem, dass Maggie ihre Welt auf bewusste Weise erweitert hat, zum Beispiel indem sie Fähigkeiten und Wissen (etwa das Backen) nutzt, um ihre soziale Welt zu erweitern (Menschen kennenzulernen).
KK: Zwischen den Sitzungen bemerkten Steve und ich eine Reihe von Veränderungen bei Maggie. Zum einen begann sie allmählich, mehr Zeit außerhalb ihres Zimmers zu verbringen. Lange Zeit hatte Maggie sich beklagt, dass ihr unsere Wohnzimmermöbel nicht gefielen, weil sie wegen ihrer Körper- und Gelenkschmerzen unbequem zum Sitzen seien. Sie fragte, ob wir in Erwägung ziehen würden, einen Sessel eigens für sie zu kaufen, den sie selbst aussuchen könnte. Das taten wir, und es machte einen deutlichen Unterschied für die Zeit, die Maggie außerhalb ihres Zimmers verbrachte.
Maggie bat auch häufiger darum, auszugehen, manchmal in den Supermarkt, auf einen Bauernmarkt, in die Bibliothek oder in einen der vielen Secondhandläden, die sie und ich gern erkunden. Sie fing wieder an zu backen und begann, verschiedene gemüsebasierte Rezepte zuzubereiten, die sie schon lange ausprobieren wollte.
In den Monaten mit angenehmem Wetter, wenn es warm genug war, um draußen zu sein, verbrachte unsere Familie im vergangenen Jahr viele Abende auf unserer Terrasse mit Brettspielen, Musikhören und Gesprächen. Das war ein weiteres Zeichen des Fortschritts.
Was an diesen und anderen Entwicklungen besonders schön war: Sie boten die Gelegenheit, angenehme Zeit mit Maggie als Mensch statt als Patientin zu verbringen. Wir sprachen über andere Themen als ihre Gesundheit und genossen es einfach, zusammen zu sein. Es war nicht so, dass Maggie keine Schmerzen mehr hatte. Vielmehr schien sie sich zu entscheiden, die Schmerzen ihrem Leben nicht im Weg stehen zu lassen. Gelegentlich bemerkte sie sogar, sie habe beschlossen, „die Zähne zusammenzubeißen“ und zu tun, was sie tun wollte.
Der größte Fortschritt waren die drei Autoreisen nach Wisconsin im vergangenen Jahr. Wir haben dort viele liebe Menschen aus Freundeskreis und Familie, die uns sehr wichtig sind, vor allem unsere jüngere Tochter. Maggie beschloss, alles Nötige zu tun, um die zwölfstündige Autofahrt zu ihnen bewältigen zu können. Reisen ist für Maggie nicht einfach, aber sie kennt sich gut und plante akribisch, was sie tun musste, um die Fahrten so angenehm wie möglich zu machen. Und sie hat es geschafft!
DH: In unserer 14. Sitzung hatte ich Maggie gebeten, über ihre Fortschritte nachzudenken und zu überlegen, was in den vergangenen 11 Monaten hilfreich gewesen war. Maggie sagte, es sei wirklich hilfreich gewesen, jemanden zu haben, der ihre Probleme verstand, vor allem all die medizinischen Dinge, und dass ich ihr sagen konnte, was sie tun sollte.
Sitzung 14
D: „Es tut mir leid, dich zu enttäuschen, Maggie, aber ich glaube, ich sollte ehrlich sein. Ich verstehe die meisten Dinge, über die du gesprochen hast, wirklich nicht. Ich verstehe Krebs nicht, ich verstehe chronische Schmerzen nicht, und gynäkologische Probleme verstehe ich auch nicht. Aber was ich verstehen kann, oder zumindest zu verstehen versuchen kann, ist, wie sich diese Dinge auf dein Leben auswirken.“
M: „Okay, aber bis ich mit dir rede, merke ich nicht, dass ich die Antworten schon habe, oder Teile der Antwort, und du hilfst mir, das zu sehen.“
DH: Maggies Fortschritte waren ganz bemerkenswert, und in vieler Hinsicht genügen die folgenden E-Mails, um den Weg zusammenzufassen:
19. Februar, E-Mails zwischen Kate und David (zum Schreiben dieses Artikels)
Hallo David,
schön, von dir zu hören, und danke für das Update … Ich weiß es zu schätzen, dass du mir Hinweise und Vorschläge zum Artikel gibst, also schick sie gern weiter, und ich bleibe dran. Zeitblöcke zu finden, war in letzter Zeit etwas schwierig. Maggie geht es besser, was natürlich großartig ist, aber das heißt, dass sie mehr Zeit außer Haus verbringen oder zu Hause etwas gemeinsam unternehmen möchte. Einerseits liebe ich das und bin begeistert, dass sie aus ihrem Zimmer herauswill. Andererseits habe ich dadurch weniger Zeit für meine Projekte. Trotzdem bin ich zuversichtlich, was unseren Zeitplan für die Jahresmitte angeht.
Hab eine gute Woche!
Kate
—
Du bist also ein Opfer von Maggies Erfolg? Herrlich!
David
—
Ja … ziemlich ironisch, oder?!
Kate
Diese Fallstudie zeigt beispielhaft, wie SFBT in 17 Sitzungen über 16 Monate eingesetzt wurde, um einen Menschen mit einer komplizierten Krankengeschichte und lebenslangen Bedürfnissen zu unterstützen. Die Verfassenden sind der Überzeugung, dass SFBT auf einem Fundament aus Vertrauen und einer starken therapeutischen Beziehung aufbauen sollte. Der Ansatz muss außerdem flexibel und auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten (kognitiv, sprachlich und körperlich) der einzelnen Person zugeschnitten sein. Die Rolle der Familie kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, und dieser Fall zeigt Wege auf, wie die Familie zur Unterstützung des therapeutischen Prozesses einbezogen werden kann.
Zum Schluss möchten die Verfassenden Maggie sowohl zu ihrem Einsatz als auch zu ihren Erfolgen in den letzten 16 Monaten gratulieren, und wir alle sind gespannt darauf, was als Nächstes geschieht. Wir danken Maggie auch dafür, dass sie bereit war, ihre Geschichte zu teilen. Maggie hofft gemeinsam mit den Verfassenden, dass ihre Geschichte andere Menschen in ähnlich komplizierten Situationen und mit lebenslangen medizinischen Problemen dazu inspirieren kann, ihre Ziele zu erreichen, ganz gleich, welche Prüfungen ihnen widerfahren.
Interessenkonflikte. Die Verfassenden geben keine Interessenkonflikte an.
Complexe Systémique: das Wichtigste
Eine Fallstudie in drei Stimmen, selten in der Literatur des Ansatzes, weil hier die Klientin selbst zu Wort kommt und die Mutter gleich zweifach spricht, als Mutter und als ehemalige Auszubildende des BFTC. Was sie zeigt: eine lösungsfokussierte Langzeittherapie (siebzehn Sitzungen, sechzehn Monate) fast ohne ihre typischen Techniken, aber mit ihren Grundannahmen, jenen, die Eve Lipchik in Beyond Technique dargelegt hat, und mit einer Beziehung, die das frühe Team in Milwaukee für zu selbstverständlich hielt, um sie niederzuschreiben. Zwei Kunstgriffe zum Merken: die doppelte Frage nach den größten Hoffnungen für diese Sitzung und aus dieser Sitzung, und die Aufgabe, die den Eltern anstelle des ersten Honorars gestellt wird. Zu lesen zusammen mit dem Interview mit David Hains über die Notaufnahme, aus der er kommt, und den Bekenntnissen von Michael Durrant, seinem Mentor, darüber, was lösungsfokussiert ist und was nicht.
Aus Kates E-Mail an David vom 25. Februar 2023, mit Maggie in Kopie:
25. Februar 2023, E-Mail von Kate an David
Maggie ist eine reizende, freundliche, lustige und kreative 28-Jährige (das sind nur einige der vielen positiven Beschreibungen, die mir für sie einfallen). Sie lebt zu Hause bei Steve (meinem Mann und ihrem Vater) und mir. Was Maggies Vorgeschichte angeht und einige Dinge, die du nach ihrem Wunsch wissen solltest … sie kam 10 Wochen zu früh mit einer genetischen Anomalie namens Triple-X-Syndrom (oder 47,XXX) zur Welt, von der wir durch eine Fruchtwasseruntersuchung erfahren hatten. Maggie hatte als Kind verschiedene gesundheitliche und entwicklungsbezogene Schwierigkeiten; mit 8 Jahren wurde bei ihr ADHS und mit 15 eine Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert. Auch wenn ich in meiner therapeutischen Laufbahn keine Freundin solcher Diagnosen war, empfanden Maggie und unsere Familie sie tatsächlich als hilfreich, um einige der Schwierigkeiten zu verstehen, mit denen sie zu tun hatte, und als hilfreich, um den Lehrkräften und anderen zu erklären, dass sie nicht faul, unmotiviert, unkonzentriert, verträumt war oder was sonst an negativen Beschreibungen über sie gesagt wurde. Vielmehr konnten wir verstehen, dass Maggie völlig intelligent und kreativ ist und dass ihr Gehirn einfach anders funktioniert als das neurotypischer Menschen.
Maggie hatte als Kind viele körperliche Beschwerden, darunter Bauchschmerzen, und inzwischen vermuten wir, dass sie möglicherweise an abdomineller Migräne litt. Darauf kamen wir, als sie mit 10 Jahren erhebliche und lang anhaltende Kopfschmerz-Migräne bekam. Seitdem hat sie weiterhin chronische, fast tägliche Kopfschmerzen. In ihren späten Teenagerjahren bekam Maggie anhaltende und erhebliche Muskel- und Gelenkschmerzen, und Anfang zwanzig wurde bei ihr Fibromyalgie diagnostiziert.
Im Alter von 22 Jahren, im Mai 2017, entdeckte Maggie einen Knoten in ihrer Brust, und kurz darauf wurde eine aggressive Form von dreifach negativem Brustkrebs diagnostiziert. Zum Glück lebten wir in einer Universitätsstadt (Madison, Wisconsin) mit einem angesehenen Universitätsklinikum und Krebszentrum, sodass Maggie hervorragend versorgt wurde. Trotzdem hatte sie 18 zermürbende Behandlungsmonate … zwei Serien mit mehreren Chemozyklen, gefolgt von zwei Operationen, Strahlentherapie und weiterer Chemo. Im Oktober 2018 wurde Maggie für krebsfrei erklärt. Auch wenn sie als krebsfrei galt, forderte die Tatsache, dass sie diesen seltenen Fall von Brustkrebs in so jungen Jahren erlebt hatte, einen emotionalen Tribut und hinterließ bei Maggie die ständige Angst vor einem Rückfall. Diese Angst führte dazu, dass sie sich vor gut einem Jahr für eine elektive doppelte Mastektomie entschied. Maggie sagt, sie fühle sich mit dieser Entscheidung gut und bereue nichts. Die Entscheidung war ihre eigene, und sie ist fest davon überzeugt, dass es die richtige war.
Maggies Migräne ließ während der Krebsbehandlung deutlich nach, wir vermuten wegen der Steroide, die sie bekam. Schließlich kam die Migräne jedoch mit voller Wucht zurück. Zu diesem Zeitpunkt hielt man in der Neurologie sie für eine Kandidatin für eine Ablation des Okzipitalnervs. Maggie hatte 2019 zwei Ablationen, die die Schmerzen jeweils etwa 2 Monate lang auf ein Minimum reduzierten, aber die Migräne kehrte schließlich zurück, als die Nerven nachgewachsen waren.
Als Steve eine neue Stelle in Fayetteville, Arkansas, angeboten wurde, zog unsere Familie Ende 2019 von Wisconsin nach Arkansas. Wir hatten große Hoffnungen auf einen Neuanfang, aber bald traten weitere gesundheitliche Probleme auf. Zuerst bekam Maggie das Epstein-Barr-Virus, und ein Jahr später entwickelte sich ein ausgedehnter Pilzbefall tief in ihren Nasennebenhöhlen. Beides dauerte lange, bis es diagnostiziert war, und war mit zahlreichen Arztbesuchen und Besuchen in der Notaufnahme verbunden. Der Pilzbefall brachte außerdem eine Reihe unangenehmer Untersuchungen und eine Operation zu seiner Entfernung mit sich.
Eine weitere aktuelle Herausforderung waren umfangreiche Zahnbehandlungen, darunter zahlreiche Wurzelbehandlungen und Kronen. Schon als wir noch in Madison lebten, hatte sie umfangreiche zahnchirurgische Eingriffe mit denselben Verfahren gehabt. In der zahnärztlichen Fachpraxis vermutet man, dass Maggies Frühgeburt zu schwachem Zahnschmelz geführt hat und dass die Strahlentherapie wahrscheinlich zusätzliche Probleme verursacht hat.
Die letzte Herausforderung, die ich erwähnen will, besteht seit April letzten Jahres: Maggie bekam starke, tiefe, anhaltende und ständige Knochenschmerzen. Angesichts ihrer Krebsvorgeschichte befürchteten wir und ihr Behandlungsteam zunächst einen Rückfall, der jedoch ausgeschlossen wurde. Maggie war bei zahlreichen Fachleuten, die alle bestätigten, dass die Schmerzen real sind, aber niemand konnte die Ursache herausfinden. Ihre Blutsenkung und ihre CRP-Werte waren ziemlich hoch, aber man konnte nicht feststellen, warum. Die einzige Erklärung, die irgendjemandem einfällt, ist, dass die Schmerzen kurz nach einer der Covid-Auffrischungsimpfungen begannen. Maggie hatte kürzlich einen speziellen Bluttest, der eine genetische Veranlagung zu entzündlichen Erkrankungen zeigte, daher die Vermutung, dass die Auffrischungsimpfung vielleicht eine Entzündungsreaktion ausgelöst hat. Unabhängig von der Ursache waren die Schmerzen für Maggie hart, und keines der Medikamente, die ihr verschrieben wurden, half. Vor Kurzem erfüllte Maggie jedoch die Voraussetzungen für medizinisches Cannabis, das sie seit Dezember verwendet und das ihr bisher am meisten geholfen hat.
Wie du siehst, hatte Maggie in ihrem Leben mehr als ihren Anteil an Herausforderungen. Trotzdem ist sie entschlossen, weiterzumachen und Momente des Glücks zu finden. Sie ist eine starke, mutige, entschlossene und kämpferische junge Frau, so viel ist sicher. Trotzdem setzen ihr die Schmerzen und die Sorgen manchmal zu. Wir suchen eine therapeutische Fachkraft, die Maggie hilft herauszufinden, wie sie am besten mit den Schmerzen und den anderen Schwierigkeiten umgehen kann, mit denen sie konfrontiert ist. Angesichts meines eigenen Hintergrunds in der lösungsfokussierten Arbeit hoffe ich, dass dieser Ansatz am hilfreichsten wäre.
KK: Weitere Probleme, die ich in der E-Mail an David nicht erwähnt habe, sind ein komplizierter Blinddarmdurchbruch, den Maggie mit 8 Jahren erlitt und der eine Operation und einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt erforderte, sowie ein Typ-2-Diabetes, der während Maggies Krebsbehandlung auftrat, wahrscheinlich als Folge der Steroide, die sie im Rahmen ihrer Chemotherapie erhielt.
27. Februar, E-Mail von Kate an David
Hallo David,
ich hoffe, ich überschreite keine Grenze, wenn ich dir getrennt von Maggie schreibe. Ich wollte dir nur sagen, wie sehr ich die Art geschätzt habe, wie du das Gespräch heute strukturiert hast, und wie dankbar ich dir bin, dass du bereit bist, mit Maggie zu arbeiten. Ich fand deinen Ansatz wunderbar und war von Maggies Antworten wirklich begeistert und berührt. Dass du ihre Erfahrung anerkannt und den Fokus auf kleine Schritte gelegt hast, war genau das, was sie brauchte.
Danke!
27. Februar, Antwort-E-Mail von David an Kate
Hallo [Kate],
ich finde nicht, dass du damit eine Grenze überschreitest. Ich freue mich über die Rückmeldung, danke. Ich hoffe, Maggie findet das alles nützlich.
Ich war wirklich erstaunt über das, was sie gesagt hat, und darüber, wie sie so positiv bleiben kann. Ich hoffe, dass ich in irgendeiner Weise dazu beitragen kann, dass das weitergeht und wächst.
Was die Bezahlung angeht, werde ich darüber nachdenken und mich nach unserem Gespräch nächste Woche bei dir melden.
KK: David antwortete ein paar Tage später noch einmal, und seine Nachricht hat mich umgehauen.
1. März, E-Mail von David an Kate
… ich möchte, dass du zu Steve gehst und ihn um das Geld bittest (für die Bezahlung). Dann möchte ich, dass du das Geld nimmst und in ein Geschäft, ein Lokal, ein Café oder ein Restaurant gehst und etwas für dich und Steve kaufst. Das könnte ein Essen sein, eine Pizza, eine Schachtel Pralinen, ein Becher Eis, eine Flasche Wein oder was immer ihr beide mögt. Dann möchte ich, dass ihr ein Foto davon macht und es mir schickt. Das kann ein Foto sein, auf dem ihr es genießt, oder einfach eines von der Sache selbst.
Dann möchte ich, dass ihr an alles denkt, was ihr in 28 Jahren durchgemacht habt (aber verweilt nicht zu lange dabei), und euch selbst zu all der guten Arbeit gratuliert und dazu, dass ihr so viele schwere Zeiten überstanden habt.
Ich werde auch mit euch feiern – ihr habt das Glück, die schöne „Sache“ zu genießen, und ich habe das Glück, sie euch zu schenken.
Erst wenn ihr mir das Foto geschickt habt und nach unserer nächsten Sitzung, schicke ich euch die Zahlungsdetails für die folgenden Sitzungen (die billiger und für euch beide wahrscheinlich weniger kalorienreich sein werden).
Ich freue mich auf das Foto.
Pass auf dich auf
David
2. März, Antwort-E-Mail von Kate an David
Hallo David,
nun, ich kann ehrlich sagen, dass mich bei einer Besprechung von Honoraren noch nie Tränen der Dankbarkeit und Wertschätzung überkommen haben.
Steve und ich sind von deinem sehr freundlichen Geschenk wirklich gerührt und voller Demut. Danke. Wir nehmen es dankbar an, mit dem Vorbehalt, dass wir für künftige Sitzungen dein übliches Honorar bezahlen. Wir schätzen die Zeit, das Fachwissen und die Erfahrung, die du einbringst, und möchten dich angemessen entlohnen.
Steve und ich freuen uns darauf, die Aufgabe zu erfüllen, die du uns gegeben hast. Fotos folgen!
Pass gut auf dich auf, und danke!
Kate
6. März, E-Mail von Kate an David
Hallo David,
Steve und ich haben beschlossen, die Aufgabe, die du uns gegeben hast, in zwei Teilen zu erledigen. Der erste war gestern ein sehr angenehmes Mittagessen in einem kubanischen Restaurant namens Havana Tropical Grill, das wir schon lange ausprobieren wollten. Es war großartig! Wie du vorgeschlagen hattest, sprachen wir über die Schwierigkeiten, die wir über die Jahre bewältigt haben, und würdigten, wie gut wir zusammengearbeitet haben, um Maggie dabei zu helfen, der warmherzige, liebevolle, starke, kreative und einfühlsame Mensch zu werden, der sie ist. Ebenfalls wie von dir vorgeschlagen, verweilten wir nicht zu lange bei den Herausforderungen, auch wenn es hilfreich ist anzuerkennen, dass es viele waren, und konzentrierten uns stattdessen auf unsere Gegenwart und Zukunft.
Für den zweiten Teil haben wir ein paar Flaschen südaustralischen Wein (mit einem herzlichen und freundlichen Gruß an dich) und ein paar Cadbury-Pralinen besorgt. Cadbury war meine Lieblingsschokolade, als ich in Sydney lebte, daher schien es passend, sie jetzt wieder zu haben. Steve und ich werden den Wein und die Schokolade in der kommenden Woche jeden Abend genießen. Fotos sind angehängt.
Danke für dieses wunderbare Geschenk. Damit meine ich nicht nur das Geschenk des Mittagessens, des Weins und der Schokolade, auch wenn wir das sehr zu schätzen wissen. Wir sind auch dankbar für die Anerkennung. Dass du unsere Erfahrung würdigst, ist für uns ungeheuer bedeutsam und wirkungsvoll und wird sehr geschätzt.
Mit herzlicher Dankbarkeit
Kate und Steve
Hinweis der Verfassenden
David Hains is a Registered Nurse based in Adelaide, South Australia, and the former President of the Australasian Solution Focused Association (2018-22). david@leftturnsolutions.com.au
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Submitted: July 01, 2024 GMT. Accepted: October 03, 2024 GMT. Published: October 14, 2024 GMT.
Originalartikel von David Hains, Kate Kowalski und Maggie Krogull, Beyond Technique: Maggie’s Story of Determination, Resilience and Growth Through SFBT and a Focus on the Therapeutic Relationship, erschienen im Journal of Solution Focused Practices, Bd. 8, Nr. 2 (2024), doi: 10.59874/001c.124265, unter der Lizenz CC BY 4.0. Inoffizielle deutsche Übersetzung von Complexe Systémique, Oktober 2026, mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der Text wurde ins Deutsche übersetzt und seine Darstellung für das Lesen online angepasst, wie zu Beginn dieser Seite angegeben. Diese Übersetzung stammt weder von den Verfassenden noch vom Verlag. Maßgeblich ist die Originalfassung.
Inoffizielle deutsche Übersetzung des Artikels „Beyond Technique: Maggie’s Story of Determination, Resilience and Growth Through SFBT and a Focus on the Therapeutic Relationship“, erschienen im Journal of Solution Focused Practices (2024) unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der Text wurde ins Deutsche übersetzt und seine Darstellung für das Lesen online angepasst, wie zu Beginn dieser Seite angegeben. Diese Übersetzung stammt weder von den Verfassenden noch vom Verlag. Maßgeblich ist die Originalfassung.
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Hains, D., Kowalski, K., & Krogull, M. (2024). Beyond Technique: Maggie’s Story of Determination, Resilience and Growth Through SFBT and a Focus on the Therapeutic Relationship. Complexe Systémique. https://app.complexe-systemique.com/en_GB/articles/beyond-technique-maggie-s-story-of-determination-resilience-and-growth-through-sfbt-and-a-focus-on-the-therapeutic-relationship (Originalwerk erschienen 2024 in Journal of Solution Focused Practices, Bd. 8, Nr. 2 (2024); 2024 neu veröffentlicht von Journal of Solution Focused Practices, https://journalsfp.org/article/124265)
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