KI-gestützte Übersetzung

Diese Fassung wurde von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus dem Englischen übersetzt. Im Zweifelsfall ist die Originalfassung maßgeblich.

Frontiers in Psychology · Kinderschutz

„Wir dachten, wir wären stärker, als wir waren“: Erzählungen von Adoptierenden über den Adoptionsweg und seinen Abbruch

In Rumänien hat seit 2016 eine öffentliche Liste „schwer vermittelbarer“ Kinder die Adoption für ältere Kinder, Kinder mit gesundheitlichen Problemen und Geschwistergruppen geöffnet. Doch jede achte Adoption von dieser Liste scheitert während der dreimonatigen Adoptionspflege. Sieben Adoptierende schildern diesen raschen Umschlag von Begeisterung in Verzweiflung und die fehlende Unterstützung, die ihn begleitete.

Verfassende Anca Bejenaru und Sorina Corman (Department of Social Work, Journalism, Public Relations, and Sociology, Lucian Blaga University of Sibiu, Rumänien); Sergiu Raiu (Lucian Blaga University of Sibiu und Department of Human and Socio-Political Sciences, Stefan cel Mare University of Suceava); Mihai Iovu (Lucian Blaga University of Sibiu und Social Work Department, Babes-Bolyai University of Cluj-Napoca); Alina Negoescu (Department of Applied Social Sciences and Humanities, Nicolae Bălcescu Land Forces Academy, Sibiu)Erstveröffentlichung Frontiers in Psychology, 8. April 2024Übersetzung Complexe Systémique, inoffizielle KI-gestützte Übersetzung

Inoffizielle deutsche Übersetzung von “We thought we were stronger than we were”: adopters’ narratives about the adoption journey and disruption von Anca Bejenaru, Sergiu Raiu, Mihai Iovu, Alina Negoescu und Sorina Corman, erschienen in Frontiers in Psychology (Frontiers Media) (2024), doi: 10.3389/fpsyg.2024.1381050, unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der Originaltext wurde ins Deutsche übersetzt und für die Online-Lektüre neu gesetzt, was eine Bearbeitung des Werks im Sinne der Lizenz darstellt. Tabelle 1 wird als Liste wiedergegeben; die Erklärungen am Ende des Artikels sind in den Anmerkungen zusammengefasst. Diese Übersetzung stammt weder von den Verfassenden noch vom Verlag, die weder für ihren Inhalt noch für etwaige Fehler verantwortlich sind. Maßgeblich ist die Originalfassung.

Nicht die Merkmale der Kinder an sich prädisponieren für den Abbruch von Adoptionen, sondern die falschen Erwartungen der Adoptierenden und ihr Mangel an angemessener Vorbereitung und an Ressourcen, um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

Anca Bejenaru, Sergiu Raiu, Mihai Iovu, Alina Negoescu und Sorina Corman

Zusammenfassung

Einleitung. Obwohl die meisten Adoptivfamilien stabil bleiben, zerbrechen einige vorzeitig.

Methoden. Mit einem qualitativen Ansatz gab diese Studie sieben Adoptionsbewerbenden eine Stimme, die den Adoptionsweg mit einem oder mehreren Kindern begonnen, das rechtliche Verfahren jedoch nicht abgeschlossen hatten. Unser Ziel war es, ihre Erfahrungen im gesamten Verlauf der Adoption und ihres Abbruchs zu verstehen.

Ergebnisse. Die Ergebnisse zeigen, wie die Adoptionsbewerbenden innerhalb kurzer Zeit von der Freude, ein Kind oder eine Geschwistergruppe gefunden zu haben, in Ernüchterung und Trauma gerieten. Zu den wichtigsten Risikofaktoren, die die Stabilität der Adoption gefährden, gehören unrealistische Erwartungen, eine intuitive Wahl des Kindes ohne genaue Informationen, die Herausforderungen durch die besonderen Merkmale des Kindes und fehlende professionelle Unterstützung.

Diskussion. Unsere Studie unterstreicht die Notwendigkeit, dass Adoptierende während des gesamten Prozesses von Fachkräften begleitet werden, dass sie besser darauf vorbereitet werden, mit den komplexen Bedürfnissen von Kindern aus dem Kinderschutzsystem umzugehen, und dass ihnen der Zugang zu einem Bündel spezialisierter Dienste erleichtert wird, die den unterschiedlichen Bedürfnissen jeder Familie entsprechen.

Schlüsselwörter: Adoptionsabbruch, Erfahrungen von Adoptierenden, Adoption von Kindern mit besonderen Bedürfnissen, Adoptionsunterstützung, psychologische und soziale Dienste

Einleitung

„Disruption“ (Abbruch) ist einer der Begriffe, die in der Literatur am häufigsten verwendet werden, um das Scheitern des Adoptionsprozesses bei Kindern zu bezeichnen, deren leibliche Eltern sich nicht um sie kümmern können. Seine Verwendung in den Studien ist jedoch uneinheitlich (Palacios et al., 2019; Lyttle et al., 2021). In England zum Beispiel beschreibt der Begriff die Trennung des Kindes von den künftigen Adoptiveltern vor und nach dem rechtlichen Abschluss (Selwyn et al., 2014; Lyttle et al., 2021). In den Vereinigten Staaten wird der Begriff eng gefasst und bezeichnet die Beendigung der Adoption vor ihrem rechtlichen Abschluss (Rosenthal, 1993), während für die Trennung nach der rechtlich vollzogenen Adoption der Begriff „Dissolution“ (Auflösung) bevorzugt wurde.

In Rumänien können Adoptionen nur während der Adoptionspflege abgebrochen werden, eines dreimonatigen Zeitraums vor dem rechtlichen Abschluss der Adoption.1 Dieser Zeitraum kann unter außergewöhnlichen Umständen auf bis zu 6 Monate verlängert werden. Während dieser Zeit lebt das Kind bei den künftigen Adoptiveltern, und Adoptionsfachkräfte begleiten ihre Eingewöhnung. Nach dem rechtlichen Abschluss kann die Adoption nur unter außergewöhnlichen Umständen und erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes aufgehoben werden.2

Rechtlicher und sozialer Kontext von Kindesadoption und Adoptionsabbruch in Rumänien

In Rumänien wurde die Adoption bis 2016 ausschließlich über Matching-Verfahren praktiziert, die seit Kurzem von einem nationalen elektronischen System abgewickelt werden, in dem die zur Adoption zugelassenen Personen und die adoptierbaren Kinder erfasst sind. Im Matching-Prozess berücksichtigt das System die Merkmale der Kinder und die Adoptionskriterien, die die zugelassenen Personen festgelegt haben. Da die meisten Menschen in Rumänien als Kriterien ein möglichst junges Alter, gute Gesundheit und keine Behinderungen angeben (Buzducea und Lazăr, 2011), hatten Kinder, die diese Merkmale nicht aufwiesen, keine echte Chance, im Inland adoptiert zu werden. Auch die internationale Adoption ist keine Option. Durch ein 2001 eingeführtes Moratorium und später durch das Adoptionsgesetz von 2004 wurde die Adoption von Kindern durch ausländische Staatsangehörige verboten. Anlass für dieses Verbot war die große Zahl internationaler Adoptionen nach dem Sturz des kommunistischen Regimes 1989, begünstigt durch wenig regulierte Verfahren, sowie die Sorge um die begrenzte Fähigkeit rumänischer Stellen, die im Ausland adoptierten Kinder zu begleiten (Popescu et al., 2020). Im darauffolgenden Zeitraum 2001–2016 unternahm Rumänien keinerlei Anstrengungen, Inlandsadoptionen zu fördern (Bejenaru, 2017).

Seit 2016 wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen: Einerseits wurden die Verfahren vereinfacht und die Zeit bis zur Feststellung der Adoptierbarkeit von Kindern verkürzt, andererseits wurden Maßnahmen zur Förderung der Adoption schwer vermittelbarer Kinder (HtAC, hard-to-adopt children) beschlossen. Eine dieser Maßnahmen war die Einrichtung einer Liste von Kindern mit öffentlichem Profil, die ursprünglich Liste der schwer vermittelbaren Kinder hieß. In diese Liste werden Kinder aufgenommen, für die innerhalb von 6 Monaten keine Familie gefunden wird oder bei denen das Matching scheitert. Die Liste kann von allen zugelassenen Personen eingesehen werden, unabhängig von Anzahl und Profil der Kinder, für die sie ursprünglich zugelassen wurden, und sie können sich entscheiden, das Adoptionsverfahren mit jedem Kind bzw. jeder Geschwistergruppe auf der Liste einzuleiten, ohne eine zusätzliche Schulung zu erhalten. Auf diese Weise erhalten Kinder mit gesundheitlichen Problemen und Behinderungen, ältere Kinder und Geschwistergruppen eine zusätzliche Chance, adoptiert zu werden.3 In der Fachliteratur werden diese Gruppen von Kindern unter dem Oberbegriff Kinder mit besonderen Bedürfnissen (Rosenthal, 1993; Child Welfare Information Gateway, 2010; Pecora, 2010; O’Dell et al., 2015) oder unter dem umstritteneren Begriff schwer unterzubringende Kinder (hard-to-place children) zusammengefasst. Im Folgenden verwenden wir je nach Kontext sowohl den Begriff Kinder mit besonderen Bedürfnissen als auch HtAC-Kinder. Seit 2016 sind die HtAC-Adoptionen in Rumänien jährlich gestiegen. Während es 2016 zwei HtAC-Adoptionen gab, erreichte ihre Zahl 2021 bereits 260. In diesem Zeitraum stieg auch die Zahl der über Matching adoptierten Kinder, von 1.053 im Jahr 2016 auf 1.393 im Jahr 2021 (NAPRCA, 2022). Neben diesen erfolgreich abgeschlossenen Adoptionen wurden mehrere Adoptionen während der Adoptionspflege abgebrochen, sowohl bei über Matching adoptierten Kindern als auch bei HtAC-Kindern. Statistisch gesehen weisen HtAC-Adoptionen eine höhere Abbruchrate auf als Matching-Adoptionen. Aus den Daten, die 2022 von 40 der 47 für Adoption zuständigen öffentlichen Einrichtungen in Rumänien bereitgestellt wurden, ergab sich, dass im Zeitraum 2016–2021 die durchschnittliche Abbruchrate bei Matching-Adoptionen 1,9 % betrug, bei Kindern, die von der HtAC-Liste ausgewählt wurden, dagegen 13%.

Im nächsten Abschnitt geben wir einen Überblick über die Literatur, um die wichtigsten Faktoren herauszuarbeiten, die zum Abbruch beitragen, und zu zeigen, wie Adoptierende diesen Prozess erleben.

Faktoren, die die Stabilität der Adoption von Kindern mit besonderen Bedürfnissen beeinflussen

Profil der Adoptierenden und Motivation zur Adoption eines Kindes mit besonderen Bedürfnissen

Während die Adoption von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Rumänien erst seit Kurzem durch Politik und Praxis gefördert wird, wird sie in anderen Ländern wie den USA oder dem Vereinigten Königreich seit über fünf Jahrzehnten unterstützt (Carp, 2002). Die ersten Studien, die Profil und Motivation von Adoptierenden zu erfassen versuchten, liegen seit den 1970er-Jahren vor. Sie zeigten, dass sich Menschen, die ältere Kinder, Kinder mit gesundheitlichen Problemen und Behinderungen oder Geschwister adoptieren, durch ihre Merkmale von der Mehrheit unterscheiden. Nach den Befunden von Deiner et al. (1988) wurden viele dieser Kinder von Pflegefamilien mit überdurchschnittlichem Einkommen und festen religiösen Überzeugungen adoptiert. Die Familien waren kohäsiv, anpassungsfähig und flexibel. Ihre Motivation bestand vor allem darin, dem Kind Stabilität und Sicherheit zu geben, und weniger darin, seine gesundheitlichen Probleme zu verbessern. Ähnlich zeigte McRoy (1999) in ihren Studien, dass Adoptierende in stabilen Adoptionen eine tragfähige Ehe führen sowie flexibel und reif sind. Sie zeigen Engagement für die Adoption, haben Erfahrung in der Kindererziehung, verfügen über ein großes Unterstützungsnetz, und ihre Erwartungen an das Kind sind realistisch. In manchen Fällen hatten sie bereits als Pflegeeltern Kinder betreut. Die Motivation der Adoptierenden ist eher altruistisch als auf persönliche Erfüllung ausgerichtet (McRoy, 1999). Neuere Studien bestätigen, wie wichtig diese Motivation und das Engagement für die Kinder für die Stabilität der Adoption sind (Denby et al., 2011; Paniagua et al., 2022). Nach Paniagua et al. (2022) bergen Motivationen, die auf den Wunsch Erwachsener nach Elternschaft und Gesellschaft ausgerichtet sind, ein höheres Abbruchrisiko. Nicht alle Adoptierenden beginnen den Adoptionsprozess mit der Absicht, ein Kind mit besonderen Bedürfnissen zu adoptieren. Lindstrom et al. (2013) schlagen eine interessante Einteilung vor, die Eltern in drei Gruppen gliedert: diejenigen, die von Anfang an ein Kind mit besonderen Bedürfnissen adoptieren möchten; diejenigen, die zunächst ein gesundes Kind adoptieren möchten und dann entscheiden, dass sie auch ein Kind mit besonderen Bedürfnissen aufnehmen können; und diejenigen, die ein scheinbar gesundes Kind adoptieren und später feststellen, dass es besondere Bedürfnisse hat.

Adoptierende auf die Herausforderungen vorbereiten, die sich aus den Merkmalen des Kindes ergeben

Die Literatur ist weitgehend übereinstimmend: Bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen sind die Risiken von Instabilität und Abbruch größer (McDonald et al., 2001). „Besondere Bedürfnisse“ ist jedoch ein Sammelbegriff, der Kinder mit sehr unterschiedlichen Merkmalen umfasst. Unter diesen scheinen Verhaltens- und emotionale Störungen sowie Schwierigkeiten, Bindungen zu den künftigen Adoptiveltern aufzubauen, am stärksten für ein Scheitern der Adoption zu prädisponieren (Selwyn et al., 2014; Palacios et al., 2019).

Das Abbruchrisiko steigt auch mit dem Alter des Kindes. Je länger ein Kind im Hilfesystem verbringt, desto mehr Traumata und Entwicklungsverzögerungen sammeln sich an, die seine Wahrnehmung von sich selbst und anderen, seine Fähigkeit zur Selbstkontrolle und sein Verhalten beeinträchtigen (Palacios et al., 2019; Lanham, 2022). Behinderungen und medizinische Probleme scheinen die Stabilität der Adoption weniger zu gefährden, solange sie den Eltern vor der Adoption bekannt sind und von ihnen angenommen werden. Mozzi und Nuernberg (2016) zeigten zudem, dass eine Behinderung zur Vertiefung der emotionalen Bindung zwischen Adoptierten und Adoptierenden beitragen kann, weil das Kind von den Adoptierenden abhängig ist und mehr Fürsorge braucht.

Adoptierende scheinen im Allgemeinen nicht nur auf Verhaltensstörungen, sondern auch auf die Beziehungs- und Bindungsschwierigkeiten der Kinder weniger vorbereitet zu sein (Valentine et al., 1988; Wind et al., 2005; Tonheim und Iversen, 2019). Manche begreifen das Ausmaß dieser Probleme erst, nachdem die Kinder in ihre Familie gekommen sind (McRoy, 1999). Frühere Studien zeigen, dass Adoptierende eine praxisnähere Schulung und ein konkretes Verständnis der Herausforderungen nach der Unterbringung brauchen (Bergsund et al., 2018; Rosenthal et al., 1996; Rushton und Monck, 2009). Anderen Studien zufolge geben Adoptiveltern häufig an, unvollständige Informationen über ihre Kinder zu erhalten (Reilly und Platz, 2003; Coakley und Berrick, 2007; Lee et al., 2018) oder dass Fachkräfte die Situation der Kinder recht beschönigend darstellen, um ihre Adoptionschancen zu erhöhen (Selwyn et al., 2014), was bei den Adoptierenden unrealistische Erwartungen weckt, die einen Abbruch begünstigen können (Coakley und Berrick, 2007). Wieder andere Studien kommen zu dem Schluss, dass die Vorbereitung vor der Adoption ihnen nicht geholfen hat, die Fähigkeiten zu entwickeln, um die Herausforderungen nach der Unterbringung zu bewältigen (Rosenthal et al., 1996; Rushton und Monck, 2009).

Erfahrungen mit Adoptionsfachkräften und Unterstützungsdiensten

In der Literatur besteht Einigkeit über die Prävention von Abbrüchen, insbesondere bei der Adoption von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Sie erfordert, Probleme so früh wie möglich zu erkennen und angemessene Unterstützung zu leisten (Haugaard et al., 2000). Fehlende oder fragmentierte Unterstützungsangebote begünstigen Abbrüche (Barth und Miller, 2000). In dieser kurzen „Probezeit“ scheint der Kontakt zu den Fachkräften der Adoptionsdienste für Adoptierende äußerst wichtig zu sein. Schmidt et al. (1988) zeigten, dass Adoptiveltern die Ehrlichkeit, Offenheit und Empathie der Fachkräfte schätzten. Deren Unterstützung half den Eltern, Respekt und Vertrauen in die eigene Fähigkeit zu bewahren, schwierige Situationen zu bewältigen und sich neu einzustellen. Dieselbe Studie zeigte die Frustration von Adoptierenden, denen die Fachkräfte nicht glaubten, als sie ihnen von der Schwere der Verhaltensstörungen ihrer Kinder berichteten. Ähnlich gaben in der Studie von Lyttle et al. (2021) viele Eltern an, sich verurteilt, nicht gehört oder mit Misstrauen behandelt gefühlt zu haben. Eine weitere in den USA durchgeführte Studie zeigte, dass 88% der Adoptierenden, die einen Abbruch erlebt hatten, den Mangel an emotionaler Unterstützung durch Adoptionsfachkräfte und das Fehlen angemessener Reaktionen bzw. Kommunikation seitens der Adoptionsdienste als erhebliche Hindernisse für eine gelingende Adoption ansahen (USDHHS, 2020).

Erfahrungen im Verlauf von Adoption und Abbruch

In früheren Studien berichteten Eltern von Isolation und Entfremdung während der Adoptionspflege (Valentine et al., 1988). Manche gaben an, in ihrem Umfeld weder Verständnis noch Unterstützung gefunden zu haben und dass ihre Gefühle nicht anerkannt wurden (O’Neill, 1993; Bergeron und Pennington, 2013). Viele von ihnen erlebten den Abbruch als traumatisch (McKirdy et al., 2019). Nach Schmidt et al. (1988) erlebten Adoptierende den Verlust des Kindes nach dem Abbruch wie den Verlust eines Menschen durch den Tod. Diese Ergebnisse werden durch eine aktuelle Studie von Goldberg und Allen (2022) mit LGBTQ-Adoptierenden gestützt. In der von O’Neill (1993) geleiteten Studie berichteten einige Eltern von Wut und Reue, während andere Scham oder Schuld empfanden. Diese und weitere Gefühle wie Stress, Trauer, Verzweiflung, Erschöpfung und Erleichterung wurden auch in der Untersuchung von Lyttle et al. (2021) festgestellt.

Obwohl frühere Studien bedeutsame Daten zu den Faktoren geliefert haben, die die Stabilität von Adoptionen beeinflussen, haben sich nur wenige mit der Phase der Adoptionspflege befasst, obwohl die meisten Adoptionen vor ihrem rechtlichen Abschluss scheitern (Selwyn et al., 2014). Zudem haben sich nur sehr wenige Studien damit beschäftigt, wie Adoptierende den Adoptionsweg und seinen Abbruch während der Adoptionspflege erleben. Unsere Studie will diese Lücke schließen.

Forschungsziele

Ziel dieser Studie war es, die Erfahrungen der Teilnehmenden im Verlauf von Adoption und Abbruch zu verstehen sowie die Herausforderungen, denen sie auf ihrem Weg mit dem Kind oder den Geschwistern begegneten, die ihnen zur Adoption anvertraut worden waren.

Im Einzelnen verfolgten wir folgende Ziele:

(1) die Motivationen zur Adoption eines Kindes von der HtAC-Liste zu untersuchen; (2) zu analysieren, wie die Teilnehmenden ihre Vorbereitung auf den Prozess einschätzten; (3) die Herausforderungen zu ermitteln, die sich aus den Merkmalen der Kinder ergaben, sowie ihre Fähigkeit, damit umzugehen; (4) die Erfahrungen mit Adoptionsfachkräften und Unterstützungsdiensten zu beschreiben und (5) zu erfassen, wie sie den Adoptionsweg und den Abbruch erlebten.

Material und Methoden

Die vorliegende Studie ist Teil eines größeren Forschungsprojekts zur Resilienz von Adoptivfamilien in Rumänien. Um Resilienz zu erfassen, haben wir in diesem Projekt die ökosystemische Perspektive und die Perspektive der Familienentwicklung trianguliert, wie von Walsh (2007) vorgeschlagen. Die ökosystemische Perspektive ermöglichte es uns, Resilienz als mehrstufigen Interaktionsprozess zwischen der Adoptivfamilie und anderen komplexen oder belastenden Systemen zu untersuchen (Ungar, 2015), während die Entwicklungsperspektive das Verständnis belastender Faktoren im Zeitverlauf erleichterte und der Studie Kohärenz verlieh.

Das Forschungsprojekt umfasste sowohl Adoptierende, die den Prozess abgeschlossen haben und derzeit eine stabile Adoption leben, als auch Teilnehmende, die diesen Prozess abgebrochen haben. In die vorliegende Studie wurden nur Letztere einbezogen.

Profil der Teilnehmenden

Von den 41 Teilnehmenden der Studie erfüllten sieben die folgenden Einschlusskriterien: Sie hatten zwischen 2018 und 2021 das Adoptionsverfahren für ein Kind bzw. eine Geschwistergruppe von der HtAC-Liste eingeleitet und vor dem rechtlichen Abschluss die Aufhebung der Adoption beantragt. Sechs der ausgewählten Teilnehmenden waren Frauen, eine Person war ein Mann. Unter ihnen war eine adoptierende Person unverheiratet, sechs waren verheiratet. Die Teilnehmenden wurden einzeln angesprochen; bei einem Paar wollten jedoch beide Partner an der Studie teilnehmen und wurden aufgenommen. Ihre Antworten wurden getrennt ausgewertet und dargestellt. Das Alter der Adoptierenden lag zwischen 37 und 51 Jahren, im Mittel bei 41 Jahren. Alle Teilnehmenden haben einen Hochschulabschluss und eine gefestigte berufliche Laufbahn in unterschiedlichen Bereichen: Zwei arbeiten im Bildungswesen, zwei in der öffentlichen Verwaltung, zwei erbringen freiberufliche und technische Dienstleistungen, eine Person ist im Finanzwesen tätig. Die Studie bezieht sich auf neun Kinder. Vier wurden allein untergebracht, die übrigen in Geschwistergruppen von zwei und drei Kindern. Die Kinder verbrachten zwischen vier und 20 Wochen in der Adoptivfamilie. Tabelle 1 enthält weitere Angaben zu den Kindern und den Teilnehmenden.

Tabelle 1 — Soziodemografische Daten der Adoptierenden und der anvertrauten Kinder

Angaben zu den Adoptierenden (Geschlecht, Alter in Jahren, Bildung, Familienstand) und zum anvertrauten Kind (Alter in Jahren, Geschlecht, allein / mit Geschwistern adoptiert, Gesundheitszustand/Behinderungen, Dauer der Adoptionspflege in Wochen).

  • Tania. Adoptierende Person(en): weiblich, 40, Hochschulabschluss, verheiratet. Kind: 8, weiblich, allein, hyperkinetische Störung, Legasthenie. Dauer der Adoptionspflege: 4 Wochen.
  • Marta. Adoptierende Person(en): weiblich, 41, Hochschulabschluss, verheiratet. Kind: 5, weiblich, Geschwistergruppe, Sprachentwicklungsverzögerung; Geschwister: 3, weiblich, gesund; Geschwister: 4, männlich, Hörbeeinträchtigung. Dauer der Adoptionspflege: 4 Wochen.
  • Adriana. Adoptierende Person(en): weiblich, 51, Hochschulabschluss, verheiratet. Kind: 10, weiblich, allein, gesund. Dauer der Adoptionspflege: 20 Wochen.
  • Dan Bianca. Adoptierende Person(en): männlich weiblich, 40 42, Hochschulabschluss, verheiratet. Kind: 6, weiblich, Geschwistergruppe, gesund; Geschwister: 10, weiblich, gesund. Dauer der Adoptionspflege: 20 Wochen.
  • Oana. Adoptierende Person(en): weiblich, 36, Hochschulabschluss, ledig. Kind: 6, weiblich, allein, gesund. Dauer der Adoptionspflege: 8 Wochen.
  • Carmen. Adoptierende Person(en): weiblich, 37, Hochschulabschluss, verheiratet. Kind: 8, weiblich, allein, gesund. Dauer der Adoptionspflege: 4 Wochen.

*Die Namen der Teilnehmenden wurden geändert, um die Vertraulichkeit zu wahren.

Datenerhebung und -aufbereitung

Für diese Studie wurde eine qualitative Methodik auf der Grundlage eines halbstrukturierten Interviews gewählt. Der Interviewleitfaden wurde auf Basis der theoretischen Perspektiven entwickelt, auf denen die Forschung beruhte. Zu den Themen gehörten: Motivation zur Adoption, Auswahl des Kindes von der Liste der schwer vermittelbaren Kinder, Probleme im Adoptionsverfahren, benötigte und verfügbare soziale Dienste, die Entscheidung zum Abbruch sowie Gedanken und Gefühle der Adoptierenden im gesamten Verlauf. Die Datenerhebung fand zwischen August 2022 und März 2023 statt.

Die Interviews wurden von zwei Mitgliedern des Forschungsteams geführt: der Projektleiterin, die auf Psychologie spezialisiert ist und Expertise im Bereich Adoption hat, und einer Forscherin bzw. einem Forscher mit Schwerpunkt Soziologie und Erfahrung in der Untersuchung verschiedener Gruppen vulnerabler Menschen.

Wegen der großen räumlichen Streuung der Teilnehmenden wurden die Interviews telefonisch geführt und als Audio aufgezeichnet. Diese Interviewtechnik bietet zwar weniger Zugang zu nonverbalen Daten, doch frühere Studien haben gezeigt, dass Telefoninterviews reichhaltige narrative Daten zu sensiblen Themen liefern können (Padilla et al., 2022), weniger aufdringlich sind und den Teilnehmenden mehr Kontrolle über die Interviewsituation geben (Drabble et al., 2016). Nachdem sie ihr Interesse an der Teilnahme bekundet hatten, wurden sie kontaktiert und ausführlicher über den Zweck der Studie, die voraussichtliche Dauer des Interviews, die Art der Verarbeitung und Speicherung der erhobenen Daten sowie darüber informiert, dass mit der Teilnahme keinerlei wirtschaftliche Vorteile verbunden sind. Diese Informationen wurden den Teilnehmenden zusammen mit der Einwilligungserklärung per Nachricht zugeschickt. Die Teilnehmenden legten den Zeitpunkt des Interviews selbst fest, damit er in ihren Zeitplan passte und das Risiko eines Rückzugs möglichst gering blieb. Die Interviews dauerten zwischen 42 und 68 Min., im Mittel 56 Min. Alle wurden von den Interviewenden wörtlich transkribiert. Die Interviewstrategie folgte eng den Empfehlungen von Glogowska et al. (2011) und Drabble et al. (2016) und wurde auch für unsere Studie als angemessen erachtet. Die Studie wurde von der Ethikkommission für wissenschaftliche Forschung am Menschen der Universität Lucian Blaga genehmigt, Genehmigung Nr. 7 vom 29. Juli 2022.

Datenanalyse

Die Daten wurden mit der Software für qualitative Datenanalyse NVivo12 verarbeitet. Zwei Mitglieder des Forschungsteams analysierten sie thematisch und folgten dabei eng den sechs Phasen des Analyseprozesses nach Braun und Clarke (2006, 2019).

Die erste Phase bestand darin, sich durch wiederholtes Lesen mit den Daten vertraut zu machen. In der zweiten Phase codierten die beiden Forschenden die Daten unabhängig voneinander in einem offenen Codierverfahren. Von Anfang an bestand jedoch Konsens darüber, den Faktoren nachzugehen, die den Übergang in die verschiedenen Phasen des Adoptionsprozesses ausgelöst hatten (z. B. Einleitung des Verfahrens, Verzicht auf das Matching, Auswahl des Kindes von der Liste und Abbruch des Prozesses), aber auch den Herausforderungen, denen die Teilnehmenden in den verschiedenen Phasen begegneten. So stellten wir sicher, dass wir die für die Forschungsfragen relevanten Informationen codierten. Eine ähnliche Technik verwendete Byrne (2022). In der dritten Phase überprüften und diskutierten die Codierenden die einzeln erstellten Codes. Dabei wurden mehrere Codes zusammengeführt und diejenigen, die für die Forschungsfragen als irrelevant galten, gestrichen. Durch Gruppierung der verbleibenden Codes und Analyse ihrer Zusammenhänge wurden in der vierten Phase neun Themen entwickelt, die in der fünften Phase definiert wurden. Nach Abschluss dieses Schritts haben wir die Themen, um das Verständnis des Adoptionswegs und des anschließenden Abbruchs zu erleichtern, gruppiert und entlang der Phasen des Adoptionsprozesses dargestellt, wie folgt:

Der Adoptionsweg bis zur Adoptionspflege, mit den Themen:

  • der Entscheidungsprozess zur Adoption,
  • der Verzicht auf das Matching-Verfahren,
  • die intuitive Wahl ohne genaue Informationen,
  • das Übersehen möglicher Risikofaktoren für das Gelingen der Adoption.

Die Adoptionspflege und der Abbruch, mit den Themen:

  • Herausforderungen durch die Merkmale des Kindes,
  • die Gefühle der Adoptierenden während der Adoptionspflege,
  • die Erfahrungen der Adoptiveltern mit Fachkräften und Unterstützungsdiensten.

Nach dem Abbruch, mit den Themen:

  • Gedanken und Gefühle der Eltern,
  • Gedanken an eine erneute Adoption.

In der sechsten Phase wirkten alle Verfassenden an der Niederschrift und Überprüfung der Ergebnisse mit, um sicherzustellen, dass sie ein aussagekräftiges Bild der Erzählungen der Teilnehmenden vermitteln.

Ergebnisse

Der Adoptionsweg bis zur Adoptionspflege

Der Entscheidungsprozess zur Adoption

In den Erzählungen der Befragten über die Entscheidung zur Adoption zeigten sich zwei Unterthemen: die Gründe für die Entscheidung und der Weg dorthin, die wir im Folgenden erörtern.

Gründe für die Adoption

Bei allen Teilnehmenden beruhte die Entscheidung zur Adoption vor allem auf unerfüllten persönlichen Wünschen. Am häufigsten wurde der Wunsch nach einem Kind genannt, der zuvor aus verschiedenen Gründen nicht erfüllt werden konnte. So sprachen vier Paare von Unfruchtbarkeit oder gesundheitlichen Problemen, die es den Frauen unmöglich machten, eine Schwangerschaft auszutragen. Marta (w, 41) sagte zum Beispiel: „Wir haben Fruchtbarkeitsprobleme, und nach ein paar Jahren haben wir uns, weil wir Kinder wollen, für eine Adoption entschieden.“ Eine weitere befragte Person mit Kinderwunsch war unverheiratet, während ein Paar, dessen Partner zum Zeitpunkt der Entscheidung 40 und 44 Jahre alt waren, es für zu spät hielt, es auf natürlichem Weg zu versuchen.

Weitere Wünsche, die eine Adoptionsbewerberin mit einem leiblichen Kind nannte, waren, die Familie zu vergrößern und auch ein gesundes Kind zu haben. Sie erklärte es so: „Wir wollten unsere Familie vergrößern. Wir haben ein weiteres Kind mit Behinderung, und wir wollten noch eines, ein gesundes Kind.“ (Carmen, w, 37).

Zu den Gründen, die sich auf die Wünsche der Adoptierenden richteten, kamen bei der unverheirateten Person und bei denjenigen, die sich für zu alt hielten, um Kinder zu bekommen, philanthropische Gründe hinzu, die sich an den Bedürfnissen der Kinder orientierten. Der Wunsch, einem Kind zu helfen, ging deutlich aus ihren Erzählungen hervor. So sagte Oana (w, 36), ledig: „Der Wunsch, einem benachteiligten Kind ein paar Chancen mehr auf eine harmonische und kontinuierliche Entwicklung zu geben.“ Und Tania (w, 40), verheiratet, sagte: „Wir dachten, wenn noch 60.000 oder mehr Kinder im Hilfesystem sind, könnten wir es für eines von ihnen bestimmt besser machen.“

Wie die Entscheidung zur Adoption zustande kam

Die Befragten erzählten auch, wie sie zur Entscheidung für eine Adoption gelangten. Für die unverheiratete Person, aber auch für das Paar, das sein Alter für zu weit fortgeschritten hielt, um auf natürlichem Weg ein Kind zu bekommen, war die Adoption die einzige Möglichkeit, den Kinderwunsch zu erfüllen. Tania (w, 40), seit 24 Jahren verheiratet und in dieser Zeit ganz ihrer beruflichen Laufbahn gewidmet, sagte zum Beispiel:

„Wir haben unsere Jugend mit Arbeiten verbracht, und dann haben wir gemerkt, dass wir schon relativ alt waren und viele Ressourcen angesammelt hatten. Nachdem wir ein leibliches Kind ausgeschlossen hatten (…), haben wir uns für eine Adoption entschieden.“

Für andere war die Adoption die zweitbeste oder sogar die letzte Option. Ein Paar entschied sich nach einer Zeit „erfolgloser Versuche, ein leibliches Kind zu bekommen“ (Marta, w, 41) für eine Adoption. Andere Paare dagegen probierten verschiedene Methoden der künstlichen Befruchtung aus und griffen erst als letzte Möglichkeit auf die Adoption zurück. Bianca (w, 42) erzählte zum Beispiel: „Wir haben versucht, ein Baby zu bekommen, und nach drei erfolglosen IVFs war das die letzte Lösung.“

Der Verzicht auf das Matching-Verfahren

Nachdem die Entscheidung zur Adoption getroffen war, wünschten sich die meisten Adoptierenden ein kleines Kind ohne nennenswerte gesundheitliche Probleme. Keine Familie war ausdrücklich motiviert, ein älteres Kind, ein Kind mit Behinderungen, gesundheitlichen Problemen oder Verhaltensstörungen zu adoptieren. Die meisten Kinder auf der Liste entsprechen nicht ihren Erwartungen, und dennoch entscheiden sich die meisten, diese Listen einzusehen und ein Adoptionsverfahren für ein Kind bzw. eine Geschwistergruppe darauf einzuleiten. Die Adoptierenden berichten, dass sie durch die lange Wartezeit auf ein Matching mit einem Kind, das den ursprünglichen Kriterien entspricht, entmutigt wurden und, ermutigt durch Fachkräfte der Sozialen Arbeit, die Liste einsahen, um das Verfahren abzukürzen. Andere haben das Gefühl, ein Alter erreicht zu haben, in dem sie nicht länger warten können. Adriana (w, 51) sagte zum Beispiel:

„Ich habe diese Bescheinigung bekommen, und nachdem man mir gesagt hatte, dass ich lange auf das Matching warten müsste, und weil mein Alter es mir nicht erlaubte, viele Jahre zu warten, habe ich gesagt, dass ich mich an die Liste der schwer unterzubringenden Kinder wende.“

In manchen Fällen wandten sich die Adoptierenden mit unrealistischen Erwartungen an die HtAC-Liste, die von den Fachkräften geweckt worden waren, die sie auf die Adoption vorbereitet hatten. Damit möglichst viele potenzielle Adoptierende die Liste einsehen und die Adoptionschancen der Kinder steigen, beschreiben manche Fachleute die Liste unrealistisch. Marta (w, 41) sagte dazu:

„Wir sind an die Liste der schwer vermittelbaren Kinder gegangen, weil man uns das in der Schulung so beigebracht hat. Man sagt uns, wir sollen uns auf die älteren Kinder konzentrieren, die Kinder auf der Liste, dass das wunderbar ist (…), dass es ideal ist, sich für ein älteres Kind zu entscheiden, weil es die Adoption schon versteht.“

Intuitive Wahl ohne genaue Informationen

Die Auswahl der Adoptierenden auf der HtAC-Liste erfolgt oft intuitiv, ohne die Diagnosen vollständig zu verstehen und ohne über sehr genaue Informationen zu den Kindern zu verfügen. Bianca (w, 42) sagte zum Beispiel: „Wir haben Fotos gesehen und die Angaben gelesen. Wir haben versucht, die Profilbeschreibungen zu verstehen, obwohl wir viele Diagnosen nicht verstanden haben.“ Dieselbe Adoptierende berichtete, dass sie zwei Schwestern unterschiedlichen Alters von der Liste auswählte, deren Beschreibungen jedoch identisch waren. Sie fuhr fort: „Das Kurzprofil war falsch, weil es vom ersten ins zweite kopiert worden war, das heißt, beide Schwestern hatten dieselben Angaben, sogar das Geburtsdatum, obwohl das nicht stimmte. (…) Bei beiden standen da dieselben Merkmale.“ Andere Adoptierende berichteten, dass die Fotos der Kinder nicht aktuell waren. Auch die Angaben zu den Diagnosen der Kinder sind ungenau, und die meisten Eltern sagen, dass man sich „nicht auf das verlassen kann, was da steht“ (Adriana, w, 51). Bei manchen Kindern waren die Diagnosen schwerwiegender, bei anderen bestätigten sie sich nicht. Oana (w, 36) sagte zum Beispiel: „Das Kind war gesellig, verspielt, intelligent (…). Es gab verschiedene Diagnosen, die sich bei den späteren Untersuchungen nicht bestätigt haben.“

Da die Kinder auf der HtAC-Liste aus jedem rumänischen Kreis stammen können, kennen die für die Adoptierenden zuständigen Fachkräfte außer den im System erfassten Angaben keine weiteren Daten über die Kinder. Aus einigen Erzählungen der Teilnehmenden ging hervor, dass auch die für die Kinder zuständigen Fachkräfte sie nicht besonders gut kannten. Tania (w, 40) sagte zum Beispiel: „Sie [die Fachleute] hatten das Mädchen etwa zwei Jahre lang nicht gesehen. Sie waren schockiert, wie groß sie geworden war.“

Das Übersehen möglicher Risikofaktoren für das Gelingen der Adoption

Im Rückblick auf die Zeit vor der Adoptionspflege meinten die meisten Adoptierenden, dass das Glück, das Kind bzw. die Kinder gefunden zu haben, und die Begeisterung über die sofortige Unterbringung sie damals weniger empfänglich für bestimmte Hinweise gemacht hatten, die Warnsignale für die Stabilität der Adoption hätten sein können, und weniger objektiv in der Einschätzung der Lage. Die Mehrheit gab daher an, anfangs keinerlei Zweifel am Gelingen der Adoption gehabt zu haben. Tania (w, 40) sagte:

„Aber wir hatten die Etappen schon hinter uns und waren sehr glücklich … Also habe ich mich geweigert, zuzuhören und zu verstehen, was ich damals gehört habe.“

Ähnlich erzählte Marta (w, 41):

„Wenn man sich lange Kinder gewünscht hat und sie dann kennenlernt, und so, ich weiß nicht, dann verschwindet die Objektivität, ich sag’s Ihnen ehrlich. Im Rückblick beurteile ich die Dinge anders, aber damals waren wir begeistert; wir wollten, dass es klappt, und.“

Eine einzige Befragte, die sich für die Adoption eines zehnjährigen Mädchens entschieden hatte, gab an, Zweifel am Gelingen der Adoption gehabt zu haben. Diese Zweifel betrafen ihren Wunsch, das adoptierte Kind zu „formen“, und die genetische Vererbung bestimmter psychischer Erkrankungen der leiblichen Mutter. Sie sagte:

„Ein bisschen, ja, wegen des Alters; als mir klar wurde, dass sie schon so alt war, dachte ich nicht, dass … Ich meine, es war sowieso ein Risiko, sie nicht allzu sehr verändern zu können. Aber dann habe ich gesagt, lass uns dieses kleine Abenteuer trotzdem beginnen. Ich meine, man soll keine Vorurteile haben. Ich bin von dem Gedanken ausgegangen, dass wir keine Vorurteile haben sollten, dass sie, auch wenn ihre leibliche Mutter Schizophrenie hatte, nicht unbedingt auch eine Schizophrenie entwickeln musste; ich habe Fachleute befragt, und sie haben mir gesagt, ich solle es trotzdem versuchen …“ (Adriana, w, 51)

Die Adoptionspflege und der Abbruch

Herausforderungen durch die Merkmale des Kindes

Die meisten anvertrauten Kinder waren als körperlich gesund erfasst, die übrigen mit leichteren gesundheitlichen Problemen. Zwei hatten Sprachentwicklungsverzögerungen, eines eine Hörbeeinträchtigung. Diese Beeinträchtigungen waren in den Akten der Kinder vermerkt, und die Adoptierenden sahen darin kein Hindernis für das Gelingen der Adoption. Erhebliche Herausforderungen, auf die die Adoptierenden nicht vorbereitet waren, stellten dagegen das Verhalten und die psychische Verfassung der Kinder dar. Sie berichteten von psychischen Störungen, die einige Kinder zeigten und die sich in Aggression gegenüber Mitgliedern der Adoptivfamilie, Selbstverletzung und sogar suizidalen Tendenzen äußerten. In manchen Fällen zeigten die Kinder dieses Verhalten schon bei kleinen Frustrationen, wie Adriana (w, 51) berichtete: „Sie hatte also ganz viele Nervenzusammenbrüche. Sie schrie, trat mit den Füßen und schlug mit dem Kopf gegen die Wände, aus welchem Grund auch immer (…), zum Beispiel wenn jemand zu ihr sagte, du benimmst dich wie ein Baby, dann benahm sie sich schlecht.“ Ähnlich erzählte Carmen (w, 37): „Oppositionelles, aggressives Verhalten: Sie zerriss Papier, persönliche Gegenstände, beschädigte Möbel, wenn man ihr Grenzen setzte. Die Grenzen bestanden darin, den Tagesablauf einzuhalten: vom Schlafanzug in die Tageskleidung wechseln und Hausaufgaben machen.“ In anderen Fällen ging es um den Wunsch, eine Tätigkeit zu unterbrechen oder etwas Bestimmtes zu bekommen. Tania (w, 40) sprach über das riskante Verhalten des ihr anvertrauten Mädchens, das zurück in die Pflegefamilie wollte: „Es gab Momente, da wollte sie sich vom Balkon stürzen, wenn man sie nicht zurückbringt. Wenn ich mit ihr auf der Straße ging, riss sie an meiner Hand und sagte, sie werfe sich vor ein Auto, wenn ich sie nicht zurückbringe.“ Dieselbe Adoptierende berichtete, das Mädchen habe sie während der Autofahrt am Hals gepackt und ihr die Jacke über die Augen gezogen, um nicht zum Zahnarzt gebracht zu werden.

Andere Kinder zeigten kein aggressives Verhalten, aber Hyperaktivität und andere Verhaltensweisen, mit denen die Adoptierenden nur schwer zurechtkamen. Marta (w, 41) erzählte, dass eines der drei anvertrauten Kinder jeden Morgen um 5 Uhr im Auto spazieren gefahren wurde, damit die anderen Kinder schlafen konnten. In diesem Fall vermuteten die Fachleute, die die Adoptierenden nach der Unterbringung hinzuzogen, mehrere zusammenhängende psychische Erkrankungen: ADHS, Autismus-Spektrum-Störung und fetales Alkoholsyndrom, von denen die Adoptierenden vor der Unterbringung nichts wussten.

Die meisten Adoptierenden gaben an, während der gemeinsamen Zeit in der Familie nur schwache Bindungen zu den Kindern aufgebaut zu haben. In drei Fällen hatten die Kinder eine sehr starke Bindung zu den Pflegepersonen, die sie von klein auf großgezogen hatten. Oana (w, 36) erklärte: „Das Kind aus der Familie zu nehmen, in der es aufgewachsen ist, ist zu brutal. Das Kind hatte eine starke Bindung zu den früheren Pflegepersonen, was es schwer machte, sich an eine ganz andere Familie anzupassen.“ Ähnlich sagte Adriana (w, 51) über das zehnjährige Mädchen, das ihr anvertraut worden war: „Dieses Mädchen war von einer Pflegemutter großgezogen worden, seit es sieben Monate alt war. Ist Ihnen klar, dass sie für sie wie eine Mutter war? Als mein Mann und ich auftauchten, hing das Mädchen schon sehr an dieser Pflegemutter.“ In einem anderen Fall hielt das anvertraute Mädchen über die Pflegeeltern Kontakt zur Herkunftsfamilie, obwohl dies nach der Feststellung der Adoptierbarkeit rechtlich nicht zulässig war. In ihrer Situation kam es daher zu einem Bruch der Beziehungen sowohl zur Pflege- als auch zur Herkunftsfamilie. In diesen Fällen sprechen die Adoptierenden von einer fehlenden oder unzureichenden Vorbereitung der Kinder auf die Adoption.

Ein weiteres Thema, das die Befragten ansprachen, war das Ausbleiben jeglicher Entwicklungsfortschritte der Kinder während der Adoptionspflege. Trotz der Bemühungen der Adoptierenden und der hinzugezogenen Fachkräfte zeigten mehrere Kinder Defizite in der kognitiven und sprachlichen Entwicklung und machten keinerlei Fortschritte. Dan (m, 40) erinnerte sich:

„Nachdem sie zu uns nach Hause gekommen waren, haben wir langsam gemerkt, dass die Ältere überhaupt nicht sprach, nicht einmal ein ‚Ja‘ oder ein ‚Nein‘. Das war hart. Na gut, ein Tag, zwei, drei, eine Woche, aber sie hat drei Monate lang nicht gesprochen. Und für uns war das etwas Untypisches. Also nein, wir konnten uns nicht vorstellen … es war, als würde man mit einem Kind mit Alzheimer arbeiten. Jeden Tag haben wir also wieder und wieder von vorn angefangen, und nichts hat sich geändert. Im Gegenteil, es wurde schlimmer.“

Die Gefühle der Adoptierenden während der Adoptionspflege

Die Zeit der Adoptionspflege wurde, obwohl die Adoptierenden sie herbeigesehnt hatten, von den meisten als äußerst belastend erlebt, voller Unsicherheiten und geprägt von der Suche nach spezialisierten Diensten und Lösungen für die Probleme der Kinder. Einige Adoptierende fühlten sich in dieser Zeit emotional stark beeinträchtigt. Dan (m, 40) gab an, er habe nach 3 Monaten Adoptionspflege „einen Nervenzusammenbruch gehabt“, und Bianca (w, 42) erzählte, sie habe „Panikattacken“ bekommen. Eine andere Adoptierende hatte das Gefühl, dass diese Zeit das Paar stark aus dem Gleichgewicht brachte. Sie sagte: „Ich hatte Angst, war in Panik und habe gemerkt, dass ich nicht mit einem psychisch so instabilen Menschen im Haus leben kann, weil uns das auch aus dem Gleichgewicht bringen würde, meinen Mann und mich, und wir standen kurz vor der Scheidung“ (Adriana, w, 51).

Erfahrungen der Adoptierenden mit Fachkräften und Unterstützungsdiensten

Den Aussagen der Adoptierenden zufolge erhielten einige die nötige Unterstützung von den öffentlichen Diensten, die die Adoptionspflege vermittelt hatten. Sie sagten jedoch, dass für die Stabilität der Adoption nichts hätte getan werden können. Marta (w, 41) meinte dazu: „Die Psychologin und die Sozialarbeiterin kamen ungefähr einmal pro Woche. (…) Also, die Psychologin war wirklich gut. Also, sie kam und hat mit uns gesprochen.“ Ähnlich berichtete Oana (w, 36): „Es gab während des ganzen Prozesses Unterstützung, so viel wie nötig.“ Andere Adoptierende baten nicht um Unterstützung, weil sie glaubten, sie nicht zu brauchen, da „es zu spät war“ (Carmen, w, 37). Sie meinten, die Kinder hätten besser auf die Adoption vorbereitet werden müssen, dann wäre der Abbruch verhindert worden.

Die meisten Adoptierenden baten jedoch um Unterstützung und erhielten keine. Einige wurden aufgefordert, sich selbst private professionelle Hilfe zu suchen. Andere Fachkräfte schoben die Verantwortung für die Intervention von einer öffentlichen Einrichtung zur nächsten. Tania (w, 40) beschrieb ihre Situation so:

„Wir haben versucht, mit den Direktionen zu sprechen, und alle drei Tage haben wir wieder mit allen gesprochen. Was sollen wir tun? Hilfe! Helfen Sie uns! Das Kind weint, es will zurück zu seiner Pflegefamilie. Hilfe! Hilfe! Man hat uns von einem zum anderen geschickt. Alle sagten, die Mädchen seien nicht mehr in ihrer Zuständigkeit. Also habe ich keine Unterstützung bekommen …“

Die meisten Adoptierenden gaben an, dass sie auch während des laufenden Abbruchverfahrens keine Unterstützung fanden. Sie fühlten sich missverstanden, beschuldigt und unter bestimmten Umständen gedrängt, das Kind bzw. die Geschwistergruppe zu behalten. Carmen (w, 37) sagte zum Beispiel über Fachkräfte der öffentlichen Direktion:

„Die Aufhebung der Adoption war begleitet von Übergriffen und Versuchen, uns zu überreden, das Kind zu behalten, obwohl wir erkannt hatten, dass wir nicht zueinander passten.“

Die Adoptierenden gaben an, dass sich die Fachkräfte vor allem um die Kinder kümmerten und sich nicht für die psychische Gesundheit der übrigen Mitglieder der Adoptivfamilie interessierten. Bianca (w, 42) sagte:

„Ich habe mich mit der Dame von der Direktion am Telefon gestritten. Ich habe ihr gesagt, dass es uns psychisch nicht gut geht. Und sie hat zu mir gesagt: ‚Mich interessiert nicht, wie es Ihnen geht; mich interessiert, wie es den Kindern geht.‘ Da habe ich mich so schlecht gefühlt, und diese Dame hat mir gesagt, wir würden mit den Kindern unser Spiel treiben, und so weiter. Das hat mich wirklich verletzt.“

Nach dem Abbruch

Gedanken und Gefühle der Adoptierenden

Einige Adoptierende beschrieben die gesamte Erfahrung der Adoptionspflege und der anschließenden Aufhebung als schmerzhaft und sogar traumatisch. Eine besondere Situation schilderte Marta (w, 41), der drei Kinder anvertraut worden waren. Die Familie hätte gern zwei von ihnen behalten, zu denen sie während der Adoptionspflege eine emotionale Bindung aufbauen konnte, fühlte sich aber den besonderen Bedürfnissen des dritten Kindes nicht gewachsen. Obwohl die Aufhebung 2 Jahre zurückliegt, sagte Marta (w, 41), dass sie sich noch nicht vollständig davon erholt hätten:

„Ich habe nach dieser Zeit sehr gelitten; ich kann immer noch nicht sagen, dass ich ganz darüber hinweg bin. Die emotionale Wirkung ist gewaltig. Es war eine Zeit, über die ich hinwegkommen wollte, aber man kommt nicht darüber hinweg. Ich denke immer wieder an sie, ich frage mich immer wieder, wie es ihnen geht, ob es ihnen gut geht, ob … Man kann es nicht vergessen. Es ist jetzt zwei Jahre her, und …“

Gedanken an eine erneute Adoption

Nach der Aufhebung gelang es einer der Familien, zwei Mädchen erfolgreich zu adoptieren. Zwei weitere Familien haben auf ihre Eignungsbescheinigung und damit auf ihr Recht zur Adoption verzichtet. Die übrigen Familien haben ihre Bescheinigung behalten und ziehen eine Adoption in Betracht. Die meisten zögern, die Liste der Kinder mit öffentlichem Profil erneut einzusehen, und warten auf ein Matching mit einem Kind, das ihren Kriterien entspricht. Marta (w, 41) sah sich die Liste nach der Aufhebung der ersten Adoption an, wählte aber kein Kind aus und zeigte sich vorsichtiger. Keine der Familien erhielt nach der Aufhebung psychologische Beratung, doch die Fachkräfte rieten allen, eine Pause einzulegen, bevor sie eine neue Adoption versuchen.

Diskussion

Unsere Studie gibt sieben Adoptionsbewerbenden eine Stimme, die den Adoptionsweg mit einem oder mehreren Kindern begonnen haben, ohne dass das Verfahren rechtlich abgeschlossen wurde. Unser Ziel war es, ihre Erfahrungen im Verlauf der Adoption und ihres Abbruchs zu verstehen. Sie erzählten, wie sie in kurzer Zeit von der Hoffnung, Adoptiveltern zu werden, über die Aufregung und das Glück, ein Kind oder eine Geschwistergruppe gefunden zu haben, zu Ernüchterung, Verzweiflung und Trauma gelangten. Aus ihren Geschichten lassen sich mehrere Risikofaktoren ableiten, die das Gelingen einer Adoption behindern können. Ihr Verständnis kann Sozialpolitik und Praxis Orientierung geben, um ähnliche Situationen zu verhindern.

Verzicht auf das theoretische Matching und falsche Erwartungen

Das Matching bei der Kindesadoption ist ein altes Verfahren, und empirische Befunde zeigen, dass einige seiner Komponenten die Stabilität der Adoption signifikant vorhersagen (Lanham, 2022). Nach Farmer und Dance (2016) lässt sich Matching als Abstimmung der Stärken oder Ressourcen der Adoptierenden auf die Bedürfnisse des Kindes oder der Geschwistergruppe definieren. In Rumänien umfasst das Matching-Verfahren, wie in den meisten Rechtssystemen, zwei Phasen: das theoretische Matching auf Grundlage der erfassten Daten über das Kind oder die Geschwistergruppe und die Adoptionsbewerbenden sowie das praktische Matching, wenn sich beide Seiten begegnen. Alle Befragten begannen ihren Adoptionsweg mit dem Wunsch, möglichst junge Kinder (meist unter drei Jahren) ohne nennenswerte gesundheitliche Probleme oder Behinderungen zu adoptieren. Es sind Adoptierende, die vor allem Eltern eines Kindes werden wollten; die Motivation, einem Kind zu helfen, war zweitrangig und wurde nur in zwei Fällen direkt geäußert. Die meisten wählten die Adoption als zweite oder sogar letzte Möglichkeit, Eltern zu werden. Der Verzicht auf das theoretische Matching und die Wahl eines Kindes von der HtAC-Liste bedeuteten für die Adoptierenden mehrere Zugeständnisse, vor allem beim Alter und in manchen Fällen bei der Zahl der Kinder. Es gibt mehrere Gründe, warum Adoptierende auf das theoretische Matching verzichten. Die Adoptionsfachkräfte weisen sie von Anfang an darauf hin, dass dieses Verfahren lange dauert, weil keine Kinder verfügbar sind, die ihren ursprünglichen Kriterien entsprechen. Auch andere Studien heben diese Praxis hervor (Burge und Jamieson, 2009). Ein zweiter Grund für die Abkehr vom Matching ist, dass Fachkräfte die Adoptierenden ermutigen, die HtAC-Liste in Betracht zu ziehen und sich auf ältere Kinder zu konzentrieren. Die Teilnehmenden berichten, dass ihnen die Liste viel zu positiv dargestellt wurde. Die Fachkräfte wollen die Adoptionschancen möglichst vieler Kinder erhöhen, insbesondere wenn es eine Politik zur Förderung der Adoption von Kindern mit besonderen Bedürfnissen gibt. Diese Praktiken wecken bei den Adoptierenden unrealistische Erwartungen und begünstigen nach früheren Studien in hohem Maß einen Abbruch (Barth und Miller, 2000; Coakley und Berrick, 2007). Zudem deuten frühere Untersuchungen darauf hin, dass nicht alle Eltern geeignet sind, ältere Kinder oder Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu adoptieren (Brind, 2008). Nach dem rumänischen Adoptionsverfahren kann jedoch jede zugelassene Person bzw. jedes zugelassene Paar unabhängig vom eigenen Profil ein Kind von der HtAC-Liste wählen, ohne dass eine zusätzliche Schulung erforderlich ist.

Intuitive Wahl und Mangel an genauen Informationen

Die Wahl des Kindes oder der Geschwistergruppe auf der HtAC-Liste beruhte eher auf der Intuition der Adoptierenden. Sie berichten von fehlender Begleitung beim Einsehen der HtAC-Liste, davon, dass sie die Diagnosen der Kinder nicht verstanden, und von unvollständigen oder ungenauen Angaben über das Kind bzw. die Kinder. Sie berichten, dass selbst die für die adoptierbaren Kinder zuständigen Fachkräfte deren Situation nicht aus der Nähe kennen. In vielen Studien werden fehlende angemessene Informationen und eine mangelnde Vorbereitung der Adoptierenden auf die Anforderungen älterer Kinder mit Verhaltensstörungen und mitunter Behinderungen mit Instabilität oder Abbruch der Adoption in Verbindung gebracht (Rosenthal, 1993; Reilly und Platz, 2003; Santos-Nunes et al., 2018).

Das Unvermögen der Adoptierenden, die Bedürfnisse der Kinder zu verstehen und zu erfüllen

Mängel in der Information und Vorbereitung der Adoptierenden führen dazu, dass sie Profil und Bedürfnisse der Kinder nicht zutreffend erkennen. Nicht die Merkmale der Kinder per se prädisponieren für den Abbruch von Adoptionen, sondern die falschen Erwartungen der Adoptierenden und ihr Mangel an angemessener Vorbereitung und an Ressourcen, um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Mit Ausnahme einer Teilnehmerin gaben alle an, vor der Unterbringung des Kindes oder der Geschwistergruppe keinerlei Zweifel am Gelingen der Adoption gehabt zu haben.

Manche erkannten die möglichen Bindungsschwierigkeiten der Kinder nicht. Sie erwarteten, Liebe zu geben und von ihrem Kind bzw. der Geschwistergruppe Liebe zu bekommen. Aus früheren Studien (Howe, 2001; van den Dries et al., 2009; White, 2016) ist bekannt, dass Kinder mit Traumageschichte adaptive Überlebensstrategien zeigen, die es ihnen nicht erlauben, die Adoptierenden zunächst als Quelle von Fürsorge und Schutz wahrzunehmen (Howe, 2001); es dauert daher lange, bis sie eine Bindung eingehen und Zuneigung zeigen. Für manche Adoptierende wurden die scheinbare Gleichgültigkeit des Kindes bzw. der Kinder und die Bindungsschwierigkeiten bald unannehmbar und führten zu Unzufriedenheit. Diese Ergebnisse stimmen mit denen von Wydra und O’Brien (2018) überein, die zeigten, dass familiärer Zusammenhalt und Zufriedenheit mit der Adoption durch die elterliche Einschätzung der affektiven Ansprechbarkeit vorhergesagt werden. Früheren Studien zufolge können Kinder, die in höherem Alter adoptiert werden, auf die ersten Bemühungen der Adoptierenden, eine emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen, mit Gleichgültigkeit oder Ablehnung reagieren (Quinton et al., 1998). Diese Studien betonen jedoch, dass Eltern angemessen darauf vorbereitet sein müssen, solche Zurückweisungen zu erwarten und nicht aufzugeben, da die Zuneigung mit der Zeit gegenseitig wird. Andere Studien haben zudem gezeigt, dass unerfahrene Adoptiveltern glauben, adoptierte Kinder seien bereit, neue Bindungen einzugehen, und eine sichere und schützende Umgebung genüge, um ihre Eingewöhnung zu gewährleisten (Ward, 1997; Santos-Nunes et al., 2018). Einigen unserer Befragten zufolge waren die ihnen anvertrauten Kinder sehr an die Pflegepersonen gebunden, in deren Obhut sie lange gewesen waren.

Andere Adoptierende erwarteten, dass sich die kognitiven und sprachlichen Entwicklungsverzögerungen des Kindes dank fachlicher Unterstützung und eines stabilen Umfelds rasch zurückbilden würden, und waren entmutigt, als sie feststellten, dass die Fortschritte sehr langsam oder gar nicht wahrnehmbar waren. In ihrer Studie zeigten Moyer und Goldberg (2017), dass Adoptierende große Frustration empfinden können, wenn sie feststellen, dass sie wenig Einfluss darauf haben, die Kinder zu formen. Unter den Teilnehmenden, die Geschwistergruppen adoptiert hatten, erkannten einige, dass die kumulierten Kosten für Behandlung und Förderbedarf der Kinder die Ressourcen der Familie überstiegen.

Für die Hälfte der Teilnehmenden waren die gravierendsten Probleme die Verhaltensprobleme der Kinder und die eigenen fehlenden Fähigkeiten, damit umzugehen. Diese Ergebnisse stimmen mit früheren Untersuchungen überein, wonach die Verhaltensstörungen der Kinder den größten Einfluss auf die Stabilität der Adoption zu haben scheinen (Rosenthal und Groze, 1990; Smith und Howard, 1991; McGlone et al., 2002; Nalavany et al., 2009).

Angesichts all dieser Herausforderungen durch die Kinder fühlten sich manche Adoptierende emotional belastet, erschöpft und überfordert; andere gaben an, dass ihre Ehe aus dem Gleichgewicht geraten sei, und wieder andere fürchteten um sich selbst oder andere Familienmitglieder. Ähnliche Erfahrungen berichteten auch Lyttle et al. (2021) in ihrer Untersuchung.

Fehlende Unterstützung

Eine Teilnehmerin versuchte, die Adoption ohne fachliche Hilfe zu beenden, weil sie glaubte, es sei für das Kind besser, in die Pflegefamilie zurückzukehren, an die es sich gebunden hatte. In zwei weiteren Fällen hatten die Adoptierenden das Gefühl, so viel Hilfe wie nötig erhalten zu haben, jedoch ohne positives Ergebnis. Die übrigen Befragten baten um Unterstützung, erhielten sie aber weder während der Adoptionspflege noch während des Abbruchverfahrens. Einige Befragte nahmen wahr, dass die Fachkräfte ausschließlich auf das Wohl der Kinder ausgerichtet waren und das Wohlbefinden der Adoptierenden vernachlässigten. Deshalb fühlten sich die Befragten nicht gehört, missverstanden und sogar ignoriert. Als sie an den Punkt kamen, den Abbruch zu beantragen, fühlten sich manche gedrängt, das Kind oder die Geschwistergruppe zu behalten, obwohl man sie beschuldigte und ihnen Vorwürfe machte. Adoptierende in anderen Untersuchungen äußerten ähnliche Gefühle (Lyttle et al., 2021). Keine der Teilnehmenden erhielt nach dem Abbruch psychologische Beratung. Die Adoptionsfachkräfte empfahlen lediglich eine Pause, bevor eine weitere Adoption in Betracht gezogen wird. Viele Betroffene sprechen von einem Trauma, das lange nach dem Abbruch fortbesteht, auch wenn die Kinder nur relativ kurze Zeit in der Familie verbracht haben. Diese Befunde decken sich mit denen von Goldberg und Allen (2022), die 80 LGBTQ-Personen untersuchten, die unterschiedliche Verlusterfahrungen im Zusammenhang mit einer Adoption gemacht hatten.

Implikationen

Die Ergebnisse dieser Studie können genutzt werden, um Sozialpolitik und Praxis so zu gestalten, dass Instabilität und Abbruch von Adoptionen verringert werden. Die Öffnung der HtAC-Liste ist ein Verfahren, das vielen Kindern, für die nicht rasch eine passende Familie gefunden werden konnte, eine zusätzliche Adoptionschance bietet. Die meisten Adoptionen von dieser Liste sind zwar stabil, einige brechen jedoch kurz nach Beginn der Adoptionspflege ab. Der uneingeschränkte Zugang aller zugelassenen Personen zur Adoption von dieser Liste könnte problematisch sein, da er aus mindestens zwei Gründen zu instabilen Adoptionen führen kann. Erstens müssen die meisten künftigen Adoptierenden ihre ursprünglichen Präferenzen aufgeben, was ein Gefühl der Unerfülltheit hinterlassen kann. Zweitens verfügen sie möglicherweise nicht über ausreichende Ressourcen und Vorbereitung, um eine Geschwistergruppe oder ein Kind mit Verhaltens-, Gesundheits- oder Behinderungsproblemen zu adoptieren. Es ist daher unerlässlich sicherzustellen, dass der Verzicht auf die ursprünglichen Präferenzen und die Wahl eines Kindes von der Liste mit zusätzlichen Schulungen und psychologischer Beratung einhergehen. So können Adoptierende den Prozess aus Überzeugung beginnen, die Bedürfnisse dieser Kinder vollständig verstehen und sich für ihr Wohl und ihre Erziehung einsetzen.

Die Auswahl eines Kindes von der HtAC-Liste sollte von Fachkräften begleitet werden, die die Diagnosen des Kindes erläutern und die möglichen Herausforderungen erklären können, die sich aus Alter, Vorgeschichte, Gesundheitszustand und etwaigen Behinderungen ergeben. Adoptionsfachkräfte müssen sicherstellen, dass sie die Kinder aus der Nähe kennen und dass die bereitgestellten Informationen über die Kinder aktuell und zutreffend sind. Vor der Unterbringung sollten die Fachkräfte dafür sorgen, dass die künftigen Adoptierenden genügend Zeit mit dem Kind in verschiedenen Umgebungen verbringen, um es so gut wie möglich kennenzulernen, und dass das Kind ausreichend auf die Trennung von den Pflegepersonen vorbereitet ist.

Damit eine Adoption stabil ist, müssen sich alle Beteiligten wohlfühlen. Daher ist es unerlässlich, dass im Begleitprozess nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern eingeschätzt und unterstützt werden. Beratungsangebote und Angebote zur Stärkung elterlicher Kompetenzen, die den besonderen Bedürfnissen adoptierter Kinder gerecht werden, Krisenintervention und sogar Entlastungseinrichtungen müssen den künftigen Adoptierenden jederzeit zugänglich sein.

Grenzen der Studie

Das Problem des Adoptionsabbruchs ist im rumänischen Kontext noch nicht untersucht worden und im öffentlichen Diskurs über Kindesadoption kein sichtbares Thema. Zudem sind nur wenige Adoptierende bereit, die Geschichte ihrer gescheiterten Adoption zu teilen, was auf ein mögliches Trauma und auf die Angst hindeutet, missverstanden oder für das Scheitern verantwortlich gemacht zu werden (O’Neill, 1993). Infolgedessen konnten wir für unsere Studie insgesamt sieben Adoptierende aus sechs Familien gewinnen, die versucht hatten, insgesamt neun Kinder zu adoptieren. Drei Teilnehmende wurden uns von Adoptionsfachkräften vermittelt, die anderen wurden über soziale Netzwerke gefunden, wodurch die mögliche Verzerrung verringert wurde, die entstanden wäre, wenn alle Adoptierenden mit einer einzigen Strategie gewonnen worden wären. Wegen der geringen Zahl der Teilnehmenden lassen sich die Ergebnisse jedoch nicht verallgemeinern. Eine weitere Grenze der Studie besteht darin, dass sie ausschließlich die Sicht der Adoptionsbewerbenden wiedergibt und die Perspektive der Adoptionsfachkräfte und der anvertrauten Kinder nicht berücksichtigt. Umfassendere Studien sind erforderlich, um die Erfahrungen aller Beteiligten und die zum Abbruch führenden Risikofaktoren besser zu verstehen und möglichst viele solcher Situationen zu verhindern.

Complexe Systémique: Kernpunkte

Der Artikel zeigt einen Adoptionsabbruch, der sich lange vor der Adoptionspflege anbahnt. Eine öffentliche Politik lenkt den Blick auf die Liste „schwer vermittelbarer“ Kinder, Fachkräfte stellen sie zu positiv dar, Profilblätter werden kopiert und eingefügt, und Menschen, deren ursprünglicher Plan ein gesundes Kleinkind war, stehen binnen weniger Wochen vor einem Mädchen, das schreit, die Bindung verweigert oder nach seiner Pflegefamilie verlangt. Systemisch betrachtet ist der Abbruch also nicht das Scheitern eines Elternteils oder eines Kindes, sondern das eines Adoptionssystems, das ein Kind aus realen Bindungen herauslöst, ohne das Kind, das Paar oder den Übergang vorzubereiten. Die Berichte erinnern auch daran, dass das Adoptivpaar selbst Anspruch auf Begleitung hat: Panikattacken, drohende Scheidung, eine Trauer, die zwei Jahre später noch da ist, und keinerlei Unterstützung. Die Grenzen sind klar: sieben Personen, fast alle Frauen, und keine Stimme von Kindern oder Fachkräften. Lesenswert zusammen mit dem Artikel über Schutzfaktoren gegen Abbrüche in der Pflegefamilie und dem Artikel über das Wohlbefinden von Adoptivmüttern.

Anmerkungen des Originals

1Vor diesem Hintergrund verwenden wir in der vorliegenden Studie den Begriff Abbruch (disruption) in seiner engen Bedeutung für die Trennung des Kindes von den künftigen Adoptiveltern während der Adoptionspflege.

2Siehe rumänisches Zivilgesetzbuch vom 17. Juli 2009, Abschnitt 4, „Beendigung der Adoption“, Artikel 477 Absatz 3.

3Das Verfahren zur Adoption von Kindern aus der Liste der Kinder mit öffentlichem Profil ist im Beschluss Nr. 798 vom 28. Juli 2021 der rumänischen Regierung geregelt.

Ethikerklärung. Die Studien mit Menschen wurden von der Ethikkommission für wissenschaftliche Forschung am Menschen der Universität Lucian Blaga genehmigt, Genehmigung Nr. 7 vom 29. Juli 2022. Die Studien wurden im Einklang mit der örtlichen Gesetzgebung und den institutionellen Anforderungen durchgeführt. Die Teilnehmenden gaben ihre schriftliche informierte Einwilligung zur Teilnahme an dieser Studie.

Beiträge der Verfassenden. AB: Schreiben – Originalentwurf, Schreiben – Überprüfung und Bearbeitung. SR: Schreiben – Originalentwurf, Schreiben – Überprüfung und Bearbeitung. MI: Schreiben – Originalentwurf, Schreiben – Überprüfung und Bearbeitung. AN: Schreiben – Originalentwurf, Schreiben – Überprüfung und Bearbeitung. SC: Schreiben – Originalentwurf, Schreiben – Überprüfung und Bearbeitung.

Finanzierung. Die Verfassenden erklären, für die Forschung, die Autorschaft und/oder die Veröffentlichung dieses Artikels finanzielle Unterstützung erhalten zu haben. Diese Arbeit wurde durch eine Förderung des Ministeriums für Forschung, Innovation und Digitalisierung, CNCS - UEFISCDI, Projektnummer PN-III-P1-1.1-TE-2021-0186, im Rahmen von PNCDI III unterstützt.

Interessenkonflikt. Die Verfassenden erklären, dass die Forschung ohne kommerzielle oder finanzielle Beziehungen durchgeführt wurde, die als möglicher Interessenkonflikt ausgelegt werden könnten.

Anmerkung des Verlags. Alle in diesem Artikel geäußerten Aussagen sind ausschließlich die der Verfassenden und geben nicht notwendigerweise die ihrer Einrichtungen, des Verlags, der Herausgebenden oder der Begutachtenden wieder. Für Produkte, die in diesem Artikel bewertet werden, oder für Angaben ihrer Hersteller übernimmt der Verlag keine Gewähr und keine Empfehlung.

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Inoffizielle deutsche Übersetzung von “We thought we were stronger than we were”: adopters’ narratives about the adoption journey and disruption von Anca Bejenaru, Sergiu Raiu, Mihai Iovu, Alina Negoescu und Sorina Corman, Frontiers in Psychology, Bd. 15, Art. 1381050 (2024), doi: 10.3389/fpsyg.2024.1381050, unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzung und Satz: Complexe Systémique, Oktober 2026, mit Unterstützung künstlicher Intelligenz — das Werk wurde im Sinne der Lizenz bearbeitet (Text ins Deutsche übersetzt, Tabelle als Liste wiedergegeben). Weder die Verfassenden noch der Verlag sind für diese Übersetzung verantwortlich; maßgeblich ist die Originalfassung.

Inoffizielle deutsche Übersetzung des Originalartikels „“We thought we were stronger than we were”: adopters’ narratives about the adoption journey and disruption“, erschienen in Frontiers in Psychology (2024) unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz, wie am Anfang dieser Seite angegeben; maßgeblich ist die Originalfassung.

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Bejenaru, A., Raiu, S., Iovu, M., Negoescu, A., und Corman, S. (2024). “We thought we were stronger than we were”: adopters’ narratives about the adoption journey and disruption. Complexe Systémique. https://app.complexe-systemique.com/en_GB/articles/we-thought-we-were-stronger-than-we-were-adopters-narratives-about-the-adoption-journey (Originalwerk 2024 erschienen in Frontiers in Psychology, 15, 1381050 (2024); 2024 erneut veröffentlicht von Frontiers in Psychology, https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2024.1381050/full)

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