Diese Fassung wurde von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus dem Englischen übersetzt. Im Zweifelsfall ist die Originalfassung maßgeblich.
Journal of Solution Focused Practices · Empirische Forschung
Ein Väterzentrum in Colorado Springs, fünfzehn Wochen Gruppenarbeit, Männer, die oft vom Gericht oder vom Sozialdienst geschickt werden. Johnny Kim und sein Team wollten eine einfache Frage prüfen: Wirkt das übliche Curriculum, angereichert mit lösungsfokussierten Fragen, besser als das übliche Curriculum? Die Pandemie warf den Plan über den Haufen. Die Gruppen mussten online stattfinden, und am Ende verglich die Studie drei Dinge: das Standardprogramm in Präsenz, das erweiterte Programm, im Raum begonnen und aus der Ferne beendet, und das erweiterte Programm vollständig online. Unerwartetes Ergebnis: Die Online-Version wirkt genauso gut wie die Präsenzversion, und es ist die hybride, mittendrin unterbrochene Gruppe, die schlechter abschneidet. Die Verfassenden verschweigen keine der Grenzen: nicht gleichwertige Gruppen, Effekte, die sich nicht auseinanderhalten lassen. Ein nützlicher Beitrag für alle, die Elterngruppen leiten, und für alle, die wissen möchten, was die Forschung ehrlicherweise eine Pilotstudie nennt.
Inoffizielle deutsche Übersetzung von Solution-Focused Brief Therapy-Enhanced Fatherhood Curriculum Pilot Study: A Comparison of Delivery Methods in Response to the COVID-19 Pandemic von Johnny Kim, In Young Park, Jennifer Bellamy, Susan Burt, Gary Grambort, Sarah Locklear und Ken Sanders, erschienen im Journal of Solution Focused Practices (2022), doi: 10.59874/001c.75000, unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz: Der Originaltext wurde ins Deutsche übersetzt und für die Online-Lektüre neu gesetzt; die fünf Tabellen werden als Karten dargestellt, ihre Zahlen wurden anhand der gesetzten Seiten des Originals nachgeprüft. Dies stellt eine Bearbeitung des Werks im Sinne der Lizenz dar. Die mit „Complexe Systémique“ gekennzeichneten Kästen und Anmerkungen stammen von uns, nicht von den Verfassenden. Diese Übersetzung stammt weder von den Verfassenden noch vom Verlag, die weder für ihren Inhalt noch für etwaige Fehler verantwortlich sind. Maßgeblich ist die Originalfassung.
Viele Väterprogramme bieten curriculumbasierte Peergruppen an, doch die Evidenz für ihre Wirksamkeit ist begrenzt, und frühere Studien verweisen auf Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Bindung von Teilnehmenden. Diese Pilotstudie sollte die Wirksamkeit eines Standardcurriculums für Väter, erweitert um lösungsfokussierte Kurzzeittherapie (SFBT), in einem quasi-experimentellen Design prüfen. Zu den Studienergebnissen gehörten die väterliche Beteiligung und die Erziehungskompetenzen, gemessen unmittelbar nach der Intervention. Für die Studie wurde eine Stichprobe von 92 Vätern (Alter M = 35.2) gewonnen, die an einem Väterprogramm teilnahmen. Aufgrund von COVID-19 wurden die Behandlungsgruppen in ein Online-Format verlegt. Zur Erkennung von Gruppenunterschieden wurden t-Tests für unabhängige und für verbundene Stichproben eingesetzt; zusätzlich wurden Effektstärken nach Hedges’ g berechnet, um das Ausmaß der Behandlungseffekte zu untersuchen. Obwohl das um SFBT erweiterte Peergruppen-Curriculum dem Vergleichscurriculum nicht überlegen war, erwies sich die Online-Version des um SFBT erweiterten Curriculums als gleichwertig mit dem Präsenzcurriculum. Diese neuen Befunde legen nahe, dass Online-Vätergruppen ähnlich wirksam sein können wie Präsenzgruppen, was die Möglichkeiten des Zugangs zu Väterprogrammen und der Teilnahme daran erweitern könnte.
Schlüsselwörter: lösungsfokussierte Kurzzeittherapie, Vaterschaft, väterliche Beteiligung, randomisierte kontrollierte Behandlung, Online-Intervention
Väter und ihre Rolle als Eltern sind ein wichtiger Ansatzpunkt für Interventionen zur Verbesserung des Wohlergehens von Kindern und Familien. In den letzten Jahrzehnten haben Studien klare und konsistente Zusammenhänge zwischen positiver Vaterschaft und dem Wohlergehen von Kindern nachgewiesen, darunter ökonomische (Black et al., 2003; Newland, 2015), verhaltensbezogene (Amato & Gilbreth, 1999; McMunn et al., 2017) und kognitive (Roggman et al., 2004; Rollè et al., 2019; Tamis-Lemonda et al., 2004) Indikatoren, und zwar in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, einschließlich junger, unverheirateter, ethnisch vielfältiger und einkommensschwacher Väter. Elternunterstützung durch Väterprogramme bietet die Chance, das Wohlergehen von Kindern und Familien in vielen Bereichen zu stärken. Die Gewinnung und Bindung von Teilnehmenden in Väterprogrammen bleibt jedoch eine anhaltende Herausforderung. Ein wichtiger „nächster Schritt“ in diesem Feld besteht darin, Strategien und Interventionen zu finden, die die Beteiligung von Vätern an Programmen verbessern und ihre väterlichen Einstellungen sowie ihre Beteiligung an der Erziehung ihrer Kinder stärken. Daher wurde diese Pilotstudie konzipiert, um in einem quasi-experimentellen Design die Wirksamkeit eines um lösungsfokussierte Kurzzeittherapie (SFBT) erweiterten Standardcurriculums für Väter im Hinblick auf väterliche Beteiligung, Erziehungskompetenzen und Lösungsentwicklung zu prüfen.
Es besteht nach wie vor großer Bedarf an innovativen, evidenzgestützten Ansätzen für die Arbeit mit Vätern und ihren Familien, insbesondere mit unterversorgten Teilgruppen, deren Bedürfnisse und Schwierigkeiten wahrscheinlich gezieltere Angebote und Unterstützung erfordern. Eine Gruppe von Vätern mit besonderen Bedürfnissen, für deren Begleitung es aber kaum handlungsleitende Forschung gibt, sind beispielsweise Väter, die aus Untersuchungs- oder Strafhaft in ihre Gemeinschaften und Familien zurückkehren. Diese Väter stoßen auf erhebliche Hürden bei der Arbeitssuche und waren oft monate- oder sogar jahrelang von ihren Familien getrennt, was die Beschäftigung und die Wiederherstellung familiärer Beziehungen besonders schwierig macht (Dallaire, 2007; Murray & Farrington, 2008). Eine weitere Teilgruppe, die wirksamere und gezieltere Angebote braucht, sind Väter mit einer Gewaltvorgeschichte. Das Risiko für Kinder und Familien, einschließlich Kindesmisshandlung und häuslicher Gewalt (z. B. Kitzmann et al., 2003), erschwert die Teilnahme an herkömmlichen Väterprogrammen, insbesondere für diejenigen, denen gerichtlich jeder Kontakt zu ihrer Familie untersagt ist. Zusammengenommen machen diese unterversorgten Gruppen einen großen Teil der Väter aus, die Angebote zur verantwortungsvollen Vaterschaft benötigen.
Es gibt kein evidenzbasiertes Programm zur verantwortungsvollen Vaterschaft, das als Goldstandard gelten könnte; viele Väterprogramme setzen jedoch Peergruppen-Curricula als wichtigen Bestandteil ihres Angebotsspektrums ein. Allerdings wurden nur wenige Curricula rigorosen Wirksamkeitsstudien unterzogen, insbesondere solche, die zur Unterstützung einkommensschwacher Väter entwickelt wurden. Zudem gab es kaum Bemühungen, einen Ansatz zur Einbindung von Vätern in zentrale Angebote wie Peergruppen zu entwickeln, der auf verhaltenswissenschaftlicher Forschung oder Theorie beruht. In diesem Feld wurden allgemein einzelne Strategien zur Steigerung der Beteiligung von Vätern an Angeboten identifiziert, darunter Anreize, aufsuchende Angebote dort, wo die Väter sich aufhalten (z. B. in der Schule, zu Hause, am Arbeitsplatz), und die Bereitstellung von Fahrmöglichkeiten, neben anderen Ansätzen (Heinrichs, 2006; Sandstrom et al., 2015). Diese Strategien gelten nach Erfahrungsberichten als hilfreich; es gibt jedoch kaum rigorose Forschung, die die Wirksamkeit einer dieser Strategien einzeln oder in Kombination belegt.
Ein vielversprechender, auf verhaltenswissenschaftlicher Forschung und Theorie beruhender Ansatz zur Verbesserung der familiären Beteiligung ist die SFBT. Die SFBT ist ein evidenzbasiertes Therapiemodell, das als stärker ressourcenorientierte Alternative zu herkömmlichen problemfokussierten Angeboten entwickelt wurde. Durch ihren positiveren, auf Lösungsentwicklung ausgerichteten Ansatz eignet sich die SFBT besonders für die Arbeit mit einkommensschwachen Vätern in Väterprogrammen, von denen viele gerichtlich zur Teilnahme verpflichtet sind (Kim et al., 2021). Die SFBT funktioniert zudem gut bei einer großen Vielfalt von Familien und Familienbeziehungen (d. h. verheiratet, unverheiratet, nicht mit dem Kind zusammenlebend) und bei Menschen, die sich von Angeboten abschrecken lassen, die sich eher auf negatives Verhalten von Vätern konzentrieren (Kim, 2014). Die SFBT geht auf die Familiensystemtheorie und die Familientherapie zurück und wirkt, indem sie Strategien bereitstellt, mit denen Einzelne und Familien ihre Wahrnehmung ihrer Probleme verändern, sich auf ihre angestrebten Ziele konzentrieren und erkunden, auf welche Weise sie ihre Ziele in der Vergangenheit erfolgreich erreicht haben (De Jong & Berg, 2008). Ein zentrales Element des SFBT-Ansatzes besteht darin, Klientinnen und Klienten kooperativ dabei zu helfen, Lösungen für ihre Probleme zu finden, und ihnen selbst die Expertise dafür zu überlassen, worin die Probleme bestehen und wie sie am besten zu lösen sind (Kim, 2008). Daher liegt ein stärkerer Schwerpunkt auf der gemeinsamen Lösungsentwicklung mit der Klientel, bei der andere Fragen gestellt werden, die zu anderen, positiveren Wirkungen führen (Jordan & Turns, 2016).
Die SFBT kann auch bei verpflichteten oder angebotsskeptischen Klientinnen und Klienten eine wirksame Intervention für verschiedene Ergebnisse im Bereich psychische Gesundheit und Wohlbefinden sein, weil sie einen kooperativeren Umgang mit deren Bedürfnissen schafft (Kim & Franklin, 2015). Mehrere systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen haben gezeigt, dass die SFBT kleine bis mittlere positive Behandlungseffekte auf internalisierende Verhaltensprobleme, externalisierende Verhaltensprobleme und familienbezogene Probleme hat (Gingerich et al., 2012; Gingerich & Peterson, 2013; Kim, 2008). In jüngerer Zeit ergab eine randomisierte kontrollierte Studie mit Familien im Kinderschutzsystem, dass die SFBT Eltern bei Problemen im Zusammenhang mit Substanzmissbrauch, Trauma, kindlichem und familiärem Wohlergehen wirksam half (Kim et al., 2018; 2019). Alle Teilnehmenden der Studie hatten Kinder, die außerhalb der Familie untergebracht waren, mit einem Hilfeplan, der die Rückführung zum Ziel hatte, sowie einen Alkohol- oder Drogenmissbrauch eines Elternteils. Die Ergebnisse zeigten positive Behandlungseffekte für die SFBT-Gruppe, in der Techniken der Lösungsentwicklung eingesetzt wurden, die die Stärken der Klientel verstärkten und den Eltern halfen, eine bevorzugte Zukunft zu beschreiben, in der das Problem verschwunden ist (Kim et al., 2018; 2019).
Angesichts des Nutzens positiver väterlicher Beteiligung, des Bedarfs an einer besseren Einbindung von Vätern in Väterprogramme und der vielversprechenden Forschung, die das Potenzial der SFBT zur Förderung väterlicher Beteiligung und der Lösungsentwicklung stützt, wurde diese Studie konzipiert, um die Wirksamkeit eines um SFBT erweiterten Peergruppen-Curriculums für Väter zu evaluieren, das die Lösungsentwicklung und die Beteiligung von Vätern in den Familien stärken und ihre Erziehungskompetenzen verbessern soll. Die teilnehmenden Väter wurden über eine gemeindenahe Sozialdiensteinrichtung (Center on Fathering, CoF) gewonnen, die verschiedene Curricula und Programme für Väter anbietet, um Familien zu stärken. Die Forschungsfragen und Hypothesen der Studie lauten:
Zur Beantwortung der Forschungsfragen verwendete diese Pilotstudie ein zeitversetztes quasi-experimentelles Prä-Post-Design (QED), bei dem zwei Gruppen von Vätern, die in einer Sozialdiensteinrichtung an einem Gruppencurriculum für Väter teilnahmen, nacheinander in die Studie aufgenommen wurden. Die erste in die Studie aufgenommene Gruppe von Vätern diente als Vergleichsgruppe und erhielt die üblichen Leistungen [Standardcurriculum des Center on Fathering (CoF)]. Die Väter der Vergleichsgruppe wurden zwischen August 2018 und Dezember 2018 gewonnen und aufgenommen. Anschließend wurden die Mitarbeitenden der Sozialdiensteinrichtung im um SFBT erweiterten Väter-Curriculum geschult. Nach der Schulung wurde die Behandlungsgruppe von Februar 2020 bis November 2020 gewonnen. Dieses Studiendesign ermöglichte es, innerhalb kurzer Zeit vorläufige Tendenzen bei den Ergebnissen festzustellen, eine Kontamination zwischen den Studienbedingungen zu minimieren und die empirischen Möglichkeiten zur Untersuchung der Machbarkeit und der Programmtreue zu maximieren (Guterman et al., 2018).
Das CoF ist ein Väterprogramm, das die Metropolregion Colorado Springs versorgt und zum El Paso County Department of Human Services (DHS) gehört. Das CoF arbeitet mit Familien, die mit dem Gericht zu tun haben oder vom DHS betreut werden, sowie mit Familien, die ihre Erziehung verbessern möchten. Einschlusskriterien für die Teilnahme waren Väter, die (a) in den Väterprogrammen des CoF angemeldet waren, (b) mindestens 18 Jahre alt waren und (c) der Teilnahme an der Studie zugestimmt hatten.
Die Väter wurden von den Mitarbeitenden des CoF über das übliche Aufnahme- und Kontaktverfahren des CoF für die Studie gewonnen. Allen Vätern, die während des Aufnahmezeitraums der Studie das Väter-Curriculum begannen, wurde die Teilnahme an der Studie angeboten. Stimmten sie zu, informierte die für die Aufnahme zuständige klinische Fachkraft der Einrichtung die teilnehmenden Väter über die Studie und ging die Einwilligungsformulare mit ihnen durch. Den Teilnehmenden wurden Geschenkkarten im Wert von 25 Dollar für das Ausfüllen der Prätest-Fragebögen und von 30 Dollar für das Ausfüllen der Posttest-Fragebögen angeboten. Vor der Datenerhebung wurde die Genehmigung der Ethikkommission (IRB) der University of Denver eingeholt.
Alle klinischen Fachkräfte und klinischen Leitungen, die das Väter-Curriculum durchführten, waren beim CoF angestellt, verfügten über einen Bachelor- oder Masterabschluss und hatten keine vorherige Ausbildung in SFBT. Die teilnehmenden Väter füllten die Prätest-Fragebögen am ersten Tag des Väter-Curriculums und die Posttest-Fragebögen in der letzten Sitzung aus. Nach der Datenerhebung in der Vergleichsgruppe wurden die klinischen Fachkräfte des CoF an zwei vollen Tagen vom Erstautor, einem Experten für SFBT, in SFBT geschult. Der Erstautor und die klinischen Fachkräfte des CoF arbeiteten zudem daran, SFBT-Techniken in das Standardcurriculum für Väter zu integrieren, um das um SFBT erweiterte Peergruppen-Curriculum zu entwickeln. Nachdem dieses fertiggestellt war, begannen die Gewinnung von Teilnehmenden und die Datenerhebung für die Behandlungsgruppe. Die Curricula wurden über das Jahr verteilt zeitlich versetzt angeboten, sodass die Väter nicht länger als einige Wochen auf den Beginn einer Gruppe warten mussten.
Das CoF bietet ein kompetenzbasiertes Standardcurriculum zur verantwortungsvollen Vaterschaft über 15 Wochen an. Die Gruppe trifft sich wöchentlich für 90 Minuten, mit durchschnittlich 15 Vätern pro Kurs. Das CoF führt derzeit 6 bis 8 Väter-Curricula pro Jahr durch und erreicht jährlich rund 90 Väter. Das Standardcurriculum des CoF behandelt die Vater-Kind-Beziehung und Erziehungskompetenzen, um die Familienbeziehung und die väterliche Beteiligung zu verbessern. Zu den wichtigsten Themen des Curriculums gehören die Bedeutung der Vaterrolle, familiäre Kommunikation, Umgang mit Wut, kindliche Entwicklung, Eltern-Kind-Bindung, Spiel, Disziplin und Selbstwertgefühl. Das Standardcurriculum kann Vätern jeden Alters und in jeder familiären Situation angeboten werden (z. B. unverheirateten oder verheirateten Vätern, die mit ihren Kindern zusammenleben oder nicht).
Das Standardcurriculum des CoF beruht auf einem evidenzinformierten Curriculum, das in den letzten 20 Jahren von Ken Sanders, dem früheren Programmleiter des CoF, kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Als das CoF Mitte der 1990er-Jahre begann, dieses Curriculum anzubieten, war das MELD-Curriculum eines der wenigen weit verbreiteten Curricula, die sowohl mit jungen und einkommensschwachen als auch mit alleinerziehenden Müttern und Vätern eingesetzt worden waren. Eine Studie des MELD-Curriculums an sieben Standorten zeigte Verbesserungen der Einstellungen und Überzeugungen der Teilnehmenden bei Maßen zu Erziehung und Fürsorge für Kinder, darunter angemessenere Erwartungen an die Fähigkeiten von Kindern, mehr Empathie und eine geringere Wertschätzung körperlicher Bestrafung (Treichel, 1995). Das Väter-Curriculum des CoF erweiterte das MELD-Curriculum anhand lokaler Forschungsevidenz, darunter Daten aus Fokusgruppen, Evaluationsdaten und fortlaufende Rückmeldungen von Mitarbeitenden und Teilnehmenden. Zu diesen evidenzgestützten Verbesserungen gehörten interaktive Aktivitäten, Aktualisierungen und Beispiele unter Einsatz von Technologie sowie stärker ressourcenorientierte Inhalte. Das Curriculum wurde intern anhand von Prä-Post-Daten evaluiert und zeigte Verbesserungen bei Erziehungskompetenzen, -einstellungen und -verhalten.
SFBT-Strategien wurden bei schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen eingesetzt, um am Funktionieren von Familien zu arbeiten (Kim et al., 2018). Die SFBT ist eine evidenzbasierte Intervention, die auf den Ressourcen und Motivationen der Klientel aufbaut, um vom Problemgespräch wegzukommen und sich stärker darauf zu konzentrieren, was die Menschen wollen, und zu erkunden, wie es ihnen in der Vergangenheit gelungen ist, ihre Ziele zu erreichen. Ziele sind für den Veränderungsprozess wichtig und werden gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet (Kim & Franklin, 2015). Die klinischen Fachkräfte setzen verschiedene Fragetechniken zur Lösungsentwicklung ein, etwa Ausnahmefragen, Skalierungsfragen, Beziehungsfragen, die Wunderfrage, Komplimente, die Aufgabe der ersten Sitzung (mehr von dem tun, was bereits funktioniert) und Zielsetzung (DeJong & Berg, 2008). Diese SFBT-Techniken helfen Klientinnen und Klienten zu bestimmen, was sie sich für die Zukunft wünschen, und führen sie durch einen Prozess des Visualisierens, Vorstellens und Planens konkreter Schritte zum gewünschten Ziel. Weitere Einzelheiten zu den Besonderheiten der SFBT und dazu, wie sie sich von anderen evidenzgestützten Interventionen unterscheidet, finden sich im Behandlungsmanual der SFBTA (Bavelas et al., 2013).
Das Forschungsteam arbeitete 6 Monate lang mit dem CoF zusammen, um dieses neue SFBT-Väter-Curriculum zu entwickeln. Keines der wöchentlichen Themen und keiner der Kerninhalte des Standardcurriculums des CoF wurde verändert, abgesehen davon, dass mehr Fragen zur Lösungsentwicklung in die Art und Weise einflossen, wie die klinischen Fachkräfte die Gruppendiskussionen und interaktiven Aktivitäten moderieren. Zu Beginn erhielten die klinischen Fachkräfte des CoF eine intensive zweitägige SFBT-Schulung, um den Ansatz des theoretischen Modells sowie spezifische SFBT-Techniken kennenzulernen, mit denen Klientinnen und Klienten geholfen wird, Lösungen und eine bevorzugte Zukunft zu erkennen. Die klinischen Fachkräfte des CoF lernten, SFBT-Techniken einzusetzen, um Vätern zu helfen, Lösungen für ihre Probleme zu finden und genau zu beschreiben, wie ihre bevorzugte Zukunft aussieht, wenn sie in ihrer besten Verfassung sind. Anschließend gingen das Forschungsteam und das Team des CoF jede der 15 Wochen des Curriculums durch und ermittelten Möglichkeiten, SFBT-Techniken in die Gruppendiskussionen, die Reflexionsübungen im Kurs und die interaktiven Aktivitäten einzubauen. Diese Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung wurden in das Curriculum integriert, um die Bemühungen um eine stärkere Beteiligung zu unterstützen. Schließlich konnte jede klinische Fachkraft ein komplettes SFBT-Väter-Curriculum durchführen, um die neuen SFBT-Fähigkeiten sowie die neuen Diskussionen und interaktiven Aktivitäten zu üben. Der Erstautor, der die SFBT-Schulung geleitet hatte, traf sich monatlich eine Stunde lang mit den klinischen Fachkräften des CoF, um weitere Schulung, Beratung und Überarbeitungen anzubieten. Weitere Informationen über das um SFBT erweiterte Väter-Curriculum sowie Exemplare davon können beim Center on Fathering des El Paso County Department of Human Services angefordert werden.
Die COVID-19-Pandemie brach zu Beginn der Behandlungsphase der Studie aus und zwang das CoF, alle Angebote einzustellen. Die ersten beiden um SFBT erweiterten Behandlungsgruppen hatten sich in Präsenz getroffen, bevor das CoF die Kurse aufgrund der Anordnungen der Gesundheitsbehörden des Bundesstaates zur Eindämmung des COVID-19-Virus einstellte. Die Gruppen hatten fast die Hälfte der 15 wöchentlichen Sitzungen absolviert, bevor sie zum Abschluss des Kurses auf Online-Fernunterricht umstellten. Die erste um SFBT erweiterte Behandlungsgruppe absolvierte 8 von 15 Sitzungen in Präsenz, die zweite 6 von 15. Das CoF setzte die Kurse für eine Woche aus, um einen Weg zu finden, sie weiterhin sicher anzubieten. Während dieser Pause beschloss das CoF, das wöchentliche SFBT-Väter-Curriculum per Webex-Videokonferenz aus der Ferne anzubieten.
Da die COVID-19-Pandemie den Start des Curriculums der Behandlungsgruppe unterbrach, wurden den Teilnehmenden der Behandlungsgruppe zwei verschiedene Formen des um SFBT erweiterten Väter-Curriculums angeboten: (a) zwei hybride Gruppen (n=22), die zunächst in Präsenz durchgeführt und online abgeschlossen wurden, und (b) fünf Online-Gruppen (n=20). Alle Online-Gruppentreffen fanden über die Videokonferenzplattform Webex statt. Die fünf um SFBT erweiterten Online-Vätergruppen hielten die erste und die letzte Sitzung unter Einhaltung der Abstandsregeln auf einem großen Parkplatz in Präsenz ab, damit die Väter die Aufnahme- und Erhebungsformulare auf Papier ausfüllen konnten. Ansonsten fanden alle übrigen Sitzungen online statt. Die Gruppen wurden über das Jahr verteilt zeitlich versetzt angeboten, sodass die Väter nicht länger als einige Wochen auf den Beginn warten mussten.
Die Maße dieser Studie umfassten jeweils solche zu den drei Forschungsfragen. Zwei der Maße (d. h. Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung und väterliche Beteiligung) wurden im Posttest für alle Gruppen erhoben: Vergleichs-, Hybrid- und Online-Gruppen. Ein Maß (d. h. Erziehungseinstellungen), mit dem die Erziehungseinstellungen der Väter erfasst wurden, wurde zu den Prätest- und Posttest-Zeitpunkten erhoben.
Die Fähigkeiten der Väter zur Lösungsentwicklung, eines der zentralen Konstrukte der SFBT, wurden mit dem Solution-Building Inventory (SBI; Smock et al., 2010) gemessen. Das SBI umfasst 14 Items, die die Fähigkeit der Teilnehmenden erfassen, Lösungen und Ausnahmen von Problemen zu erkennen sowie Hoffnung für die Zukunft zu haben (z. B. „Ich bin in der Lage, Lösungen zu entwickeln“, „Ich habe die Fähigkeit, mich auf das zu konzentrieren, was in meinem Leben geschehen soll“). Die Teilnehmenden gaben ihre Zustimmung auf einer 5-stufigen Likert-Skala an (1=Stimme überhaupt nicht zu bis 5=Stimme voll und ganz zu). Es wurde ein Mittelwert des SBI berechnet, sodass ein höherer Wert für ausgeprägtere Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung steht. Das Maß zeigte in unserer Stichprobe eine hohe Reliabilität mit α = .93 für die Vergleichsgruppen, α = .90 für die Hybridgruppen und α = .87 für die Online-Gruppen.
Die väterliche Beteiligung wurde mit den 11 Items der Fatherhood Research and Practice Network Father Engagement Scale (FRPN; Dyer et al., 2015) erfasst. Die FRPN misst die Fähigkeit zur Beteiligung an der Kinderbetreuung und an kognitiven Aktivitäten mit Items (z. B. „Wie oft haben Sie (Kind) gefüttert oder ihm die Flasche gegeben?“), die auf einer 5-stufigen Häufigkeitsskala bewertet werden, die von 1 = nie, 2 = 1 bis 2 Tage pro Monat, 3 = 3 bis 4 Tage pro Monat, 4 = 2 bis 3 Tage pro Woche, 5 = jeden Tag oder fast jeden Tag reicht. In dieser Studie wurden die Antworten gemittelt, sodass höhere Werte auf eine stärkere Beteiligung der Väter in den Familien hinweisen. Das Maß weist eine hohe interne Konsistenz (α = .89) sowie eine gute konvergente, diskriminante und Kriteriumsvalidität auf (Bavolek & Keene, 2010). Auch in unserer Stichprobe zeigte das Maß eine hohe Reliabilität (α = .96 für die Vergleichsgruppe, α = .93 für die Hybridgruppe und α = .96 für die Online-Gruppe).
Die Erziehungseinstellungen wurden mit dem Adult Adolescent Parenting Inventory, Version 2 (AAPI-2) gemessen, das aus 40 Items besteht, die Wissen über Erziehung und Einstellungen zur Kindererziehung erfassen (Conners et al., 2006). Das Maß umfasst fünf Konstrukte: (a) Erwartungen an Kinder, (b) elterliche Empathie gegenüber den Bedürfnissen von Kindern, (c) Einsatz körperlicher Bestrafung, (d) familiäre Rollen zwischen Eltern und Kind und (e) Macht und Unabhängigkeit von Kindern (Conners et al.). Jedes Item wird auf einer 5-stufigen Likert-Skala erhoben, die von 1=Stimme überhaupt nicht zu bis 5 = Stimme voll und ganz zu reicht. In dieser Studie wurde der Mittelwert verwendet, sodass ein höherer Wert positivere Erziehungseinstellungen anzeigt. Das Maß hat sich in kulturell vielfältigen Stichproben von Eltern als psychometrisch angemessen erwiesen, mit hohen Reliabilitätskoeffizienten zwischen α = .80 und .89 (Lawson et al., 2015; Park, 2011). Auch in den Stichproben unserer Studie zeigte das Maß eine hohe Reliabilität (α = .81 für die Vergleichsgruppe; α = .76 für die Hybridgruppe; und α = .78 für die Online-Gruppe).
Eine A-priori-Poweranalyse für eine Power = 0.80 bei zweiseitigem α = .05 für ein Messwiederholungsmodell ergab, dass für eine kleine Effektstärke (η2 = 0.01) 198 Teilnehmende erforderlich sind; bei mittlerer Effektstärke (η2 = 0.06) insgesamt 34 Teilnehmende; und bei großer Effektstärke (η2 = 0.14; Kim et al., 2018) insgesamt 16 Teilnehmende.
Zur Beantwortung der Forschungsfragen der vorliegenden Studie wurden univariate und bivariate Analysen durchgeführt. Es wurden deskriptive Analysen vorgenommen: Häufigkeitsverteilungen, Mittelwerte und Standardabweichungen. Die bivariaten Analysen umfassten Chi-Quadrat-Tests und t-Tests für unabhängige Stichproben, um statistisch signifikante Unterschiede zwischen Vergleichs- und Behandlungsgruppen (d. h. Standardcurriculum des CoF vs. um SFBT erweitertes Peergruppen-Curriculum) bei den soziodemografischen Variablen der Väter zu prüfen. Die Unterschiede in der väterlichen Beteiligung und in den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung zwischen Vergleichs- und Behandlungsgruppen wurden mit dem t-Test für unabhängige Stichproben berechnet. Statistische Signifikanz wurde als Wahrscheinlichkeit p < .05 definiert. Um das Ausmaß der Veränderung der Erziehungseinstellungen 10 Monate nach der Ausgangsmessung zu bestimmen, verwendeten wir in jeder Behandlungsgruppe t-Tests für verbundene Stichproben zwischen Prä- und Posttest.
Angesichts des Pilotcharakters dieser Studie und der aufgrund der relativ geringen Zahl von Teilnehmenden reduzierten Power sind Effektstärken besonders nützlich, um zu beurteilen, ob die Intervention Hinweise auf vielversprechende Effekte liefert, die weitere Studien rechtfertigen. Das Ausmaß der bei drei Ergebnisvariablen zur Vaterschaft beobachteten Effektstärken wurde mit Hedges’ g mit Korrektur für kleine Stichproben geschätzt, um möglichst konservative Effektstärkeschätzungen zu erhalten. Die Effektstärken wurden nach den Richtlinien von Cohen (1988) interpretiert (d. h. 0.2 = kleiner Effekt; 0.5 = mittlerer Effekt; 0.8 = großer Effekt). Zur Prüfung der Signifikanz jeder Effektstärke wurden 95%-Konfidenzintervalle berechnet (Shadish & Haddock, 1994). Die Daten wurden mit Stata 14.0 analysiert.
Die deskriptiven Statistiken der Variablen sind in Tabelle 1 dargestellt. Das Durchschnittsalter der teilnehmenden Väter betrug 36.0 (SD = 9.0) in der Vergleichsgruppe, 34.6 (SD = 7.0) in der Hybridgruppe und 33.6 (SD = 9.0) in der Online-Gruppe. Die Mehrheit der Teilnehmer in allen drei Gruppen war weiß, ledig oder nie verheiratet, vollzeitbeschäftigt und hatte einen höheren Abschluss als College. Die Ergebnisse der Pearson-Chi-Quadrat-Tests und der t-Tests für unabhängige Stichproben zeigten keine statistisch signifikanten Unterschiede in den soziodemografischen Merkmalen zwischen Vergleichs- und Behandlungsgruppen, mit Ausnahme der finanziellen Unterstützung und des Kontakts mit der Strafjustiz.
Tabelle 1. Merkmale der Studienstichprobe (n = 92)
Drei Gruppen: Vergleich, Standard-CoF (n = 50); Behandlung SFBT hybrid (n = 22); Behandlung SFBT online (n = 20). N (bzw. M) und % (bzw. SD), dann p.
Alter (M, SD): 36.0 (9.0) / 34.6 (7.0) / 33.6 (9.0); p = .27.
Herkunft/Ethnie: weiß 37 (74,0 %) / 15 (68,2 %) / 13 (65,0 %); Schwarz 6 (12,0 %) / 3 (13,6 %) / 3 (15,0 %); Alaska Native 1 (2,0 %) / 0 / 0; asiatisch/pazifische Inseln 1 (2,0 %) / 0 / 0; lateinamerikanisch/hispanisch 4 (8,0 %) / 4 (18,2 %) / 3 (15,0 %); p = .51.
Familienstand: verheiratet 10 (20,0 %) / 2 (9,1 %) / 5 (25,0 %); getrennt lebend 10 (20,0 %) / 7 (31,8 %) / 4 (20,0 %); geschieden 8 (16,0 %) / 6 (27,3 %) / 5 (25,0 %); ledig/nie verheiratet 19 (38,0 %) / 7 (31,8 %) / 5 (25,0 %); p = .62.
Bildungsabschluss: unter High-School-Abschluss 21 (42,0 %) / 11 (50,0 %) / 7 (35,0 %); höher als College 27 (54,0 %) / 11 (50,0 %) / 12 (60,0 %); p = .66.
Vollzeitbeschäftigung: 34 (68,0 %) / 15 (68,2 %) / 16 (80,0 %); p = .64. Finanzielle Unterstützung: 18 (36,0 %) / 5 (22,7 %) / 4 (20,0 %); p = .00. Kontakt mit der Strafjustiz: 32 (64,0 %) / 10 (45,5 %) / 5 (25,0 %); p = .01.
Unterschiede in Lösungsentwicklung und väterlicher Beteiligung nach Behandlungsgruppe. Die Ergebnisse des t-Tests für unabhängige Stichproben zwischen Vergleichs- und Hybridgruppe sind in Tabelle 2 dargestellt. Es gab einen signifikanten Unterschied in den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung zwischen Vergleichs- und Hybridgruppe (t(64) = 2.22*, p <.05), wobei die Vergleichsgruppe höhere Mittelwerte (M = 61.1, SD = 6.6) aufwies als die Hybridgruppe (M = 57.1, SD = 7.5). Die Effektstärke dieses Unterschieds in den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung war mittel (Hedges’ g = -0.58, [CI: -1.10, -0.07]); Shadish & Haddock, 1994). Ebenso war der Unterschied in der Beteiligung der Väter an Betreuungsaktivitäten zwischen den beiden Gruppen signifikant (t(67) = 2.08*, p < .05), wobei die Vergleichsgruppe (M = 57.1, SD = 7.5) eine höhere väterliche Beteiligung zeigte als die Hybridgruppe (M = 57.1, SD = 7.5). Hedges’ g für die väterliche Beteiligung an Betreuungsaktivitäten wies auf eine mittlere Effektstärke hin (Hedges’ g = -0.54; [CI: -1.05, -0.03]). Bei der väterlichen Beteiligung an kognitiven Aktivitäten gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen (t(68) = 1.54, p = .06), obwohl die Vergleichsgruppe (M = 10.1, SD = 2.6) etwas höhere Werte erreichte als die Hybridgruppe (M = 9.0, SD = 2.8).
Tabelle 2. t-Test für unabhängige Stichproben zwischen Vergleichs- und Hybridgruppe (n = 72)
Für jede Variable: Vergleich (n = 50) M (SD); hybrid (n = 22) M (SD); t; p; Hedges’ g [95% CI].
Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung: 61.1 (6.6); 57.1 (7.5); 2.22*; <.05; -0.58 [-1.10, -.07].
Väterliche Beteiligung an Betreuungsaktivitäten: 18.4 (5.5); 15.3 (5.9); 2.08*; <.05; -0.54 [-1.05, -.03].
Väterliche Beteiligung an kognitiven Aktivitäten: 10.1 (2.6); 9.0 (2.8); 1.59; .06; -0.41 [-.92, .09].
Anmerkung. SD = Standardabweichung; CI = Konfidenzintervalle; *p < 0.05. Complexe Systémique: Im Text der Verfassenden wird der Mittelwert der Betreuungsbeteiligung der Vergleichsgruppe mit „M = 57.1, SD = 7.5“ angegeben, identisch mit dem der Hybridgruppe; Tabelle 2 nennt 18.4 (5.5) gegenüber 15.3 (5.9). Wir geben beides so wieder, wie es gedruckt wurde.
Zwischen Vergleichs- und Online-Gruppe. Die Ergebnisse des t-Tests für unabhängige Stichproben zu den Fähigkeiten der Väter zur Lösungsentwicklung zwischen Vergleichs- und Online-Gruppe sind in Tabelle 3 dargestellt. Es gab keinen signifikanten Unterschied in den Fähigkeiten der Väter zur Lösungsentwicklung (t(61) = 1.29, p = .21), obwohl die Online-Gruppe (M = 63.2, SD = 5.6) einen höheren Wert erreichte als die Vergleichsgruppe (M = 61.1, SD = 6.6). Auch bei der Beteiligung der Väter an Betreuungsaktivitäten [t(63) = -1.23, p = .23] und an kognitiven Aktivitäten [t(64) = -1.98, p = .06] gab es zwischen diesen beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede. Keine der Effektstärken zwischen den Gruppen war auf Grundlage des 95%-KI statistisch signifikant.
Tabelle 3. t-Test für unabhängige Stichproben zwischen Vergleichsgruppe und Online-Behandlungsgruppe (n = 42)
Für jede Variable: Vergleich (n = 50) M (SD); online (n = 20) M (SD); t; p; Hedges’ g [95% CI].
Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung: 61.1 (6.6); 63.2 (5.6); 1.29; .21; 0.13 [-.39, .65].
Väterliche Beteiligung an Betreuungsaktivitäten: 18.4 (5.5); 16.4 (5.6); -1.23; .23; -0.35 [-.87, .17].
Väterliche Beteiligung an kognitiven Aktivitäten: 10.1 (2.6); 8.4 (3.2); -1.98; .06; -0.61 [-1.14, .08].
Anmerkung. S.D. = Standardabweichung; CI = Konfidenzintervalle; *p < 0.05.
Zwischen Hybrid- und Online-Gruppe. Die Ergebnisse der Prüfung von Unterschieden in den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung zwischen Hybrid- und Online-Gruppe sind in Tabelle 4 dargestellt. Es gab einen signifikanten Unterschied in den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung zwischen Hybrid- und Online-Gruppe (t(63) = -1.23, p = <.01), der zeigt, dass die Online-Gruppe einen höheren Wert bei den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung aufweist (M = 63.2, SD = 5.6) als die Hybridgruppe (M = 57.1, SD = 7.5). Bei der Beteiligung der Väter an Betreuungs- und kognitiven Aktivitäten gab es zwischen den beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede. Die Effektstärke für die Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung betrug 0.90 und weist damit auf eine große Effektstärke zwischen Hybrid- und Online-Gruppe hin (Hedges’ g = 0.90, [CI: 0.25, 1.58]).
Tabelle 4. t-Test für unabhängige Stichproben zwischen Hybrid- und Online-Gruppe
Für jede Variable: hybrid (n = 22) M (SD); online (n = 20) M (SD); t; p; Hedges’ g [95% CI].
Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung: 57.1 (7.5); 63.2 (5.6); 2.94*; < .01; .90 [.25, 1.58].
Väterliche Beteiligung an Betreuungsaktivitäten: 15.3 (5.9); 16.4 (5.6); 0.60; .55; .19 [-.43, .82].
Väterliche Beteiligung an kognitiven Aktivitäten: 9.0 (2.8); 8.4 (3.2); -0.60; .55; -.19 [-.83, .43].
Anmerkung. S.D. = Standardabweichung; CI = Konfidenzintervalle; *p < 0.05. Complexe Systémique: Der Text der Verfassenden nennt für diesen Vergleich t(63) = -1.23, Tabelle 4 nennt t = 2.94*; wir geben beide Werte so wieder, wie sie gedruckt wurden.
Die Ergebnisse des t-Tests für verbundene Stichproben zu den Erziehungseinstellungen in den drei Gruppen sind in Tabelle 5 dargestellt. In der Vergleichsgruppe verbesserten sich die Erziehungseinstellungen der Väter signifikant von den Prätestwerten (M = 31.7, SD = 6.5) zu den Posttestwerten (M = 34.3, SD = 7.1; t(47) = -2.71*, p < .05). In der Hybridgruppe gab es keinen signifikanten Anstieg der Erziehungseinstellungen zwischen Prätest (M = 31.9, SD = 4.1) und Posttest (M = 33.7, SD = 6.0) (t(15) = -1.34, p = .20). Zudem zeigten die Ergebnisse von Prätest (M =31.5, SD = 4.5) und Posttest (M = 35.1, SD = 6.5), dass sich die Online-Gruppe in den Erziehungseinstellungen verbesserte (t(19)= -2.85*, p <.05). Für die Vergleichsgruppe lag die Effektstärke innerhalb der Gruppe bei 0.37, was auf kleine Behandlungseffekte hinweist (Hedges’ g = 0.37, [CI: .30, .46]). Auch die SFBT-Hybridgruppe wies eine Effektstärke innerhalb der Gruppe auf, die kleine Behandlungseffekte anzeigt (Hedges’ g = 0.32, [CI: .15, 51]). Für die SFBT-Online-Gruppe zeigte die Effektstärke innerhalb der Gruppe einen mittleren Behandlungseffekt an (Hedges’ g = 0.61, [CI: .38, .89]). Die Erziehungseinstellungen zeigten in allen drei Gruppen ein 95%-Konfidenzintervall, das die Null nicht einschloss, was darauf hinweist, dass sich die Teilnehmer vom Prätest zum Posttest in ihren Erziehungskompetenzen signifikant verbesserten. Keine der Effektstärken zwischen den Gruppen war auf Grundlage des 95%-KI statistisch signifikant.
Tabelle 5. t-Test für verbundene Stichproben zu den Erziehungseinstellungen und Ergebnisse der Effektstärken
Vergleichsgruppe (a): Prätest 31.7 (6.5); Posttest 34.25 (7.1); Effektstärke innerhalb der Gruppe 0.37 [.30, .46].
SFBT-Hybridgruppe (b): Prätest 31.9 (4.1); Posttest 33.69 (6.0); Effektstärke innerhalb der Gruppe 0.32 [.15, .51].
SFBT-Online-Gruppe (c): Prätest 31.5 (4.5); Posttest 35.05 (6.5); Effektstärke innerhalb der Gruppe 0.61 [.38, .89].
Effektstärken zwischen den Gruppen (95%-KI): a-b 0.22 [-.27, .73]; b-c -0.37 [-.99, .23]; a-c -0.11 [-.63, .40].
Anmerkung. S.D. = Standardabweichung; CI = Konfidenzintervalle.
Diese Studie sollte die Wirksamkeit des um SFBT erweiterten Väter-Curriculums zur Verbesserung der Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung, der Beteiligung von Vätern in den Familien sowie der Erziehungskompetenzen und -kenntnisse untersuchen. Das quasi-experimentelle Design wurde durch die COVID-19-Pandemie unterbrochen, und das Format der Intervention musste für die Online-Durchführung angepasst werden. Trotz der Schwierigkeiten durch die COVID-19-Beschränkungen gelang es der gemeindenahen Einrichtung, auf eine Online-SFBT-Behandlungsform umzustellen, was zuvor noch nie gemacht worden war, und dem Forschungsteam so die Untersuchung zu ermöglichen, ob dieses um SFBT erweiterte Curriculum online durchgeführt werden kann. Diese unvorhergesehene Änderung erlaubte es dem Forschungsteam, ein Väter-Curriculum im üblichen Präsenzformat, ein hybrides Curriculum, das sich mit dem um SFBT erweiterten Curriculum in Präsenz und online traf, sowie ein um SFBT erweitertes Online-Curriculum zu prüfen.
Trotz der Unterbrechung der Studie stellen wir einige interessante Befunde fest. Insgesamt zeigten alle drei Gruppen beim AAPI-Maß Verbesserungen vom Prätest zum Posttest, was darauf hindeutet, dass das im CoF eingesetzte Väter-Curriculum Vätern hilft, ihre Erziehungseinstellungen zu verbessern. Diese Verbesserungen der Erziehungskompetenzen und -kenntnisse zeigten sich auch in der Gruppe der Väter, die das um SFBT erweiterte Curriculum in der Hybrid- und in der Online-Version erhielten. Die Ergebnisse der t-Tests für verbundene Stichproben beim AAPI-Maß waren ebenfalls für alle drei Gruppen statistisch signifikant, was auf signifikante Verbesserungen der Erziehungseinstellungen vom Prätest zum Posttest hinweist.
Darüber hinaus zeigten die Teilnehmer der Vergleichsgruppe höhere Werte bei den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung und bei der väterlichen Beteiligung an Betreuungsaktivitäten als die der Hybridgruppe. Da der Anteil verheirateter und sozioökonomisch bessergestellter Väter in der Vergleichsgruppe höher war als in der Hybridgruppe (z. B. verheiratete Väter: 20.0 vs. 9,1 %, Tabelle 1), könnten einige der Unterschiede in diesen Vaterschaftswerten auf den größeren Anteil verheirateter Väter in der Vergleichsgruppe zurückzuführen sein. Tatsächlich gibt es Hinweise darauf, dass die Wirkung von Interventionen auf Erziehungskompetenzen und -kenntnisse je nach sozioökonomischem Status (SES) der Väter unterschiedlich ausfallen kann (z. B. Winter et al., 2012). Ein weiterer Faktor, der den Vergleich der Ergebnisse verzerrt, ist, dass die Hybridgruppe mit dem um SFBT erweiterten Curriculum in Präsenz durchgeführt werden sollte, aber eine abrupte und ungeplante Änderung der Struktur des Curriculums und der Vermittlung der Inhalte hinnehmen musste, was ihre Wirksamkeit verringert haben könnte. Zudem befand sich das Land in einer schweren Gesundheits- und Wirtschaftskrise, die sich mit großer Sicherheit auf die Teilnehmer der Hybridgruppe ausgewirkt und die Studienergebnisse beeinflusst haben könnte.
Ebenso übertraf die Online-Gruppe die Hybridgruppe bei den Ergebnissen zu den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung und zur väterlichen Beteiligung an Betreuungsaktivitäten. Der Vergleich der Ergebnisse zur väterlichen Beteiligung zwischen den beiden Behandlungsgruppen mit um SFBT erweitertem Curriculum (d. h. hybrid vs. online) zeigte eine Tendenz, wonach die Väter der Online-Gruppe im Posttest bessere Werte aufwiesen als ihre Gegenstücke in der Hybridgruppe. Zwischen Vergleichs- und Online-Gruppe gab es keine signifikanten Unterschiede bei den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung und der väterlichen Beteiligung, und dieser ungeplante Befund legt nahe, dass Gruppen zur verantwortungsvollen Vaterschaft erfolgreich in einem vollständigen Online-Format durchgeführt werden könnten. Unseres Wissens ist dies die erste Studie, die gleichwertige Ergebnisse zwischen Präsenz- und Online-Unterstützungsgruppen für Väter belegt.
Schließlich ermöglichte uns die COVID-19-Pandemie, einige der Schwierigkeiten und Chancen kennenzulernen, die mit dem Einsatz von Technologie zur Durchführung eines Gruppencurriculums für Väter verbunden sind. Zu den logistischen Schwierigkeiten gehörte beispielsweise, sicherzustellen, dass die Kursteilnehmer Zugang zu einem eigenen Computer, Tablet oder Smartphone sowie zu einer stabilen Internetverbindung hatten. Damit zusammenhängend traten Schwierigkeiten beim Sammeln der E-Mail-Adressen der Teilnehmenden auf, um die Zugangsdaten für die Videokonferenz zu versenden, sowie bei der Erklärung, wie man auf Videokonferenzdienste zugreift und sie nutzt. Obwohl sich der Inhalt des Curriculums nicht änderte, mussten die Mitarbeitenden elektronische Kursmaterialien erstellen und die Teilnehmenden bei den elektronischen Versionen der Aufgabenmaterialien unterstützen. Die Mitarbeitenden stellten fest, dass das Einsammeln der verpflichtenden wöchentlichen Hausaufgaben beim Online-Curriculum etwas schwieriger war als bei Präsenzdurchführung. Außerdem erschwerte es die Gruppendiskussionen bei online moderierten Gruppencurricula, dass Körpersprache und Mimik derjenigen, die keine Videofunktion hatten, nicht zu sehen waren.
Die Studie zeigte jedoch auch einige Chancen, die sich bei der Online-Durchführung des um SFBT erweiterten Curriculums ergaben. Dazu gehörte ein leichterer Zugang zum Väter-Curriculum für Teilnehmende mit eingeschränkten Fahrmöglichkeiten sowie die Bequemlichkeit, nicht zum Standort der Einrichtung fahren zu müssen. Das Online-Angebot erleichterte es Vätern, die gerade von der Arbeit kamen oder in einem anderen Stadtteil wohnten, sich virtuell zuzuschalten und dennoch teilzunehmen. Für einige Väter, die ihre Kinder betreuten, machte das Online-Curriculum die Teilnahme an den Programmen ebenfalls bequemer. Das CoF stellte zudem fest, dass seine Hybridgruppe angesichts der Herausforderungen der COVID-19-Pandemie eine niedrige Abbruchquote hatte, vergleichbar mit der seiner Präsenzgruppen. Vor allem aber konnte die gemeindenahe Einrichtung eine Online-Version ihres Standardcurriculums für Väter entwickeln, die sie als Teil eines breiteren Kursangebots für künftige Teilnehmende einsetzen kann.
Trotz der aussagekräftigen Befunde dieser Studie sind mehrere Einschränkungen zu beachten. Die wichtigste Einschränkung unserer Forschung besteht darin, dass das Studiendesign quasi-experimentell war und durch die COVID-19-Pandemie unterbrochen wurde. Daher war es nicht möglich, das ursprünglich geplante um SFBT erweiterte Präsenzcurriculum wie vorgesehen zu prüfen. Zudem unterschieden sich Vergleichs- und Behandlungsgruppen zum Ausgangszeitpunkt nicht zufällig bei einigen soziodemografischen und sozioökonomischen (SES) Variablen (d. h. finanzielle Unterstützung und Kontakt mit der Strafjustiz), was die Wirksamkeit des Programms beeinflusst haben könnte. Frühere Studien zeigen, dass Elterngruppen mit niedrigem SES nach einer Intervention höhere Werte bei Erziehungsergebnissen (z. B. Erziehungskompetenzen, -kenntnisse) aufweisen als vergleichbare Gruppen mit hohem SES (Gardner et al., 2010; Mackenzie et al., 2004), da sie den Programminhalten gegenüber tendenziell offener sind. Es ist zwar möglich, dass die Vergleichsgruppe in unserer Studie in gewisser Weise stärker von der Intervention profitierte als die Behandlungsgruppe, doch lässt sich anhand der vorliegenden Studie nicht klären, ob dies der Fall war. Um diese Zusammenhänge zu klären, ist eine rigorosere Prüfung der Intervention mit einem randomisierten kontrollierten Studiendesign oder einem größeren quasi-experimentellen Design mit gleichwertigeren Gruppen erforderlich. Zudem gab es in beiden modifizierten Behandlungsgruppen (hybrid und online) vergleichsweise weniger Teilnehmende als in der Vergleichsgruppe, was die statistische Power verringern kann. Darüber hinaus können wir die Effekte der SFBT-Erweiterung nicht von denen des Online-Formats oder den Auswirkungen der Pandemie trennen. Es ist zum Beispiel möglich, dass das Standardcurriculum des CoF ohne die SFBT-Erweiterung online nicht ebenso wirksam gewesen wäre. Künftige Forschung ist nötig, um die Effekte der SFBT-Erweiterung und der Online-Durchführung zu isolieren. Außerdem wurden zwei interessierende Ergebnisse (Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung und väterliche Beteiligung) nur einmal nach Durchführung des Curriculums gemessen, was unsere Möglichkeiten einschränkt, signifikante Veränderungen vom Prätest zum Posttest zu untersuchen. Künftige Forschung sollte das Risiko eines Abbruch-Bias verringern und die Generalisierbarkeit erhöhen, indem diese Maße vor und nach den Kursen der Vätergruppen erhoben werden. Schließlich erfasste diese Studie die Interventionseffekte nur unmittelbar nach Abschluss des Curriculums, was Schlussfolgerungen über die langfristigen Effekte der Väterprogramme des CoF und der SFBT-Behandlung auf vaterschaftsbezogene Ergebnisse erschwert.
Trotz der Einschränkungen bietet diese Pilotstudie einige wichtige Erkenntnisse über das Potenzial, Programme zur verantwortungsvollen Vaterschaft online anzubieten, um den Zugang zu verbessern und dennoch ähnliche Wirkungen auf die Ergebnisse zu erzielen. Die Teilnahme an Präsenzgruppen zur verantwortungsvollen Vaterschaft kann wegen Arbeitszeiten, familiärer Verpflichtungen oder fehlender Fahrmöglichkeiten schwierig sein. Die Befunde unserer Studie liefern vorläufige Unterstützung für ein um SFBT erweitertes Online-Curriculum für Väter, das klinischen Fachkräften und Programmverantwortlichen Wahlmöglichkeiten bei der Durchführungsform bietet. Beispielsweise kann das Angebot von Online-Kursen, die digitale Inhalte und Apps nutzen, hilfreich sein, um der Klientel über digitale Plattformen und Technologien während dieser COVID-Pandemie (Halpin & Collier, 2014) und darüber hinaus besseren Zugang zu Programmen zu verschaffen. Die Befunde unserer Studie zeigen, dass die Integration von SFBT-Techniken in das Standardcurriculum des CoF für Väter und dessen Online-Durchführung den Teilnehmenden auch Vorteile bei den Fähigkeiten zur Lösungsentwicklung, der elterlichen Beteiligung und den Erziehungskompetenzen bringen kann; es bedarf jedoch weiterer Forschung, um diesen Ansatz zu bestätigen.
Die Verfassenden erklären, dass keine Interessenkonflikte bestehen. Die Finanzierung erfolgte über das Förderprogramm Professional Research Opportunities for Faculty (PROF) der University of Denver.
Complexe Systémique: Was man mitnehmen sollte
Was die Studie beweisen wollte, beweist sie nicht: Das erweiterte Curriculum schneidet nicht besser ab als das Standardcurriculum. Was sie zufällig entdeckt, ist nützlicher: Eine Vätergruppe, die vollständig online stattfindet, erzielt dieselben Ergebnisse wie eine, die sich in einem Raum trifft, und es ist die mittendrin unterbrochene Gruppe, die darunter leidet. Eine systemische ebenso wie eine methodische Lehre: Der Rahmen zählt mehr als die Technik, und ein stabiler Rahmen, selbst aus der Ferne, ist besser als ein zerbrochener. Die Verfassenden benennen ihre Grenzen ungeschönt: nicht gleichwertige Gruppen, Effekte, die sich nicht auseinanderhalten lassen, einmalige Messungen; wir haben an Ort und Stelle zwei Unstimmigkeiten zwischen Text und Tabellen markiert. Zu lesen zusammen mit der neuen Vaterschaft aus Sicht der Familientherapie und mit der bolivianischen Studie über Fachkräfte des Familienschutzes, einer weiteren Prä-Post-Pilotstudie mit denselben Vorbehalten.
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Kontakt
Johnny Kim: johnny.kim@du.edu · In Young Park: inyoung.park@du.edu · Jennifer Bellamy: jennifer.bellamy@du.edu · Susan Burt: susanburt@elpasoco.com · Gary Grambort: arygrambort@elpasoco.com · Sarah Locklear: Sarah@consciousevolutioncounseling.com · Ken Sanders: krsanders@comcast.net
Originalartikel Solution-Focused Brief Therapy-Enhanced Fatherhood Curriculum Pilot Study: A Comparison of Delivery Methods in Response to the COVID-19 Pandemic von Johnny Kim, In Young Park, Jennifer Bellamy, Susan Burt, Gary Grambort, Sarah Locklear und Ken Sanders, erschienen im Journal of Solution Focused Practices, Bd. 6, Nr. 1 (2022), Artikel 5, S. 38-51, doi: 10.59874/001c.75000, unter der Lizenz CC BY 4.0. Inoffizielle deutsche Übersetzung von Complexe Systémique im Oktober 2026 mit Unterstützung künstlicher Intelligenz; die Darstellung wurde für die Online-Lektüre angepasst, die Tabellen werden als Karten wiedergegeben. Diese Übersetzung stammt weder von den Verfassenden noch vom Verlag. Maßgeblich ist die Originalfassung.
Inoffizielle deutsche Übersetzung des Originalartikels „Solution-Focused Brief Therapy-Enhanced Fatherhood Curriculum Pilot Study: A Comparison of Delivery Methods in Response to the COVID-19 Pandemic“, erschienen im Journal of Solution Focused Practices (2022) unter der Lizenz CC BY 4.0. Übersetzt von Complexe Systémique mit Unterstützung künstlicher Intelligenz; die Darstellung wurde für die Online-Lektüre angepasst, wie zu Beginn dieser Seite erläutert. Maßgeblich ist die Originalfassung.
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Kim, J., Park, I. Y., Bellamy, J., Burt, S., Grambort, G., Locklear, S., & Sanders, K. (2022). Solution-Focused Brief Therapy-Enhanced Fatherhood Curriculum Pilot Study: A Comparison of Delivery Methods in Response to the COVID-19 Pandemic. Complexe Systémique. https://app.complexe-systemique.com/en_GB/articles/solution-focused-brief-therapy-enhanced-fatherhood-curriculum-pilot-study-a-comparison-of-delivery-methods-in-response-to-the-covid-19-pandemic (Originalwerk erschienen 2022 in Journal of Solution Focused Practices, Bd. 6, Nr. 1 (2022), Artikel 5, S. 38-51; 2022 erneut veröffentlicht von Journal of Solution Focused Practices, https://journalsfp.org/article/75000)
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